DAX ®12.674,88+0,66%TecDAX ®3.057,16+1,97%Dow Jones27.433,48+0,17%NASDAQ 10011.139,39-1,13%
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Diese 5 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine Steilvorlage der Tech-Giganten in den USA wird der deutsche Aktienmarkt am letzten Handelstag der Woche zunächst wohl nicht in große Kursgewinne ummünzen können. Trotz der deutlichen Aufschläge bei Amazon +0,30% und Apple +0,73% im nachbörslichen Aktiengeschäft nach den Quartalsberichten dürfte sich der DAX +0,66% anfangs nur wenig verbessert zeigen: Vor dem Xetra-Start wurde der Leitindex leicht über dem gestrigen Xetra-Schlusstands bei nun 12.410 Punkten gesehen.

Damit bleibt auch die Durchschnittslinie der vergangenen 200 Handelstage, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt und derzeit bei 12.208 DAX-Punkten verläuft, in Reichweite. Die hohen Kursverluste großer europäischer Unternehmen vom Vortag nach deren Quartalsberichten könnten noch nachwirken. "Ein schreckliches, nirgendwo gutes Quartal", resümierte der Londoner Broker Liberum am Morgen mit Blick zurück. An diesem Freitag stehen wieder etliche europäische Großkonzerne mit Zahlen auf der Agenda. Bei den deutschen Unternehmen ebbt die Zahlenflut hingegen erst einmal ein wenig ab.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Eine historisch beispiellose Schwäche der US-Wirtschaft hat am Donnerstag die Kurse an der Wall Street belastet. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +0,17% fiel um 0,9 Prozent auf 26.313 Punkte. Damit erholte sich das Börsenbarometer aber von zuvor höheren Einbußen: Im Tagestief hatte er mehr als zwei Prozent eingebüßt.

Wegen der Corona-Krise erlebte die Konjunktur in den USA in den Monaten April bis Juni den stärksten Einbruch seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1947. Um fast ein Drittel sackte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal ab im Vergleich zum zweiten Quartal 2019. Für den marktbreiten S&P 500 +0,07% ging es um 0,4 Prozent auf 3.246 Zähler abwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 -1,13% hingegen drehte im Handelsverlauf wieder ins Plus und rückte um 0,5 Prozent auf 10.715 Zähler vor.

Handel in Fernost

Die Anleger an den Börsen Asiens sind am Freitag angesichts zuletzt wieder stärker in den Fokus gerückter Konjunktursorgen vorsichtig gewesen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,09% ging 2,8 Prozent tiefer ins Wochenende bei 21.710 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen legte im späten Handel dagegen um 0,5 Prozent auf 4.679 Zähler zu. In Hongkong ging es mit dem Hang Seng -1,66% zuletzt um 0,1 Prozent auf 24.740 Punkte nach oben.

Konjunkturdaten

Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist besser als erwartet. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Juli von 50,9 im Vormonat auf 51,1 Punkte, wie das Statistikamt am Freitag in Peking berichtete. Das wichtige Konjunkturbarometer lag damit leicht über den Vorhersagen von Experten und deutet auf eine weitere Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft nach der Corona-Krise hin.

In Japan hat sich die Industrieproduktion im Juni etwas stärker vom Einbruch in der Corona-Krise erholt als erwartet. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 2,7 Prozent gestiegen, teilte das japanische Wirtschaftsministerium mit. Analysten hatten nur mit einem Zuwachs der Fertigung um einen Prozent gerechnet.

Der deutsche Einzelhandel hat im Juni nicht an die starke Erholung nach dem Corona-Rückschlag anknüpfen können. Im Vergleich zum Vormonat seien die Umsätze real (preisbereinigt) um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Im Mai hatte es noch eine Erholung gegeben, nachdem die Umsätze in den Monaten März und April wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gesunken waren.

Die BIP-Daten für die Eurozone sowie die Verbraucherpreise sind dann für 11 Uhr angesetzt. Weiter geht es um 14.30 Uhr mit den privaten Einkommen und Ausgaben und dem PCE-Preisindex. Der Einkaufsmanagerindex Chicago wird um 15.45 Uhr erwartet, das Uni-Michigan Verbrauchervertrauen beschließt um 16 Uhr eine ereignisreiche Woche.

Quartalszahlen

Auch an diesem Freitag stehen wieder etliche europäische Großkonzerne mit Zahlen auf der Agenda. Bei den deutschen Unternehmen ebbt die Zahlenflut hingegen erst einmal ein wenig ab: Aus dem MDAX +1,27% öffnen die Bücher Gea Group +0,42%, Nemetschek +2,79% und ProSiebenSat.1 +0,48%.

Gea legten vorbörslich auf Tradegate um 2,8 Prozent zum Xetra-Schluss zu. Der im Umbau steckende Maschinen- und Anlagenbauer kommt dank bereits zuvor eingeleiteter Sparmaßnahmen weiter relativ gut durch die Corona-Krise und erhöhte nun seine Prognose. Händler halten aber nach dem guten Lauf der Papiere nun auch Gewinnmitnahmen für möglich.

Nemetschek übertraf laut Börsianern im zweiten Quartal die Erwartungen. Für die Papiere des Bausoftware-Anbieters ging es vorbörslich auf Tradegate um 1,3 Prozent hoch.

Im Tagesverlauf legen unter anderem noch folgende Unternehmen ihre Quartalszahlen vor: Air France-KLM, BNP Paribas, Caterpillar, Chevron, Exxon Mobil, IAG, Nokia, RIB Software, Royal Bank of Scotland, Swiss Re, Traton und Under Armour.

Unternehmens-News

Die milliardenschwere Fusion des TGV-Herstellers Alstom +1,37% und der Zugsparte des kriselnden kanadischen Konzerns Bombardier +0,364% erhält grünes Licht von der EU-Kommission. Das erfuhr das Handelsblatt aus diplomatischen Kreisen in Brüssel. Mit der Übernahme entsteht die Nummer zwei auf dem Weltmarkt.

Zwar habe die Kommission auch dieses Mal wieder wettbewerbsrechtliche Bedenken geltend gemacht – ebenso bei dem am Ende untersagten Zusammenschluss der Zugsparten von Siemens +1,22% und Alstom. Anders als damals seien die Unternehmen dieses Mal aber auf die Bedenken der Kommission eingegangen, schreibt die Zeitung. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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