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Deutsche Wohnen kämpft gegen Mietpreisbremse

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Mangel an Wohnungen war ein Grund, weshalb die Mietpreisbremse beschlossen wurde. Konzerne wie Deutsche Wohnen leiden insbesondere in Berlin unter dieser Politik – und wollen daher massiv in den Neubau investieren. Den Anfang macht der Immobilienkonzern mit einem millionenschweren Zukauf.

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will den Bau neuer Wohnungen deutlich vorantreiben und hat sich mit dem Projektentwickler Isaria Wohnbau über den Erwerb einer Plattform für Projektentwicklungen sowie wesentlicher Immobilienprojekte geeinigt. Der Abschluss des Kaufs soll in diesem Jahr erfolgen. Der Kaufpreis beträgt 600 Millionen Euro. Insgesamt sollen 2.700 Wohn- und Gewerbeeinheiten entstehen. Die Hälfte der Projekte würde sich in München befinden, der Rest in Großstädten wie Hamburg, Stuttgart und Frankfurt.

"Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in unseren Großstädten ist eine gesellschaftliche Herausforderung", sagte Unternehmenschef Michael Zahn. In den deutschen Großstädten müssten jährlich bis zu 400.000 Wohnungen gebaut werden. Insgesamt will die Deutsche Wohnen über drei Milliarden Euro in den Neubau von Wohn-, Pflege- und Büroimmobilien stecken.

Mietpreisbremse und Mietendeckel sorgen für stagnierende Gewinne

Den großen deutschen Wohnungsvermietern weht wegen anziehender Mieten ein immer stärkerer Gegenwind entgegen. Erst jüngst verlängerte der Bundestag angesichts der anhaltenden Wohnungsnot die Mietpreisbremse um fünf Jahre und verschärfte sie zudem.

In Berlin trat gerade ein Gesetz für einen Mietendeckel in Kraft. Damit werden die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt, die vor 2014 gebaut wurden, in den kommenden fünf Jahren eingefroren. Für Neuvermietungen gelten Obergrenzen. Dies trifft besonders Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen, die Immobilien überwiegend in Berlin besitzen. aufgrund des erst kürzlich in Kraft getretenen Mietendeckels in Berlin einen operativen Gewinn etwa auf dem Niveau von 2019.

Den Gewinn hat Deutsche Wohnen 2019 jedoch noch einmal steigern können. So wuchs der operative Gewinn im Jahresvergleich um knapp 12 Prozent auf 538 Millionen Euro. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Das Management will die Dividende auf 90 Cent je Aktie erhöhen, nach 87 Cent im Vorjahr.

Das macht die Aktie

Das Analysehaus RBC hat die Einstufung für die Aktie der Deutsche Wohnen +0,45% nach Jahreszahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 43 Euro belassen. Analyst Julian Livingston-Booth sprach von guten Resultaten. Der Ausblick auf 2020 entspreche in etwa seinen Erwartungen.

Die Aktie der Deutsche Wohnen nähert sich mit einem Kurssprung von 6,8 Prozent auf 33,93 Euro wieder der 200-Tage-Linie bei 34,27 Euro an. Die V-förmige Erholung ist damit voll im Gange.


Mit Material von dpaAFX.
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