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Deutsche Wohnen: Die Neue mit den alten Sorgen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aktie der Deutschen Wohnen gelingt mit einem Kursplus von 1,3 Prozent ein erfolgreicher DAX-Einstieg. Der DAX-Neuling hat jedoch unverändert mit alten Problemen zu kämpfen.

Die Deutsche Wohnen hatte schon seit geraumer Zeit auf eine Aufstiegschance in die erste deutsche Börsenliga gehofft und ist nun nach Vonovia +0,21% die zweite Immobiliengesellschaft im Dax. Vonovia war 2015 in den Leitindex aufgenommen worden.

Keine Lobeshymnen

Der seit längerem erwartete DAX-Aufstieg sorgt bei den Analysten aber nicht für Euphorie – denn der Berliner Immobilienkonzern hat ein entscheidendes Problem. Das Thema Mietpreisbremse in Berlin und die damit verbundenen Regulierungsrisiken stellten derzeit das wesentliche Thema für die Aktie dar, schrieb Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank am Montag. Sein Anlagevotum bleibt unverändert: "Halten" mit einem fairen Wert von 38 Euro.

Weitere Investitionen geplant

Trotz Mietendeckels und Enteignungs-Volksbegehren will Deutsche Wohnen weiter in Berlin investieren. "Berlin ist und bleibt unser Kernmarkt", sagte Vorstandschef Michael Zahn der "Berliner Morgenpost". Der Schwerpunkt werde nicht verlegt. "Wir sind gerade dabei, die ersten größeren Neubauprojekte in Berlin zu starten." Zahn sprach unter anderem über den Neubau von rund 600 Wohnungen im Charlottenburger Ortsteil Westend.

Der Senat prüft gerade, wie es mit dem Volksbegehren "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" weiter geht. Die Initiatoren haben in der ersten Stufe 77.000 Unterschriften für ihre Forderung gesammelt, Unternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen zu vergesellschaften.

Der Senat tue gut daran, sich und seine Verantwortung für die Stadt zu hinterfragen, sagte Zahn. "Ob die Enteignungskampagne hilft, mehr zu bauen oder zu sanieren und die Wirtschaft zu transformieren hin zu einer modernen und klimafreundlichen Industriekultur? Ich glaube nicht."

Das macht die Aktie der Deutschen Wohnen

Trotz der Mietpreisbremse und Corona-Krise kann sich die Aktie der Deutsche Wohnen -0,87% gut halten. Während der Corona-Crash mittlerweile deutlich aufgeholt wurde, fehlt auf das Rekordhoch bei 44,83 Euro jedoch noch ein Stück. Zuletzt notierte die Aktie oberhalb der 40-Euro-Marke rund 1,3 Prozent im Plus bei 40,18 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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