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Diese 6 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem guten Wochenauftakt scheint sich die Erholung am deutschen Aktienmarkt am Dienstag noch fortzusetzen. Kurz vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX +1,00% bei 9.950 Punkten taxiert und damit etwa 1,4 Prozent über dem Schlusskurs am Montag. Zum Monatsultimo deutet sich dennoch ein März-Verlust von mehr als 23 Prozent an.

Anleger scheinen nach den Kursgewinnen vom Montag die Sorgen über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie beiseite zu schieben. Die Kursgewinne im späten US-Handel am Vorabend machen Hoffnung. In den USA hatten sich die meisten Aktien kräftig erholt und nur knapp unter dem Tageshoch den Handel beendet. -

Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse haben.

Corona-Krise

Europas Wirtschaft steht nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr eine schwere Rezession bevor. Das sei angesichts der weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens inzwischen eine Gewissheit, schrieb der Direktor der IWF-Europa-Abteilung, Poul Thomsen, in einem Blogbeitrag. Für jeden Monat, in dem zahlreiche Branchen in den großen europäischen Volkswirtschaften weiterhin quasi stillstünden, würde die jährliche Wirtschaftsleistung um etwa drei Prozent niedriger ausfallen, schrieb er. Gestern hatten auch die "Wirtschaftsweisen" eine tiefgehende Rezession für Deutschland prognostiziert.

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Er ließ offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Vorgaben aus den USA

Die Hoffnung auf medizinische Fortschritte in der Erkennung und Bekämpfung des neuartigen Coronavirus hat am Montag den US-Börsen zur fortgesetzten Erholung verholfen. Nach einem anfangs richtungslosen Verlauf eroberte der Dow Jones Industrial +2,81% zunächst die Marke von 22.000 Punkten zurück und legte bis Handelsschluss um 3,2 Prozent auf 22.327,48 Zähler zu. Damit schloss der US-Leitindex knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch.

Handel in Fernost

An den großen Börsen Asiens waren die Vorzeichen am Dienstag uneinheitlich: Während der Nikkei-Index in Japan zuletzt um ein Prozent auf 18.886 Punkte nachgab, legten der Hang Seng in Hong Kong und der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen zuletzt um bis zu rund ein Prozent zu.

Konjunkturdaten

Die Stimmung in Chinas Industrie hat sich nach einem Rekordeinbruch wegen des Coronavirus wieder aufgehellt. Wie das Pekinger Statistikamt am Dienstag mitteilte, machte der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) des herstellenden Gewerbes im März einen Sprung von 35,7 auf 52 Punkte. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem Anstieg auf knapp 45 Punkte gerechnet.

Die Preise von nach Deutschland importierten Gütern sind im Februar erneut gefallen. Die Einfuhrpreise seien im Jahresvergleich um 2,0 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt mit. Analysten hatten einen Rückgang erwartet, aber nur um 1,5 Prozent. Im Januar lagen die Erzeugerpreise 0,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Wie sich die Verbraucherpreise in der Eurozone verändert haben, erfahren Anleger um 11 Uhr. Um 15 Uhr folgt in den USA der Case-Shiller-Hauspreisindex sowie um 15.45 Uhr der viel beachtete Einkaufsmanagerindex Chicago. Das Conference Board Verbrauchervertrauen wird um 16 Uhr veröffentlicht. Am Nachmittag meldet die Opec noch neue Daten zur Ölproduktion.

Arbeitsmarktdaten aus Deutschland

Gegen 9.55 Uhr kommen Arbeitsmarktdaten aus Deutschland. Der massive Ansturm auf Kurzarbeit als eine der Auswirkungen der Corona-Krise wird die Vorlage der März-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) überlagern. BA-Vorstandschef Detlef Scheele wird heute gemeinsam mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor die Presse treten. Erwartet werden dabei auch Aussagen zum Ansturm auf Kurzarbeit. Die März-Zahlen selbst sind zum Stichtag 12. März erhoben und berücksichtigen damit noch nicht die größten Auswirkungen der Krise.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von Bayer -1,17% im Fokus stehen. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate stiegen die Papiere des Pharma- und Agrochemiekonzerns im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag um 2,4 Prozent. Bayer hat sich mit US-Sammelklägern auf einen Vergleich im Rechtsstreit um angeblich irreführende Vermarktung von Unkrautvernichtern mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat geeinigt. Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern erklärte sich bereit, 39,6 Millionen Dollar (35,8 Mio. Euro) zu zahlen.

BMW +3,31% will die weltweiten Lieferketten von Rohstoffen und Bauteilen künftig mit Blockchain-Technik zurückverfolgen. Der Autokonzern lade "interessierte Unternehmen ein, sich der Initiative anzuschließen", sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt am Dienstag in München.

Der Batteriehersteller Varta +2,79% gibt sich mitten in der Coronavirus-Krise optimistisch für seine Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Wegen des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus seien zwar negative Einflüsse nicht auszuschließen, doch aktuell gebe es dafür keine Hinweise, teilte das Unternehmen am Dienstag in Ellwangen mit. Daher gehe man beim Ausblick für 2020 von keinen Beeinträchtigungen aus. Die Varta-Aktie legte im MDAX vorbörslich um gut vier Prozent zu.

Die Anteilscheine von HelloFresh -3,80% schnellten auf Tradegate um mehr als neun Prozent nach oben und erklommen damit ein neues Rekordhoch. Der Kochboxen-Lieferant zementiert seinen Ruf als Gewinner der Corona-Krise. Im ersten Quartal dürften sowohl der Umsatz als auch der Betriebsgewinn über den Markterwartungen liegen, teilte das MDAX-Unternehmen mit.

Der Bausoftware-Anbieter Nemetschek +0,15% geht angesichts der Coronavirus-Pandemie vorsichtig, aber doch zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr. Der Umsatz dürfte sich zumindest stabil entwickeln und die Profitabilität (Ebit-Marge) soll bei mehr als 26 Prozent liegen (VJ: 29,7). Auf Tradegate stiegen Nemetschek-Titel zuletzt um mehr als vier Prozent.

Der Modehändler Zalando +0,20% erwartet wegen der Auswirkungen der Pandemie ein deutlich schlechteres erstes Quartal als bislang. Zudem geht der Konzern nicht davon aus, seine Jahresziele erreichen zu können. Ein neuer Ausblick soll folgen, sobald der weitere Verlauf der Pandemie verlässlicher abgeschätzt werden könne. Zalando-Papiere sackten auf Tradegate um 3,4 Prozent ab.

Alstria Office -2,01% zieht wegen der Unsicherheit der Corona-Krise den Dividenden-Vorschlag zurück. Für den Immobilienkonzern sind die Folgen der Pandemie vor allem dadurch zu spüren, dass Mieter ihre Überweisungen aussetzen. Alstria-Aktien fielen auf Tradegate um 0,7 Prozent. (mmr mit Material von dpa-AFX)


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Im Artikel erwähnt...

DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 11.504,65 +1,00%
PKT +113,37
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
DT. BANK 7,47 +8,25%
LUFTHANSA 9,23 +6,83%
CONTINENTAL 87,84 +5,96%
MÜNCH. RÜCK 209,40 +5,76%
COVESTRO AG O.N. 32,88 +5,08%
Flops
BEIERSDORF 91,50 -1,59%
FRESENIUS 43,06 -1,87%
FMC 74,90 -2,35%
MERCK 103,50 -2,59%
DT. BÖRSE 149,35 -2,74%
Nachrichten
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