DAX ®12.952,17+0,04%TecDAX ®3.060,35-0,68%S&P 5003.360,82+0,78%NASDAQ10.979,34+0,94%
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Diese 5 Themen sind am Montag für Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt dürfte es getrieben von positiven US-Vorgaben und der Spekulation auf eine wirtschaftliche Erholung zum Wochenauftakt zunächst weiter nach oben gehen. Zudem haben die ersten Eckdaten von Unternehmen die Hoffnung genährt, dass sich die Corona-Krise nicht so stark auf die Ergebnisse der Unternehmen auswirkt wie zunächst befürchtet.

Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX +0,04% bei 12.835 Punkten gesehen und damit 1,6 Prozent höher als am Freitagschluss. Das Nach-Corona-Crash-Hoch von 12.913 Punkten Anfang Juni bleibt als Ziel im Fokus. Laut Analyst David Iusow vom Broker DailyFX sehen die Anleger und Investoren derzeit die Erwartung wieder optimistischer, dass die anlaufende Berichtssaison besser als erwartet ausfallen wird. Die Börsen übergehen damit die sich wieder verschärfende Corona-Lage in den USA, auch wegen zuletzt wieder ermutigender stimmenden Konjunkturdaten.

Am Montag stehen keine wichtigen Konjunkturdaten an, die den Investoren neue Impulse geben könnten. So sind die Märkte weiter hin- und hergerissen zwischen der sich weiter verschärfenden Corona-Lage in den USA und zuletzt wieder ermutigerenden Konjunkturdaten (siehe auch Wochenausblick).

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Ungeachtet neuer Rekordzahlen von Corona-Neuinfektionen haben die US-Börsen am Freitag nach einem verhaltenen Start zugelegt. Das wichtigste US-Börsenbarometer Dow Jones Industrial -0,38% eroberte die Marke von 26.000 Punkten zurück. Die technologielastigen Nasdaq-Börsen erklommen im späteren Handel sogar wieder Höchststände. Laut Marktbeobachtern gibt das Medikament Remdesivir Hoffnung. Dem Hersteller Gilead zufolge kann durch Remdesivir das Sterberisiko im Fall eines schweren Covid-19-Krankheitsverlaufs deutlich gemindert werden.

Handel in Fernost

Die positiven Vorgaben aus den USA haben die wichtigsten Börsen Asiens angetrieben. Laut Marktbeobachtern gibt das Medikament Remdesivir in der Viruskrise Hoffnung. Dem Hersteller Gilead zufolge kann durch Remdesivir das Sterberisiko im Fall eines schweren Covid-19-Krankheitsverlaufs deutlich gemindert werden.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 +1,65% schloss zum Wochenauftakt 2,2 Prozent höher bei 22.784 Punkten. Gefragt waren vor allem Aktien von Immobilienunternehmen und Anbietern von Kommunikations-Dienstleistungen.

An den chinesischen Festlandsbörsen zog der CSI 300 im späten Handel um 2,1 Prozent an. In Hongkong legte der Leitindex Hang Seng +1,36% zuletzt um ein Prozent zu

Rohöl-Förderkürzung?

Die globale Ölproduktion könnte einem Pressebericht zufolge schon bald wieder ausgeweitet werden. Eine Allianz von Produzenten unter der Führung des weltweit größten Exporteurs Saudi-Arabien dränge die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) und deren Verbündete zu einer Ausweitung ab August, berichtete das Wall Street Journal am Wochenende unter Berufung auf Offizielle der Gruppe. Wichtige Mitglieder wollten am Mittwoch über die derzeitige und zukünftige Ölproduktion diskutieren. Die Ölpreise sind am Morgen rückläufig.

Unternehmens-News

Erste Eckdaten von Unternehmen nähren derzeit die Hoffnung, dass sich die Corona-Krise nicht so stark auf die Ergebnisse der Unternehmen auswirkt wie zunächst befürchtet. In den vergangenen Tagen hatten hierzulande bereits Konzerne wie BASF +0,77%, Covestro +1,37%, die Deutsche Post +0,40% oder SAP -0,92% mit ihren Eckdaten positiv überrascht.

Am Wochenende reihte sich der Spezialchemie-Konzern Evonik +0,28% in diese Riege ein, vorbörslich ging es hier für die Papiere um zwei Prozent hoch. Unternehmenschef Christian Kullmann hat in der Rheinischen Post ein starkes Signal dafür gegeben, dass die Viruskrise den Spezialchemiekonzern in den vergangenen Monaten nicht so hart getroffen hat wie befürchtet. Dank des Geschäfts mit Zusatzstoffen für Tierfutter oder Hygieneartikel sei das zweite Quartal besser gelaufen, als noch im Mai angekündigt.

Ein weiterer vorbörslicher Gewinner waren die mehr als drei Prozent höheren Papiere von Zalando +0,15%, die infolge eines positiven Analystenkommentars mit einem weiteren Rekordhoch liebäugeln. Die Deutsche Bank hat die Aktien des Online-Händlers bei einem auf 84 Euro verdoppelten Kursziel zum Kauf empfohlen. Die Plattformstrategie nehme Fahrt auf, schrieb Expertin Nizla Naizer nach einem Analystenwechsel. Den Partner-Programmen werde aktuell noch deutlich zu wenig Wert beigemessen.

Die Corona-Pandemie belastet den Flughafenbetreiber Fraport +0,86% trotz der Lockerungen bei den Reisebestimmungen weiter stark. Zumindest besserte sich die Lage im Juni aber im Vergleich zu den beiden Vormonaten weiter etwas. So ging die Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt, dem größten Airport Deutschlands, im Juni im Vergleich zum Vorjahr zwar immer noch um knapp 91 Prozent auf 599.314 zurück, wie der im MDAX -0,23% notierte Flughafenbetreiber mitteilte. Im April und Mai war die Passagierzahl allerdings noch um fast 97 Prozent beziehungsweise 96 Prozent gefallen.

Merkel trifft Italiens Premier Conte

Im Streit über den EU-Fonds für den Wiederaufbau in der Corona-Krise werden fieberhaft Kompromisse ausgelotet. Wenige Tage vor dem am Freitag beginnenden EU-Gipfeltreffen dazu empfängt Kanzlerin Angela Merkel heute ab 16 Uhr den italienischen Premier Giuseppe Conte. Das Treffen findet in Meseberg nördlich von Berlin im Gästehaus der Bundesregierung statt. Im Anschluss (17.30 Uhr) wollen Merkel und Conte die Presse unterrichten. In Den Haag will der niederländische Premier Mark Rutte an diesem Montag mit seinen Amtskollegen aus Spanien und Portugal, Pedro Sánchez und António Costa, sprechen. Sánchez wird am Dienstag auch bei Merkel im Kanzleramt in Berlin erwartet. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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