DAX®15.441,19-0,85%TecDAX®3.766,90-2,03%S&P 500 I4.415,70-0,63%Nasdaq 10015.204,82-0,81%
finanztreff.de

Diese 5 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach einem unter dem Strich wenig bewegten Vortag dürfte es heute nun freundlich weitergehen. Etwa eine halbe Stunde vor Xetra-Start wurde der deutsche Leitindex DAX -0,85% etwa 0,3 Prozent höher gesehen bei 15.620 Punkten. Die letztlich starken New Yorker Börsen geben ihm ebenso etwas Rückenwind wie die tendenziell positiven Vorgaben aus Asien.

Folgende Themen können heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Gute Unternehmenszahlen haben am Dienstag die Sorgen der US-Aktienanleger vor der Ausbreitung der Coronavirus-Variante Delta zurückgedrängt. Auch sinkende Ölpreise hinterließen keine negativen Spuren im Markt. So legten die New Yorker Indizes nach verhaltenem Start zu und gingen fast auf ihren Tageshochs aus dem Handel. Der Leitindex Dow Jones Industrial +0,21% eroberte dabei die runde Marke von 35 000 Punkten zurück und gewann 0,80 Prozent auf 35.116 Punkte. Somit ist sein am Vortag im frühen Handel erreichtes Rekordhoch wieder in Reichweite. Der marktbreite S&P 500 -0,63% rückte am Dienstag um 0,8 Prozent auf 4.423 Punkte vor. Der technologielastige Nasdaq 100 -0,81% gewann 0,65 Prozent auf 15.061 Zähler.

Handel in Fernost

Die Börsen Chinas haben sich am Mittwoch ein Stück weit von ihren jüngsten Verlusten erholt. In den vergangenen Tagen und Wochen hatten Sorgen um staatliche Eingriffe in die Privatwirtschaft sowie vermehrte Corona-Fälle mit Lockdowns für viele Menschen für einen holprigen Ritt an Chinas Aktienmärkten gesorgt. Erst am Vortag hatte die Regierung gegen Videospiel-Unternehmen ausgeteilt und Online-Spiele als spirituelles Opium bezeichnet. Viele Internetaktien hatten darunter gelitten.

Zur Wochenmitte besannen sich die Anleger nun auf Aktien von Sportwaren-Herstellern, die deutlich zulegten. Zuvor hatte die Regierung angekündigt, Parks, Sporthallen und Stadien umfassend zu renovieren und die Sportindustrie in den kommenden Jahren deutlich zu vergrößern. Der Hang Seng in Honkong +1,33% stieg zuletzt um rund 1,4 Prozent und der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, gewann 0,5 Prozent. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,97% fiel hingegen um rund 0,3 Prozent.

Konjunkturdaten

In China hat sich die Stimmung im Bereich Dienstleistungen in der Privatwirtschaft im Juli unerwartet stark aufgehellt. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Indexwert für die Stimmung der Einkaufsmanager in dem Sektor stieg auf 54,9 Punkte, nach 50,3 Zählern im Juni, wie das Magazin am Mittwoch mitteilte. Analysten wurden von der Stärke der Stimmungsaufhellung überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen leichten Zuwachs auf 50,5 Punkte erwartet.

Im Tagesverlauf werden die Einkaufsmanager-Indizes für den Dienstleistungssektor aus Europa und den USA, wo auch der ADP-Bericht als Vorbote für den Arbeitsmarktbericht am Freitag ansteht.

Quartalszahlen

Hierzulande rücken weitere Unternehmenszahlen ins Blickfeld. Hierzulande müssen unter anderem Zahlen der Commerzbank +1,26%, von Siemens Energy -1,66% oder Hugo Boss -1,11% verarbeitet werden. Im Tagesverlauf folgen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aus Europa und den USA, wo auch der ADP-Bericht als Vorbote für den Arbeitsmarktbericht am Freitag ansteht.

Die Probleme bei der Windanlagen-Tochter Siemens Gamesa -3,75% gaben dem Energietechnikkonzern Siemens Energy (ENR) -1,66% im dritten Geschäftsquartal einen erheblichen Dämpfer. So rutschte das Unternehmen wieder in die Verlustzone. Zudem nannte Siemens Energy ein pessimistischeres Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2020/21. Der verdüsterte Ausblick habe nicht überrascht, sei aber definitiv nicht positiv, kommentierte ein Händler in einer ersten Reaktion. Siemens Gamesa bleibe ein Schwachpunkt, anstatt der Wachstumstreiber bei ENR zu sein. Auf der Handelsplattform Tradegate fielen die ENR-Papiere um 1,7 Prozent.

Die Commerzbank +1,26% rutschte im zweiten Quartal 2021 wegen des teuren Konzernumbaus in die roten Zahlen. 527 Millionen Euro Verlust standen unter dem Strich in den Büchern. Ein Jahr zuvor hatte die Bank im Zeitraum April bis einschließlich Juni noch 183 Millionen Euro verdient. Die Commerzbank erklärte den Quartalsverlust unter anderem damit, dass Aufwendungen in Höhe von 511 Millionen Euro für den seit Jahresbeginn laufenden Konzernumbau gebucht wurden. Auf den ersten Blick seien die kennziffern schlechter als jene der Deutschen Bank, sagte ein Händler am Morgen. Die Aktien stiegen auf Tradegate um 0,2 Prozent.

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall +0,41% erzielte im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis. Das operative Ergebnis habe sich auf 191 Millionen Euro nahezu verdoppelt, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss überraschend mit. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 9 Prozent. An seinem Jahresausblick ändert der Konzern trotz der positiven Entwicklung nichts. Die Rheinmetall-Titel stagnierten auf Tradegate.

Die anhaltende Erholung der Automärkte und gute Geschäfte im Wassermanagement treiben den Verbindungstechnik-Spezialist Norma ±0,00% weiter an. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal aus eigener Kraft um 53 Prozent. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) betrug 36,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 24,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Norma-Anteilsscheine gewannen auf Tradegate 0,2 Prozent.

Corona-Lage

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit nunmehr rund vier Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Morgen lag sie bei 18,5 - am Vortag hatte der Wert 17,9 betragen, am Mittwoch der Vorwoche 15,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.571 Corona-Neuinfektionen.

Das Coronavirus verbreitet sich in den USA nach Ansicht von Präsident Joe Biden "wie ein Lauffeuer unter den Ungeimpften". Dies sei "herzzerreißend" - vor allem, weil Covid-19 inzwischen dank der Impfungen eine "vermeidbare" Erkrankung sei, sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus. In den Bundesstaaten mit geringerer Impfquote sei die Rate der Infektionen "zehn bis zwanzig Mal so hoch" wie in den Staaten mit der höchsten Impfquote. (Mit Material von dpa-AFX)


Schlagworte:
, , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Corona-Schnelltests müssen ab 11. Oktober meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Finden Sie diese Regelung gut?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen