DAX ®12.608,46+2,84%TecDAX ®2.999,65+1,25%Dow Jones25.827,36+0,36%NASDAQ 10010.341,89+0,61%
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Diese 5 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich nach dem Aufschwung der vergangenen Tage am Donnerstag-Morgen ein leichterer Start ab. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX +2,84% vom Broker IG rund ein Prozent niedriger taxiert bei 11.670 Punkten. Tags zuvor hatte der Leitindex bei 11.813 Punkten den höchsten Stand seit Anfang März erreicht. Seit dem Tief hatte sich der DAX damit um bis zu 8,7 Prozent seit dem Tief vom Freitag. Es dürfte also auf jeden Fall eine positive Wochenbilanz sein.

Die Hongkong-Krise beeinflusst allmählich auch den deutschen Aktienmarkt stärker und dürfte am Freitag für Unsicherheit sorgen. Angesichts der jüngsten Kursrally zeichnen sich daher vor dem verlängerten Pfingstwochenende Gewinnmitnahmen ab. An der Wall Street wurden zwischenzeitliche Gewinne im späten Handel bereits ausradiert. Die Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise rücken in den Hintergrund.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Vorgaben aus den USA

Dem US-Aktienmarkt ist am Donnerstag in den letzten beiden Handelsstunden die Luft ausgegangen. Die Kurse bröckelten peu a peu ab, der Leitindex Dow Jones Industrial +0,36% verlor am Ende 0,6 Prozent auf 25.400 Punkte.

US-Präsident Donald Trump will sich am Freitag zum Konflikt mit China äußern. "Wir werden bestimmte Entscheidungen treffen und sie morgen diskutieren", sagte er, ohne jedoch Details zu nennen. "Wir sind nicht glücklich mit China", beklagte Trump. Das könnte den sich immer mehr zuspitzenden internationalen Streit um das Hongkong-Gesetz Chinas an den Börsen wieder stärker in den Vordergrund rücken.

Der marktbreite S&P 500 +0,48% gab um 0,2 Prozent auf 3.029 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,61% sank um 0,3 Prozent auf 9.416 Punkte.

Handel in Fernost

In Asien sind die Aktienmärkte am Freitag wegen des Hongkong-Konflikts größtenteils unter Druck. In Japan schloss der Leitindex Nikkei-225 +0,49% die Woche mit einem Tagesminus von 0,2 Prozent bei 21.877 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen gab ebenfalls leicht nach. Der Hang Seng +2,72% büßte rund ein halbes Prozent ein.

Euro steigt

Auffällig ist am Morgen eine Bewegung am Devisenmarkt. Der Euro -0,1222% hat am Freitag weiter zugelegt und ist auf den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten gestiegen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,111 US-Dollar und damit so viel wie seit Ende März nicht mehr. Der Dollar stand dagegen zu vielen Währungen unter Druck.

Konjunkturdaten

Die Industrieproduktion in Japan ist im April im Zuge der Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gesunken. Wie die Regierung am Freitag auf vorläufiger Basis bekanntgab, fiel die Produktion im Vergleich zum Vormonat um 9,1 Prozent. Damit schrumpft der Ausstoß der Nummer drei der Weltwirtschaft im nunmehr dritten Monat in Folge. Die bereits vor der Corona-Krise geschwächte Wirtschaft steckt inzwischen so wie Deutschland in einer Rezession.

Die Preise von nach Deutschland eingeführten Gütern sind im April vor allem wegen fallender Energiepreise stark zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt am Morgen mitteilte, lagen die Importpreise 7,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Das ist der stärkste Rückgang seit Oktober 2009. Im Monatsvergleich fielen die Einfuhrpreise um 1,8 Prozent. Großen Einfluss auf den Preisrückgang hatten erneut die Energiepreise. Im Jahresvergleich gingen sie um 54,6 Prozent zurück.

Der Verbraucherpreisindex für die Eurozone wird um 11 Uhr bekannt gegeben. Zahlen zu den US-Lagerbeständen im Großhandel, den privaten Einkommen und Ausgaben sowie der PCE-Preisindex laufen um 14.30 Uhr über die Nachrichtenkanäle. Der PCE gilt als das von der Fed favorisierte Maß für den Preisdruck. Wichtig werden zudem der Chicago Einkaufsmanagerindex um 15.45Uhr sowie das Uni Michigan Verbrauchervertrauen um 16 Uhr.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten hierzulande verlieren vorbörslich die Aktien von Lufthansa +1,11% mehr als drei Prozent. Laut einem Analysten der Commerzbank hat die Lufthansa "Flug zum MDAX gebucht". Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die EU-Kommission unterdessen aufgefordert, bei dem staatlichen Rettungspaket für die Fluggesellschaft auf die geplanten Auflagen zu verzichten.

Vorbörslich unter Druck stehen im DAX auch die Anteile von E.on +2,51%.

Die Anteile des Modekonzerns Hugo Boss +1,06% geben auf Tradegate nach einer Abstufung durch Jefferies um 4,6 Prozent zum Xetra-Schluss nach.

Eine Aktienplatzierung und eine Abstufung ebenfalls durch Jefferies belastete die Titel des Wind- und Solarpark-Betreibers Encavis +1,87%. Sie rutschten auf Tradegate um 0,5 Prozent zum Xetra-Schluss ab.

Im SDAX +1,60% ist ab diesem Freitag MLP -2,03% wieder vertreten. Die Papiere des Finanzdienstleisters ersetzen die Aktien von Sixt Leasing +2,54%, die mit einer Zugehörigkeit von vier Wochen nur ein kurzes Gastspiel in dem Nebenwerte-Index hatten.

Die Aktien von Scout24 +2,43%, LEG Immobilien +0,92%, Nemetschek +4,67% und TeamViewer +3,84% sollten heute im Auge behalten werden. Ein Marktteilnehmer erinnerte daran, dass die Papiere der Unternehmen nach Handelsende in den Länderindex MSCI Germany aufgenommen werden. Spätestens in der Schlussauktion sei daher mit hohem Handelsvolumen durch am Index orientierte Fonds zu rechnen, hieß es. TeamViewer hält heute zudem online seine Hauptversammlung ab. (mmr mit Material von dpa-AFX)


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