DAX®15.123,87+0,75%TecDAX®3.355,16+0,33%Dow Jones 3034.297,73-0,19%Nasdaq 10014.149,12-2,48%
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Diese 5 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich der volatile Handel der vergangenen Tage auch am Donnerstag fortsetzen. Dem DAX +0,75% droht nach seiner deutlichen Vortageserholung am Donnerstag wieder ein Dämpfer. Als Reaktion auf die im Späthandel abgerutschten US-Börsen signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex am Donnerstagmorgen zeitweise ein Minus von 0,7 Prozent auf 15.358 Punkte. Er bewegt sich damit weiter in der Kursspanne der vergangenen Tage zwischen 15.000 und 15.500 Punkten. Der EuroStoxx 50 +0,59% als Leitindex der Eurozone wird zum Start 0,9 Prozent schwächer gesehen.

Experten sehen die Schwankungen weiter als Ausdruck der Nervosität der Anleger. Die Coronavirus-Variante Omikron hat die Märkte im Griff. Nachrichten dazu bewegen die Kurse mitunter deutlich.

In den USA wurde inzwischen der erste Omikron-Fall nachgewiesen, worauf die New Yorker Börsen am Vorabend mit deutlichen Abschlägen reagiert hatten. Einige Marktteilnehmer zeigten sich über diese Reaktion überrascht, da eine rasche Verbreitung von Omikron in vielen Ländern nicht wirklich erstaunen sollte. Am Morgen deuteten die US-Futures bereits wieder eine Erholung an. Laut den Experten der Credit Suisse bleibt die Volatilität an den Börsen aber ungebrochen hoch, solange keine weiteren Fakten zur neuen Variante bekannt sind. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Der erste Fall einer Omikron-Infektion in den USA hat am Mittwoch einen Erholungsversuch der angeschlagenen US-Börsen rasch beendet. Nach zunächst deutlichen Erholungsgewinnen drehten die wichtigsten Indizes im späteren Verlauf in die Verlustzone. Besonders steil abwärts ging es in den letzten Handelsminuten. Erste Fälle der neuen Corona-Variante gibt es inzwischen auch in Großbritannien, der Schweiz, Norwegen und Brasilien. Der Dow Jones Industrial -0,19% büßte 1,3 Prozent auf 34.022 Punkte ein. Er schloss damit auf dem tiefsten Stand Anfang Oktober und sackte auch unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie, die den längerfristigen Trend signalisiert.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 büßte 0,7 Prozent ein. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland umfasst, gewann zuletzt rund 0,4 Prozent und der Hang-Seng-Index -1,80% in der Sonderverwaltungszone Hongkong legte mit 0,3 Prozent ebenfalls leicht zu. Die Omikron-Variante bleibt für die Märkte der entscheidende Belastungsfaktor.

3. Ölpreise klettern leicht

Die Ölpreise sind am Donnerstag vor neuen Beschlüssen des Ölverbunds Opec+ gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Februar 69,77 US-Dollar. Das waren 90 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Januar stieg um 87 Cent auf 66,44 Dollar.

Nachdem das Auftauchen einer als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus die Ölpreise in den vergangenen Handelstagen mehrfach stark belastet hatte, rückt ein Treffen des Ölverbunds Opec+ in den Mittelpunkt des Interesses am Ölmarkt. Im Verlauf des Tages werden Beschlüsse zur weiteren Förderpolitik des Ölverbunds erwartet, in dem sich die Mitgliedsstaaten der Opec und andere wichtige Ölstaaten darunter Russland zusammengeschlossen haben.

4. Konjunkturdaten 

Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der europäischen Arbeitsmärkte. So werden die Arbeitslosenzahlen in Belgien und Spanien vorgelegt, Italien präsentiert zudem seine Arbeitslosenquote im vergangenen Monat. In den USA werden am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe präsentiert. 

5. Unternehmensnews 

Im Zuge der in drei Wochen anstehenden Veränderungen in den großen europäischen Indizes müssen drei deutsche Unternehmen den breit gefassten Stoxx Europe 600 +0,71% verlassen. Das Software-Unternehmen Teamviewer -3,30%, die Immobiliengesellschaft Grand City Properties +0,16% sowie der Online-Händler für Haustiefbedarf Zooplus +0,04%. Sie werden von Montag, 20. Dezember an, nicht mehr in dem Index notiert sein, wie der zur Deutschen Börse gehörende Index-Anbieter Qontigo am Vorabend mitteilte.

Der Abstieg von Teamviewer folgt auf den starken Kursverfall der vergangenen Monate, nachdem das Unternehmen seine hochgesteckten Wachstumsambitionen deutlich zusammengestutzt hatte. Am Donnerstag sank der Kurs vorbörslich auf Tradegate um 0,6 Prozent zum Xetra-Schluss.

Aktienumstufungen, die bewegen könnten, betreffen Continental -0,46%, Dürr -0,16% und Krones +1,11%. Bei Continental votiert die britische Investmentbank Barclays nun mit "Underweight". Analyst Erwann Dagorne setzt nach der allmählich endenden Halbleiterverknappung vor allem auf reine Autoteile-Lieferanten. Bei den Papieren des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers Krones und dem Anlagenbauer Dürr rät die Deutsche Bank nun zum Kauf. Conti notierten vorbörslich auf Tradegate 1,8 Prozent tiefer zum Xetra-Schluss, Krones verteuerten sich um 1,3 Prozent, Dürr gewannen 3,3 Prozent.

Der Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp +0,87% will den Schwung aus dem aktuellen Geschäft in den kommenden Jahren zu weiteren Verbesserungen nutzen. Mittelfristig will der Konzern vor Zinsen und Steuern eine um Sondereffekte bereinigte Ergebnismarge von vier bis sechs Prozent erzielen. Der freie Mittelzufluss vor Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen soll mittelfristig wieder "signifikant positiv" ausfallen. Die Rückkehr zu verlässlichen Dividendenzahlungen sei "klar als Ziel definiert", hieß es vom Unternehmen anlässlich einer Investorenveranstaltung. Auf Tradegate gaben Thyssenkrupp zum Xetra-Schluss moderat nach. (Mit Material von dpa-AFX)

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