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Diese 6 Themen sind am Donnerstag für Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich eine freundliche Tagestendenz ab. Der DAX dürfte heute seine 21-Tage-Linie bei 15.322 Punkten in Angriff nehmen. Etwa eine halbe Stunde vor Xetra-Start wurde der deutsche Leitindex 0,5 Prozent höher gesehen bei 15.332 Punkten. Positive Impulse von der Wall Street übertrugen sich am Morgen auch auf den asiatischen Handel.

Der S&P 500 war nach zwischenzeitlichem Rückschlag noch ins Plus gedreht, der Dow Jones Industrial holte die Verluste immerhin komplett auf. Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung, das am Vorabend veröffentlicht wurde, deute ein langsames Tempo für die erwartete Reduzierung der Anleihekäufe an, hieß es bei den Experten der Credit Suisse. Das sei am Markt gut angekommen.

Die US-Notenbank kauft derzeit monatlich Staats- und Hypothekenanleihen in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar zur Stützung der Wirtschaft in der Pandemie, und könnte das Volumen nun ab Mitte November zurückfahren.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Der überraschende Anstieg der US-Verbraucherpreise im September hat den Dow Jones Industrial -2,53% am Mittwoch gehemmt. Der Leitindex trat nach einem durchwachsenen Handelsverlauf letztlich auf der Stelle. Aktien von Technologie-Unternehmen hingegen legten zu. Ihnen könnte es Börsianern zufolge im Schnitt besser gelingen, Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben, ohne dem Geschäft zu schaden.

Für den technologielastigen Nasdaq 100 -2,09% ging es am Ende um 0,7 Prozent auf 14.774 Punkte nach oben. Der Dow ging prozentual unverändert bei 34 377,81 Punkten aus dem Handel. Der S&P 500 -2,77% legte nach anfänglichen Verlusten um 0,30 Prozent auf 4363,80 Punkte zu. 

Notenbank-Protokoll

Die US-Notenbank Fed steuert auf eine baldige Reduzierung der Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft zu. Die Einschränkung des Kaufprogramms könnte Mitte November oder Mitte Dezember beginnen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) der Sitzung der US-Notenbank vom 21. bis 22. September hervorgeht. Sollte die konjunkturelle Erholung weiter voranschreiten, könnten die Anleihekäufe etwa Mitte 2022 auslaufen, hieß es weiter.

Handel in Fernost

Die wichtigsten Börsen im asiatisch-pazifischen Raum haben am Donnerstag überwiegend zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei-225 -4,81% stieg um zuletzt gut zwei Prozent. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, fiel indes nach Inflationsdaten um 0,3 Prozent. In Hongkong wurde wegen eines Feiertages nicht gehandelt. In Australien legte der Leitindex um knapp ein Prozent zu.

Konjunkturdaten

In China sind die Erzeugerpreise im September so stark gestiegen wie seit fast 26 Jahren nicht mehr. Hintergrund sind die sehr stark gestiegenen Kosten für Energie wie zum Beispiel Kohle. Die Preise auf Herstellerebene legten zum Vorjahresmonat um 10,7 Prozent zu, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Dies ist der stärkste Zuwachs seit November 1995. Analysten hatten mit einem Anstieg um 10,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum August hat sich der Anstieg noch einmal beschleunigt, hier lag der Wert noch bei 9,5 Prozent.

Der Donnerstag startet mit einer Tagung des Europäischen Rates. Diese wird vom Präsidenten des Rates, Herman Van Rompuy, geführt. Darauf folgen die Verbraucherpreise aus China im Vorjahresvergleich. Diese werden vom National Bureau of Statistics of China veröffentlicht.

Deutschlands führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen um 10 Uhr ihre neue Konjunkturprognose vor. Das erwartete Wachstum dürfte geringer ausfallen als im Vorfeld prognostiziert. Im Frühjahr hatten die führenden Wirtschaftsinstitute noch damit gerechnet, dass nach dem coronabedingten Einbruch der Wirtschaft 2020 das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt.

Um 14.30 Uhr kommen aus den USA noch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Erzeugerpreise für September. Auch der EIA Ölbericht um 17 Uhr deutscher Zeit könnte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die wöchentlichen Zahlen geben Auskunft über die Versorgungslage in der weltgrößten Volkswirtschaft. Sie werden wegen eines Feiertags zu Wochenbeginn einen Tag später als gewöhnlich veröffentlicht.

Ölpreise

Die Ölpreise sind derweil im frühen Handel wieder gestiegen. Die zu Wochenbeginn markierten mehrjährigen Höchststände kommen damit wieder in Reichweite. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,89 US-Dollar. Das waren 71 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 66 Cent auf 81,10 Dollar.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten dürften die Papiere der Hannover Rück -0,82% im Fokus stehen. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer gibt seinen Anteilseignern mehr Sicherheit mit Blick auf künftige Dividenden. Die reguläre Ausschüttung je Aktie soll künftig auch im Fall eines Gewinnrückgangs mindestens stabil bleiben. Das bisherige Ziel einer Ausschüttungsquote von 35 bis 45 Prozent für die Regeldividende fällt im Gegenzug weg. Dabei soll auch künftig eine Sonderdividende möglich sein.

Dagegen ging es für die Aktien von Covestro -0,51% auf Tradegate gegen den Markttrend um 0,2 Prozent nach unten. Das Analysehaus Jefferies hatte die Anteilsscheine des Kunststoff-Produzenten von "Kaufen auf "Halten" abgestuft.

Symrise -0,91% empfehlen die Experten hingegen nun zum Kauf. Die Aktien des Herstellers von Duftstoffen und Aromen stiegen auf Tradegate um gut zwei Prozent.

Der Windkraftanlagenbauer Nordex -1,40% hat im dritten Quartal Aufträge von insgesamt rund 1,8 Gigawatt für sich gewonnen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung von fast der Hälfte, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Die Zahl der Windanlagen stieg dabei von 271 auf nun 389. Der größte Auftrag kam aus Australien.

Südzucker -1,07% hat im ersten Geschäftshalbjahr auch unterm Strich mehr verdient. In den sechs Monaten bis Ende August entfiel auf die Aktionäre ein Überschuss von 49 Millionen Euro, wie das im SDax -2,65% gelistete Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist das fast doppelt so viel. (Mit Material von dpa-AFX)

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