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Diese 5 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt scheint die Zuversicht der Anleger mit Blick auf ein allmähliches Abwenden der Coronavirus-Krise zu wachsen. Nach einer kräftigen Erholung des DAX um rund 5,8 Prozent am Montag zeichneten sich am Dienstagmorgen weitere Gewinne für den deutschen Leitindex ab. Vor Start des Xetra-Hauptgeschäfts wurde der DAX +1,00% bei 10.360 Punkten taxiert und damit weitere 2,8 Prozent im Plus.

Aktuell schauten die Investoren vor allem auf die Anzahl der Neuinfektionen sowie der neuen Todesopfer durch Covid-19, erklärte Analyst Stephen Innes vom Broker AxiCorp. Da komme es gut an, dass New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo für den besonders heftig vom Coronavirus getroffenen Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels sieht.

Auch in Teilen von Europa sehen Experten einen positiven Trend bei der Entwicklung. Marktexperte Andreas Büchler von Index-Radar sieht im Zuge der laufenden DAX-Erholung zunächst Spielraum bis 10.400 Punkte, im besten Fall sogar etwas mehr. Allerdings sollten Anleger das nicht mit einem neuen Aufwärtstrend verwechseln, gibt der Experte zu bedenken.

Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Corona-Krise

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat China keine neuen Todesopfer mehr gemeldet. Schon seit Wochen gab es den offiziellen Angaben zufolge täglich kaum noch neue Infektionen und nur noch wenige neue Tote in der Volksrepublik. Am Dienstag führte die Statistik der Pekinger Gesundheitskommission nun zum ersten Mal seit Januar überhaupt keinen neuen Todesfall mehr auf.

Auch in Deutschland geht die Infektionsrate zurück - wenn auch nur leicht. Das neue Coronavirus hat dabei die Ängste der Deutschen vor einer schweren Erkrankung laut einer aktuellen Umfrage bisher kaum befeuert. Im Vergleich zu 2019 stieg diese Sorge lediglich moderat um sechs Punkte von 35 auf 41 Prozent, heißt es in einer repräsentativen Sonderumfrage der R+V-Versicherung zu den Ängsten der Deutschen. Das sei in diesem Bereich der zweitniedrigste Wert seit 1992.

Der britische Premierminister Boris Johnson wird wegen seiner Covid-19-Erkrankung jetzt auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses behandelt. Sein Zustand habe sich verschlechtert. Politiker aus aller Welt wünschten ihm noch in der Nacht zum Dienstag eine schnelle Genesung. Johnson habe Außenminister Dominic Raab (46) damit beauftragt, ihn zu vertreten, wo es notwendig sei, teilte eine Regierungssprecherin mit.

In den USA sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg zuletzt auf rund 368.000, deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das geht aus Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins hervor.

Vorgaben aus den USA

Anzeichen für ein mögliches Abflachen der Corona-Pandemie haben bereits der Wall Street zu Wochenbeginn einen kräftigen Schub beschert. Die wichtigsten Aktienindizes schnellten um bis knapp acht Prozent in die Höhe. Weltweit waren Hoffnungen auf eine verlangsamte Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aufgekeimt. Leicht sinkende Wachstumszahlen bei Neuinfektionen und Todesfällen in der EU hatten bereits die europäischen Börsen beflügelt. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sieht für den besonders heftig vom neuartigen Coronavirus getroffenen Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels.

Handel in Fernost

Die Börsen Asiens haben am Dienstag zugelegt. Anleger haben mit Blick auf die Corona-Krise Zuversicht gewonnen. In Japan stieg der Nikkei 225 +1,51% zuletzt um zwei Prozent verbessert auf 18.950 Punkten. In China stieg der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen zuletzt um knapp zwei Prozent und der Hang Seng in Hong Kong legte um 0,3 Prozent zu.

Konjunkturdaten

Am Morgen kamen bereits Daten aus Japan. Die Konsumenten dort haben im Februar zwar weniger ausgegeben als vor einem Jahr. Allerdings brach der Konsum nicht so sehr ein wie befürchtet. Der Rückgang der Ausgaben betrug 0,3 Prozent, wie Daten der Regierung am Dienstag zeigten. Analysten hatten ein Minus von 3,9 Prozent erwartet.

Die deutsche Industrie hat sich im Februar vor der Corona-Krise überraschend stark gezeigt und ihre Erholung fortgesetzt. Die gesamte Produktion im verarbeitenden Gewerbe habe im Monatsvergleich um 0,3 Prozent zugelegt, teilte das Statistischen Bundesamt am Morgen mit. Das war der zweite Anstieg in Folge. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten für Februar einen Rückgang um 0,8 Prozent im Monatsvergleich erwartet.

Die Aussichten sind jedoch düster. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts dürfte die deutsche Industrie wegen der Corona-Krise in den kommenden drei Monaten einen massiven Rückgang der Produktion erleiden. Wie das Forschungsinstitut mitteilte, sackte der Index der Produktionserwartungen im März um 22,8 Punkte auf minus 20,8 Punkte ab. Dies sei der schärfste Einbruch seit Beginn der Umfrage im Jahr 1991.

Unternehmens-News

Aktien der Lufthansa +7,04% stiegen im vorbörslichen Handel auf Tradegate um gut drei Prozent. Hier kursieren weiter Spekulationen um Kapitalmaßnahmen, Staatshilfen und ein mögliches Aus für die Tochter Germanwings.

Wegen der Virus-Pandemie strich zudem mit Hugo Boss +6,83% ein weiteres Unternehmen die Dividende für 2019. Anleger zeigten sich zunächst ungerührt, die Aktie legte vorbörslich um zwei Prozent zu.

Eine Kaufempfehlung der Bank UBS dürfte den Kurs der SAP-Aktie -0,22% weiter nach oben treiben. Vorbörslich legte er um rund drei Prozent zu. Die Walldorfer verfügten in der Corona-Krise über einen deutlich höheren Anteil wiederkehrender Umsätze als noch vor Jahren, lautete die Begründung. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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