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Diese 6 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der Vortageserholung scheint sich auch am Donnerstag eine stabile Tendenz am deutschen Aktienmarkt abzuzeichnen. Vor Start des Xetra-Handels wurde der DAX +0,69% vom Broker bei 10.470 Punkten und damit etwa ein halbes Prozent höher taxiert.

Der Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs sowie aktuelle Arbeitslosenzahlen aus den USA sorgen für Zurückhaltung.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Corona-Krise

Im Streit über die Aufnahme gemeinsamer Schulden zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise nehmen die EU-Staats- und Regierungschefs heute ab 15 Uhr einen neuen Anlauf. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre EU-Kollegen wollen vor allem über den Plan zur wirtschaftlichen Erholung nach der akuten Corona-Krise beraten. Eine Lösung wird allerdings noch nicht erwartet. Man geht davon aus, dass ein bereits von den Finanzministern ausgehandeltes Hilfspaket im Umfang von 540 Milliarden Euro zur Unterstützung von Arbeitsplätzen, Firmen und verschuldeten Staaten gebilligt werden wird.

In der Nacht haben sich die Spitzen der schwarz-roten Koalition auf neue milliardenschwere Hilfen für Arbeitnehmer, Gastronomiebetriebe, Unternehmen und Schulen verständigt. Das Kurzarbeitergeld soll erhöht werden, um vor allem für Geringverdiener Einkommensverluste auszugleichen und soziale Härten zu verhindern. Zugleich wird auch die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds verlängert. Die in der Krise besonders belasteten Gastronomiebetriebe bekommen Steuererleichterungen.

Ölpreise

Der zuletzt äußerst turbulente Ölmarkt bleibt ebenfalls im Fokus. Zuletzt ging es nach dem heftigen Rutsch wieder aufwärts. Ausschlaggebend hierfür waren wiederholte Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung Iran, sich amerikanischen Schiffen nicht in den Weg zu stellen. Hintergrund war ein Zwischenfall auf offener See.

Im asiatischen Handel kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 21,80 Dollar. Das waren 1,45 Dollar mehr als am Vortag. Die US-Sorte WTI wurde je Barrel zu 15,21 Dollar gehandelt. Sie kostete damit 1,46 Dollar mehr als am Mittwoch. Zum Wochenstart war der Preis eines mittlerweile ausgelaufenen Terminkontrakts auf US-Öl unter die Nulllinie gefallen. Es war das erste Mal überhaupt, dass so etwas passiert ist.

Vorgaben aus den USA

Die US-Börsen haben am Mittwoch nach zwei verlustreichen Tagen wieder zugelegt. Auftrieb gab vor allem die deutliche Erholung am Ölmarkt, denn dort stiegen die Risikoprämien. Eine Drohung des US-Präsidenten in Richtung des ölreichen Iran war der Auslöser. Donald Trump twitterte nach einem Zwischenfall auf offener See, er habe die US-Marine angewiesen, iranische Schiffe zu zerstören, falls diese sich amerikanischen Schiffen in den Weg stellen sollten. Die neu erwachte Risikofreude der Anleger stützten zudem positive Nachrichten im Kampf gegen das neuartige Coronavirus.

Handel in Fernost

Asiens Börsen notieren am Donnerstagmorgen überwiegend höher. Japans Nikkei 225 schloss 1,5 Prozent im Plus bei 19.429 Punkten, Hongkongs Hang Seng zeigte sich 0,6 Prozent stärker. Festland-China bildet eine Ausnahme mit leichten Verlusten, der CSI 300 verliert 0,16 Prozent.

Konjunkturdaten

Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist dem Marktforschungsinstitut GfK zufolge in der Corona-Krise in historischer Weise eingebrochen. Für Mai prognostizieren die Nürnberger Konsumforscher einen Konsumklimaindex von minus 23,4 Punkten. Das ist ein Rückgang um 25,7 Punkte zum für April ohnehin schon erreichten Tief von 2,3 Punkten. Zum Vergleich: Für den Mai 2019 hatte die GfK einen Konsumklimaindex von 10,2 Punkten ermittelt. Im negativen Bereich war das Barometer bisher überhaupt nur einmal: Nach dem Platzen der sogenannten Dot.com-Blase im Jahr 2003 war der Index auf minus 5 Punkte gefallen.

Um 9.30 Uhr rücken die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in Deutschland in den Fokus, um 10 Uhr kommen die Daten für die Euro-Zone. Viel Interesse werden wieder die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA um 14.30 Uhr auf sich ziehen, nachdem die Daten zuletzt kräftig in die Höhe geschnellt sind. Gleiches gilt für die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und Dienste um 15.45 Uhr.

Unternehmens-News

Hierzulande stehen unter anderem einige Unternehmen aus dem Dax mit Nachrichten im Fokus. So erteilte der Wohnimmobilienkonzern Vonovia -1,29% fortgesetzten Spekulationen über eine mögliche Übernahme des im MDAX +0,17% der mittelgroßen Werte gelisteten Konkurrenten Deutsche Wohnen -1,65% zumindest vorerst eine vage Absage. Zwar seien Akquisitionen Strategiebestandteil, eine derartige Transaktion in Berlin wäre aber nur realistisch, "wenn fundamentale Fragen geklärt wären und sie von einem entsprechenden Willen der Berliner Politik getragen würde", wie Vonovia mitteilte.

Laut Analyst Neil Green von der US-Bank JPMorgan birgt ein solcher Deal viele Hürden und Unwägbarkeiten. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Aktien von Deutsche Wohnen knapp fünf Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch, während die von Vonovia nur etwas zulegten.

Der Zahlungsdienstleister Wirecard -4,899% verschiebt derweil die Veröffentlichung einer nach Manipulationsvorwürfen angestoßenen Sonderprüfung der Bilanzen zum zweiten Mal. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG will ihre Ergebnisse demnach am kommenden Montag (27. April) übermitteln. Bisher sei bei der Sonderprüfung in allen vier relevanten Geschäftsbereichen nichts Substanzielles herausgekommen, das eine Korrektur der Bilanzen der Jahre 2016, 2017 und 2018 notwendig machen würde. Die Wirecard-Anteilsscheine stiegen um knapp drei Prozent.

Der Auto- und Lastwagenbauer Daimler +1,40% muss wegen der Coronavirus-Pandemie einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Viele Anleger dürften aber bereits damit gerechnet haben, sagte ein Händler. Für die Papiere ging es auf Tradegate um 0,5 Prozent nach oben.

Negativ aber überraschte offensichtlich, dass der Immobilienverwalter Corestate Capital -13,23% nur einen Monat nach der Bestätigung seiner Jahresziele diese nun wieder einkassiert hat. Die Anteilsscheine knickten auf Tradegate um 18 Prozent ein. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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