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Deutz: Motorenbauer rechnet 2021 mit Erholung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Motorenhersteller Deutz hofft nach tiefroten Zahlen auf bessere Geschäfte im neuen Jahr. So soll der Umsatz wieder steigen und im Tagesgeschäft vor Sondereffekten zumindest eine schwarze Null übrig bleiben, wie das Unternehmen am Donnerstag in Köln mitteilte. 

Allerdings warnte die Deutz-Spitze um Vorstandschef Frank Hiller vor Lieferschwierigkeiten bei einigen Komponenten. Diese dürften den Aufschwung mindestens im ersten Halbjahr dämpfen, hieß es.

Im abgelaufenen Jahr brach der Umsatz bei Deutz wegen der Corona-Krise um fast 30 Prozent ein. Das Management leitete ein umfangreiches Umbau- und Sparprogramm samt dem Abbau von bis zu 1.000 Arbeitsplätzen ein, das zunächst teuer zu Buche schlug. Auch deshalb verbuchte Deutz 2020 unter dem Strich einen Verlust von fast 108 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch gut 52 Millionen Euro verdient. Allerdings hatten Analysten mit einem noch größeren Minus gerechnet.

Ausblick sorgt für gemischte Gefühle

Für das laufende Jahr stellte Vorstandschef Hiller zwar eine deutliche Verbesserung der Geschäftslage in Aussicht, warnte aber auch vor Problemen in der Lieferkette. So will Deutz ohne die elektrischen Bootsantriebe seiner Tochter Torqeedo mindestens 130.000 Motoren ausliefern und die Erlöse im lukrativen Servicegeschäft auf 400 Millionen Euro steigern.

Dadurch soll der Umsatz nach dem Einbruch auf 1,3 Milliarden wieder auf mindestens 1,4 Milliarden Euro steigen. Analysten waren im Schnitt schon von knapp 1,5 Milliarden ausgegangen. Selbst hier wäre das Niveau aus dem Vorkrisenjahr 2019 noch weit entfernt. Da hatte Deutz mehr als 1,8 Milliarden Euro umgesetzt.

Auch mit Blick aufs operative Ergebnis zeigt sich das Management vorsichtiger als der Durchschnitt der Branchenexperten. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) rechnet der Vorstand 2021 mindestens mit einer schwarzen Null, während Analysten bereits ein Plus von 26 Millionen Euro auf dem Zettel hatten. Im vergangenen Jahr hatte Deutz beim bereinigten Ebit ein Minus von rund 75 Millionen Euro verbucht. 

Keine Dividendenausschüttung

Wegen des Verlusts sollen die Aktionäre für 2020 aber ein weiteres Mal leer ausgehen. Im vergangenen Jahr hatte Deutz bereits die eigentlich geplante Dividende für 2019 gestrichen, um ein dickeres Finanzpolster für die Krise zu haben.

Das macht die Aktie von Deutz

An der Börse wurden die Nachrichten nach anfänglichem Auf und Ab positiv aufgenommen. Die Deutz-Aktie -2,58% legte zuletzt um 3,21 Prozent auf 5,95 Euro zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im Nebenwerte-Index SDax -0,14% .

Sechs-Monats-Chart Deutz (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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