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Devisen-Markt: Euro unter Druck – Lira fällt extrem

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Euro steht an den Finanzmärkten weiter unter Druck. Am frühen Mittwochmorgen fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,1264 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Juli 2020. Am Nachmittag dümpelt der Euro nahe der 1,13-Dollar-Marke herum. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch deutlich höher auf 1,1368 Dollar festgesetzt.

Der Euro gerät derzeit von mehreren Seiten unter Druck. Zum einen lastet auf der Gemeinschaftswährung die Geldpolitik: Während die US-Notenbank Fed ihre Ausrichtung etwas weniger locker gestaltet, gibt die EZB noch keine Signale für ein Ende der sehr expansiven Politik. Hinzu kommt die deutlich angespannte Corona-Lage in Europa. Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung trüben sich daher wieder ein.

Relativ unbeeindruckt von neuen Inflationsdaten zeigte sich das britische Pfund. Obwohl die Teuerung im Vereinigten Königreich im Oktober auf ein Zehnjahreshoch gestiegen ist, legte das Pfund nur kurzzeitig zu. Analysten halten eine geldpolitische Reaktion der Bank of England nun für wahrscheinlicher. Eine erste Zinsanhebung in der Corona-Pandemie könnte auf der nächsten Zinssitzung im Dezember erfolgten, erwartet Paul Dales, Chefökonomn für Großbritannien vom Analysehaus Capital Economics.

Unter noch deutlich stärkerem Druck steht die türkische Lira. Zu Dollar und Euro stürzt die Türkei-Währung am Nachmittag abermals auf Rekordtiefstände. Für eine Lira gibt es nur noch 0,083 Euro (siehe Chart). Oder andersherum: Für einen Euro sind zeitweise 12,08 Lira fällig. Für einen Dollar müssen mittlerweile rund 10,66 Lira gezahlt werden.


Die hohe Inflation von annähernd 20 Prozent in Verbindung mit starken Zinssenkungen der türkischen Notenbank lasten auf der Währung. Zusätzlicher Druck kam am Mittwoch von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, der sich erneut als Gegner hoher Zinsen gab. Dabei gelten Zinsanhebungen unter Ökonomen als bewährtes Mittel gegen eine ausufernde Inflation.

Am morgigen Donnerstag tagt die türkische Zentralbank und wird wohl nochmals die Leitzinsen der Türkei senken. Denn Erdoğan betonte heute: "Wir werden definitiv nicht zulassen, dass Zinsen unser Volk in die Knie zwingen." Die Wirtschaft des Landes könnte weiter unter Druck kommen. (Mit Material von dpa-AFX)

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