DAX®12.870,87+3,22%TecDAX®3.068,27+1,75%Dow Jones 3027.657,47+1,78%Nasdaq 10011.286,55+1,21%
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Diese 6 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der Kursrallye zum Wochenstart dürfte es heute an der Frankfurter Börse freundlich weitergehen. Kurz vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX +3,22% etwa 0,7 Prozent im Plus gesehen bei 12.730 Punkten.

Die Anleger hatten tags zuvor viel neuen Mut geschöpft durch Frühindikatoren, die sowohl in China als auch in Europa und den USA "die Hoffnung auf eine Rückkehr in die wirtschaftliche Normalität" zurückbrachten, wie es Marktbeobachter Jochen Stanzl von CMC Markets formulierte. Dabei herhalten als zentrales Argument muss einmal mehr das viele Geld, für das bei der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten eigentlich nur der Aktienmarkt bleibt.

"Trotz der gestrigen Kurssteigerung steht die Erholung an den Börsen auf tönernen Füßen", warnte jedoch Marktbeobachter Christian Henke von IG Markets mit Blick auf die derzeitigen Infektionszahlen mit dem Coronavirus. Außerdem blicken Anleger gespannt nach Washington, wo Republikaner und Demokraten weiter über neue Maßnahmen in der Viruskrise streiten. Experten sehen es hier als eingepreist an, dass es am Ende einen Kompromiss geben wird.

Folgende sechs Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Corona-Pandemie

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 211.281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 4.8., 0.00 Uhr).

Vorgaben aus den USA

Gute Konjunkturdaten haben der Wall Street am Montag einen erfolgreichen Wochen- und Monatsstart beschert. Die Technologie-Indizes Nasdaq Composite +1,28% und Nasdaq 100 +1,21% erreichten in dem weiter freundlichen Umfeld im Handelsverlauf Rekordhochs. In den USA hatte sich die Stimmung in der Industrie im Juli überraschend deutlich aufgehellt.

Bereits zuvor hatten hoffnungsfroh stimmende Nachrichten aus Asien für gute Laune gesorgt: Chinas Industrie bleibt nach der Corona-Krise auf Erholungskurs. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +1,78% rückte um 0,9 Prozent auf 26.664 Punkte vor. Für den marktbreiten S&P 500 +1,42% ging es um 0,7 Prozent auf 3.294 Zähler aufwärts. Der Nasdaq 100 zog um 1,4 Prozent auf 11.055 Punkte an.

Handel in Fernost

In Asien liegen die Aktienmärkte gestützt auf positive Vorgaben aus den USA am Dienstag deutlich im Plus. In Japan hat der Leitindex Nikkei 225 +0,90% mit 1,7 Prozent im Plus geschlossen bei 22.573 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen gab dagegen leicht nach und in Hongkong stand beim dortigen Leitindex Hang Seng +1,15% ein Plus von knapp einem Prozent auf der Kurstafel.

Konjunkturdaten

Die Konjunkturdaten-Agenda fällt heute recht übersichtlich aus: Lediglich der US-Auftragseingang langlebiger Güter für Juni könnte um 16 Uhr deutscher Zeit Impulse entfachen. Um 22.30 Uhr läuft noch der Ölbericht von API über die Ticker.

Quartalszahlen

Heute werden zunächst vor allem Quartalsberichte die Anleger beschäftigen. Mit Bayer +0,80% und Infineon +4,32% standen am Morgen bereits zwei DAX-Werte mit Zahlen auf der Agenda. Bei Infineon kamen besser als erwartete Zahlen und der Ausblick auf das vierte Geschäftsquartal zunächst gut an, die Papiere des Chipkonzerns rückten auf der Handelsplattform Tradegate um etwa drei Prozent vor.

Bayer jedoch blickt vorsichtiger auf das Gesamtjahr. Der DAX-Konzern verwies auf ein geringer als bislang angenommenes Wachstum sowie in der Agrarsparte auf einen wettbewerbsintensiven Sojabohnenmarkt. Die Aktien waren vorbörslich mit minus ein Prozent eine negative Ausnahme in der DAX-Familie.

Im MDAX +1,94% gab es am Morgen Resultate von Fraport +1,12%, Evonik +1,68% und Teamviewer +4,87%, die vorbörslich allesamt bei den Anlegern gut ankamen. Teamviewer stiegen um 2,9 Prozent, nachdem der Hersteller von Software-Lösungen für Fernwartungen im zweiten Quartal weiter von der Pandemie profitiert hat.

Fraport rückten vorbörslich um 3,7 Prozent vor, der Flughafenbetreiber schlug sich mit einem Verlust von rund 182 Millionen Euro besser als von Experten befürchtet. Er will auf die Corona-Krise nun mit Stellenstreichungen reagieren. Wie angekündigt sollen in Frankfurt bis zu 4000 Jobs wegfallen.

Bei Evonik haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise ein Stück weit gemildert. Das operative Ergebnis fiel besser aus als die zuletzt gestiegenen Analystenschätzungen. Die Aktie rückte auf Tradegate um 3,3 Prozent vor.

Die Aktien von Teamviewer sind am Dienstag vorbörslich bei Anlegern sehr gefragt. Nach der Vorlage von Quartalszahlen kletterten sie um über drei Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag nach oben. Der Hersteller von Softwarelösungen für Fernwartung und Videokonferenzen profitierte zuletzt weiter von einer hohen Nachfrage in der Corona-Pandemie.

Unter anderem auch folgende Unternehmen legen heute im Tagesverlauf ihre Quartalsergebnisse vor: Activision Blizzard, BP, Diageo, Hugo Boss, Intesa Sanpaolo, Pfeifer Vacuum, Schaeffler, Sony, Wacker Chemie und Walt Disney.

Unternehmens-News

Nach den gestrigen Quartalszahlen von MTU +4,11% und dem Kursrutsch haben Analysten ihre Kursziele angehoben. Barclays etwa hat das Kursziel für den Triebwerksbauer von 129 auf 131 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Die Privatbank Berenberg erhöht das MTU-Ziel von 120 auf 143 Euro, lässt die Einstufung aber auf "Hold".

Metro-Aktien +0,38% wurden außerbörslich außerdem etwa vier Prozent höher gehandelt. Laut Analyst James Grzinic von Jefferies Research ist der Umsatz am Heimatmarkt weniger deutlich zurückgegangen als befürchtet. Außerdem blickt der Handelskonzern wieder positiv in die Zukunft. Der Umsatz im Juli sei nach schlechten Monaten in der Corona-Krise wieder auf Vorjahresniveau gewesen.

(mmr mit Material von dpa-AFX)

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