DAX®13.335,68+0,37%TecDAX®3.128,52+1,39%Dow Jones 3029.910,37+0,13%Nasdaq 10012.258,21+0,87%
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Diese 10 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der Verlustserie in dieser Woche zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt vor dem Wochenende zumindest eine kleine Stabilisierung ab. Kurz vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX +0,37% knapp unter Vortagsschluss bei 12.530 Punkten gesehen. Die wichtigen 200-Tage-Indikatorlinien, auf die er zuletzt zusteuerte, dürften somit verteidigt werden.

Eine positive Vorlage liefern die US-Börsen, wo sich der Leitindex Dow Jones am Vorabend wegen einem immer noch erhofften Konjunkturpaket ins Plus vorarbeiten konnte. Konjunkturell dürfte der Fokus auf Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone liegen. Ansonsten treiben den Anlegern die Coronavirus-Pandemie weiter Sorgenfalten auf die Stirn.

Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Hinweise auf eine Einigung im Streit um das Corona-Hilfspaket haben den Dow Jones Industrial +0,13% am Donnerstag noch ins Plus gehievt. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi sprach davon, dass man das Ziel fast erreicht habe.

Der Dow Jones Industrial +0,13% machte zwischenzeitliche Verluste wett und ging 0,5 Prozent höher bei 28.363 Punkten aus dem Handel. Für den marktbreiten S&P 500 +0,51% ging es um 0,5 Prozent auf 3.453 Punkte nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,87% hingegen bewegte mit minus 0,02 Prozent auf 11.662 Punkte kaum vom Fleck.

US-Wahlkampf

Nach US-Handelsschluss heimste das zweite TV-Duell zwischen Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden viel Lob ein - es gab mehr Debatte und weniger Unterbrechungen. Einen klaren Sieger gab es nicht. Für die Börsen sei die Debatte aber eher ein Non-Event gewesen, bemerkte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. "Grundsätzlich können die Börsen sowohl mit einem Präsidenten Trump als auch mit einem Präsidenten Biden leben. Das Schreckensszenario für die Börsen wäre ein unklares Ergebnis, dem dann eine wochen- oder gar monatelange Hängepartie folgt, bis der Sieger schließlich feststeht."

Handel in Fernost

Die Anleger an den Börsen Asiens haben sich zum Wochenschluss zuversichtlich gezeigt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +1,07% ging mit einem kleinen Tagesplus von 0,2 Prozent auf 23.516 Punkte ins Wochenende. Der volatile chinesische CSI 300 verlor dagegen zuletzt 0,8 Prozent auf 4.738 Punkte. In Hongkong zog der Hang Seng +0,39% im späten Handel um 0,2 Prozent auf 24.831 Zähler an. Die Märkte in Südkorea und Indien lagen ebenfalls leicht im Plus.

Konjunkturdaten

Am Vormittag stehen um 9.30 Uhr der Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich an. Um 10 Uhr folgen die Daten für die Eurozone sowie um 15.45 Uhr die Zahlen für die USA.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten in Deutschland dürften die Aktien von Daimler +0,73% nach dem Quartalsbericht des Autokonzerns das Anlegerinteresse wecken. Mit einem starken dritten Quartal im Rücken trauen sich die Stuttgarter für dieses Jahr nun wieder etwas mehr zu als bisher. Am Ende werde man zwar bei Absatz und Umsatz weiter unter dem Niveau des Vorjahres landen, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen werde nun aber in der gleichen Größenordnung ausfallen, teilte der Konzern mit. Bisher war Daimler davon ausgegangen, aufgrund der massiven Folgen der Corona-Krise überall unter dem 2019er-Wert zu bleiben. Auf der Handelsplattform Tradegate stiegen die Daimler-Aktien um 1,1 Prozent.

Beim Elektronikhändler Ceconomy -1,92% erholen sich die Geschäfte weiter kräftig vom Corona-Schock im Frühjahr. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 (30. September) zog der Erlös um 5,5 Prozent an. Auf das Gesamtjahr gesehen reicht das zwar nicht mehr für ein Plus, aber immerhin konnte der Umsatzrückgang eingedämmt werden. Zudem habe sich die Umsatzdynamik im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bisher fortgesetzt, hieß es. Die Aktien gewannen auf Tradegate 0,7 Prozent.

Der Saatguthersteller KWS Saat +1,59% hat seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert. Für das neue Geschäftsjahr bis Ende Juli 2021 rechnet der Vorstand wegen der Corona-Pandemie allerdings mit einer Stagnation. Auf Tradegate fielen die Anteilsscheine um 2,1 Prozent.

Ihre Geschäftszahlen legen heute im Tagesverlauf unter anderem auch folgende Unternehmen vor: ABB, Air Liquide, American Express, Atoss Software, Barclays, BB Biotech, Electrolux, Faurecia, LSE, Nordea, Norsk Hydro, Renault, Schindler und Signify.  

Unternehmens-News

Zahlungsdienstleister Wirecard +0,916% wird laut Reuters seine Nordamerika-Tochter los. Der Insolvenzverwalter des Zahlungsabwicklers, Michael Jaffe, hat den Zuschlag für Wirecard North America am Donnerstagabend an die von Finanzinvestoren finanzierte Holding Syncapay gegeben. Finanziert wird die Übernahme von Wirecard North America von dem auf Sanierungen spezialisierten Investor Centerbridge, der damit Mehrheitseigentümer von Syncapay wird. Dem Unternehmen aus Dallas im US-Bundesstaat Texas, an dem bisher unter anderem Bain Capital beteiligt ist, gehört bereits der Zahlungsabwickler daVinci Payments. Die Wirecard-Aktie kann am Morgen deutlich auf etwa 70 Cent zulegen.

Die Papiere von Puma -0,29% schnellten auf Tradegate um zwei Prozent auf 82,05 Euro nach oben. Zuvor hatte das Analysehaus Mainfirst die Titel des Sportartikelherstellers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 66 auf 95 Euro angehoben.

Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für HelloFresh +5,21% nach vorläufigen Quartalszahlen von 60 auf 62 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Eckdaten des Kochboxen-Versenders seien wieder einmal sehr stark ausgefallen, schrieb Analystin Alvira Rao in einer aktuellen Studie. Der Anlegerfokus richte sich aber bereits auf 2021 und 2022, wenn der Rückenwind durch die Covid-19-Pandemie nachlassen könnte. Der Experte erhöhte seine Ergebnisprognosen (EPS) für die Jahre 2020 bis 2022 und verlagerte den Bewertungshorizont um ein Jahr in die Zukunft.

Acea mit Nutzfahrzeug-Zahlen

Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa hat sich im September spürbar erholt. In der Europäischen Union (EU) legten die Zulassungen erstmals im laufenden Jahr wieder zu, wie der zuständige Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. So wurden in der Europäischen Union im September 13,3 Prozent mehr Nutzfahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. Im August hatte das Minus noch bei 18 Prozent gelegen.

Höchste Strafe gegen Goldman Sachs

Die US-Großbank Goldman Sachs +0,03% wurde beschuldigt, im Zusammenhang mit dem malaysischen Staatsfonds 1MDB, unter anderem Regierungsvertreter in Malaysia und Abu Dhabi mit Schmiergeldern von mehr als einer Milliarde Dollar bestochen zu haben. Nun akzeptiert die Bank eine Milliardenstrafe wegen ihrer Rolle in der Korruptions- und Geldwäscheaffäre. Der Finanzkonzern werde im Rahmen eines Vergleichs mit Behörden in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Singapur und anderen Ländern insgesamt 2,9 Milliarden Dollar zahlen, teilte das US-Justizministerium gestern Abend mit. Laut der zuständigen US-Staatsanwältin ist das die größte Strafe dieser Art in der US-Geschichte.

Brexit-Handelspakt-Gespräche

Nach der Rückkehr der Briten an den Verhandlungstisch ist der EU-Unterhändler Michel Barnier in London angekommen, um die intensive Phase der Gespräche über einen Handelspakt einzuläuten. Man begrüße die Tatsache, dass Barnier anerkannt habe, dass beide Seiten sich bewegen müssten, um eine Einigung zu erreichen, sagte ein britischer Regierungssprecher gestern.

Corona-Lage

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7.334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, erwartet für den Fall eines weiteren Anstiegs der Corona-Zahlen eine kritische Schwelle bei 20.000 Neuinfektionen pro Tag. "Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerät die Lage außer Kontrolle", sagte Montgomery der Rheinischen Post. "Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt." (mmr mit Material von dpa-AFX)

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