DAX®14.135,17+1,82%TecDAX®3.100,61+1,80%S&P 500 I3.945,23+1,17%Nasdaq 10011.875,63-0,44%
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Diese 6 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Kurssturz zu Wochenbeginn zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt am Dienstag eine moderate Erholung ab. Für bessere Laune sorgt die beeindruckende Wende an der Wall Street am Vorabend, die allerdings in Asien keine Wirkung zeigte. Am Dienstagmorgen wurde der DAX +1,84% zeitweise rund 1,3 Prozent höher bei 15.203 Punkte taxiert. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +1,57% wird ein Anstieg um rund 1,7 Prozent erwartet.

Die zugespitzte Ukraine-Krise und die bevorstehende US-Notenbanksitzung hatten die Anleger zu Wochenbeginn nervös gemacht. Der DAX war nicht nur unter seine exponentielle 200-Tage-Trendlinie abgesackt, sondern sogar erstmals seit Oktober wieder unter 15.000 Punkte. Letztlich hatte er die runde Marke nur knapp halten können. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Nervöse Anleger haben am Montag an den New Yorker Börsen für eine Berg- und Talfahrt mit positivem Endergebnis gesorgt. Neben den Zins- und Inflationssorgen hielten zunehmende geopolitische Befürchtungen den US-Aktienmarkt zunächst auf Talfahrt. Auf dem tiefsten Niveau des Dow Jones Industrial -0,75% seit Anfang April griffen mutige Anleger bei 33.150 Punkten dann aber wieder zu. Der Leitindex holte einen Spitzenverlust von mehr als drei Prozent noch vollständig auf. Mit einem Schlussspurt schaffte es der Dow Jones Industrial letztlich sogar noch mit 0,3 Prozent ins Plus, indem er bei 34.364 Punkten aus dem Handel ging. Im Vergleich zum Tagestief hatte er damit etwa 1.200 Zähler wieder zurückgewonnen. 

Der marktbreite S&P 500 +1,18% ging rund 0,3 Prozent höher bei 4.410 Punkten ins Ziel und der technologielastige Nasdaq 100 -0,44% erholte sich um knapp 0,5 Prozent von seinem Kursrutsch der vergangenen Tage. Er schloss bei 14.509 Zählern.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens sind den leicht positiven Vorgaben der Wall Street am Dienstag nicht gefolgt. So waren die großen US-Indizes zum Wochenstart zunächst eingebrochen, hatten es im späten Handel aber knapp in die Gewinnzone geschafft. Solche starken Kursausschläge hätten nicht nur fundamentale Gründe, sagte der Analyst Charlie Lay von der Commerzbank. Er sieht die Märkte an einem Scheideweg. Auf die Stimmung drücken weiterhin die Unsicherheit über das Tempo der geldpolitischen Straffung in den USA sowie die Ukraine-Krise. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +2,03%  schloss 1,7 Prozent im Minus bei 27.131 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland sank zuletzt um 1,2 Prozent. Für den Hang-Seng-Index +3,05% in der Sonderverwaltungsregion Hongkong ging es um knapp 1,5 Prozent abwärts.

3. Ölpreise ziehen wieder an 

Die Ölpreise haben sich am Dienstag von ihrem Kursrutsch am Vortag erholt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 87,07 US-Dollar. Das waren 80 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 61 Cent auf 83,92 Dollar.

Zu Wochenbeginn wurden die Erdölpreise erheblich durch die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten belastet. Dort verunsicherten die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik in den USA und die Spannungen zwischen der Ukraine und dem Westen einerseits und Russland andererseits. Darunter litten zahlreiche riskantere Anlageklassen, zu denen Rohöl gehört.

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag stehen in Deutschland der Frühindikator für den Außenhandel, der Ifo-Geschäftsklimaindex und Zahlen aus dem Bauhauptgewerbe auf dem Programm. In den USA wird zudem der FHFA-Index, das Verbrauchervertrauen, der Richmond Fed Herstellerindex und der API-Ölbericht veröffentlicht. In Ungarn steht außerdem der Zinsentscheid  der dortigen Zentralbank an.

5. Unternehmensnews 

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien der Lufthansa +1,50% das Anlegerinteresse auf sich ziehen. Die Fluggesellschaft und die Container- und Kreuzfahrt-Reederei MSC erwägen die mehrheitliche Übernahme der Alitalia-Nachfolgerin ITA Airways. Beide Unternehmen hätten an diesem Montag ihr Interesse bekundet, teilte ITA am Abend mit. Der italienische Staat soll demzufolge als Minderheitseigner an der Fluggesellschaft beteiligt bleiben. Im vorbörslichen Handel auf der Handelsplattform Tradegate stiegen die Lufthansa-Papiere zuletzt um 1,1 Prozent.

Die Uniper-Papiere +2,03% gewannen auf Tradegate 0,6 Prozent. Die kanadische Bank RBC stufte die Aktien des Kraftwerksbetreibers von "Underperform" auf "Sector Perform" hoch und erhöhte das Kursziel von 35 auf 40 Euro. Das Bild für die Energiemärkte in Europa habe sich jüngst verändert und damit auch seine Einschätzung für den Versorger, der über sein europäisches Stromgeschäft und sein globales Rohstoffgeschäft zum Profiteur höherer Rohstoffpreise werde, schrieb Analyst John Musk. Eine mögliche Offerte von Fortum zum Herauskaufen der Minderheitsaktionäre sichere den Kurs auf dem aktuellen Niveau gut ab.

Jahreszahlen gibt es am heutigen Handelstag zudem vom Schweizer Computerzubehör-Hersteller Logitech, dem schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson, dem koreanischen Autobauer Hyundai Motor, sowie den US-Konzernen General Electric, Johnson & Johnson, Raytheon Technologies, American Express, Lockheed Martin, Verizon Communications, Texas Instruments und Capital One Financial. Zudem dürfte die Q2-Zahlen von Microsoft im Fokus der Anleger stehen.

6. Corona-Lage in Deutschland 

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 894,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 840,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 553,2 (Vormonat: 242,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 126.955 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 74.405 Ansteckungen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 214 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 193 Todesfälle (Mit Material von dpa-AFX).

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