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Diese 6 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich auch am Donnerstag kein eindeutiger Trend ab. Der DAX -0,84% dürfte seinen Schlingerkurs um die 50-Tage-Linie zunächst fortsetzen. Etwa eine halbe Stunde vor dem Xetra-Auftakt wurde der Leitindex etwa 0,2 Prozent tiefer auf 15.560 Punkte gesehen. Die 50-Tage-Durchschnittslinie, die als Indikator für den mittelfristigen Trend gilt, liegt aktuell bei 15.564 Punkten. Per saldo stagniert der DAX bereits seit Juni auf seinem Rekordniveau.

Die Fed setzt ihre extrem lockere Geldpolitik trotz hoher Inflation und solidem Wirtschaftswachstum zunächst fort. Zugleich sieht sie die Wirtschaft auf dem Weg in Richtung einer etwas weniger großzügigen Geldpolitik. Das dürfte ein Hinweis auf perspektivisch geringere Wertpapierkäufe durch die Zentralbank sein.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die Beschlüsse und Äußerungen der US-Notenbank Fed haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch weitgehend kalt gelassen und an der uneinheitlichen Tendenz im Handelsverlauf letztlich nichts geändert. Während sich die Standardwerte an der Wall Street mehrheitlich leicht im Minus zeigten, verbuchten die Technologietitel an der Nasdaq überwiegend Kursgewinne. Neben der Fed-Sitzung standen auch Quartalszahlen vieler großer Unternehmen im Anlegerfokus. Der Dow Jones Industrial +0,21% schloss 0,4 Prozent tiefer bei knapp 34.931 Punkten.

US-Senat schiebt Infrastruktur-Paket an

Der US-Senat hat mit einer überparteilichen Mehrheit die Gesetzgebung für ein Infrastrukturpaket in Höhe von rund 550 Milliarden US-Dollar (466 Milliarden Euro) angestoßen. Der Abstimmung waren wochenlange und zähe Verhandlungen vorausgegangen. US-Präsident Joe Bidens Demokraten, die im Senat 50 Sitze haben, brauchten die Zustimmung von mindestens zehn Republikanern, um das Gesetzgebungsverfahren anzustoßen. 67 Senatoren stimmten am Mittwochabend (Ortszeit) für die Initiative, 32 dagegen.

Handel in Fernost

Die Börsen Asiens haben heute nach der jüngsten Schwäche fester tendiert. Der Hang Seng in Honkong +1,33% legte um 2,7 Prozent zu. Für den CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, ging es um 1,4 Prozent nach oben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -1,01% gewann 0,75 Prozent. Die Sorge vor staatlichen Eingriffen in China hatte die Märte zu Beginn der Woche stark belastet. Nun gab es beruhigende Signale.

Konjunkturdaten

Die Bundesagentur für Arbeit legt heute um 9.55 Uhr in Nürnberg ihre Arbeitsmarktstatistik für den Juli vor. Der Aufholprozess nach dem pandemiebedingten Lockdown könnte nach Einschätzung von Experten erstmals seit Jahren zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juli führen. Sowohl das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) als auch der Stellenindex Ba-x zeigen in diese Richtung.

Um 14 Uhr sollten Anleger ihre Aufmerksamkeit der Veröffentlichung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex auf Jahresbasis in Deutschland schenken. Die Inflationsrate könnte wieder stark gestiegen sein. Um 14.30 Uhr wird zudem das annualisierte Bruttoinlandsprodukt in den USA mitgeteilt.

Quartalszahlen

Nach Boeing -2,09% am Vortag legte nun auch der europäische Flugzeugbauer Airbus -2,01% Geschäftszahlen vor. Die UBS sprach von einem sehr starken Zahlenwerk des Flugzeugbauers. Auch die Anhebung der Konzernziele falle sehr deutlich aus. So verdoppelte Airbus das Gewinnziel für 2021. Zudem kündigte der Konzern eine Frachtversion der A350 an. Vorbörslich verteuerten sich die Papiere auf Tradegate um etwa 2,5 Prozent zum Xetra-Schluss. Ein Händler hielt Gewinnmitnahmen für möglich.

Die Geschäfte des Baustoffkonzerns HeidelbergCement -0,68% laufen immer besser. Der DAX-Konzern wird deshalb auch zuversichtlicher für das Gesamtjahr und hob das Gewinnziel an. Auf Tradegate verbuchten die Titel einen vorbörslichen Zuwachs von 1,2 Prozent zum Xetra-Schluss.

Der IT-Dienstleister Cancom -2,48% verkauft sein Geschäft in Großbritannien und Irland an eine Telefonica-Tochter +2,22%. Überraschend komme dies nicht, für die Stimmung gegenüber der Aktie sei die Nachricht dennoch positiv, sagte ein Börsianer. Die Cancom-Papiere legten auf Tradegate um 1,2 Prozent zu verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs.

Der Digitalisierungsboom mit einer immer weiter wachsenden Nachfrage nach schneller und effizienter Datenübertragung lässt die Auftragsbücher des Spezialanlagenbauers Aixtron -3,72% immer dicker werden. Die Anleger honorierten dies mit einem Gewinn auf Tradegate von 2,6 Prozent.

Der Quartalsumsatz des Biotech-Unternehmens Morphosys -0,89% fiel derweil einem Händler zufolge besser als erwartet aus, aber nur aufgrund des Schuppenflechtemittels Tremfya. Die Umsätze mit dem Krebsmittel Monjuvi hingegen verfehlten die Erwartungen. Dies sei ja der Grund für die Umsatzwarnung am Montag gewesen, erläuterte der Händler. Auf Tradegate gewannen die Aktien am Donnerstag nach einer bislang sehr schwachen Woche 1,6 Prozent.

Ihre detaillierten Quartalszahlen melden heute zudem unter anderem AstraZeneca, Diageo, Drägerwerk, Kion, L'Oréal, LPKF, Metro, Nemetschek, Puma, Shell, Telefonica, T-Mobile US und Volkswagen.

Corona-Lage

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.520 Corona-Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 16,0 - am Vortag betrug der Wert 15,0 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Die Bundesregierung kommt unterdessen bei der geplanten generellen Corona-Testpflicht für Urlaubsheimkehrer unter Zeitdruck. Einen Starttermin ließ die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch offen, sie wies auf noch laufende interne Abstimmungen hin. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock warnte, man dürfe nicht die Fehler des vergangenen Sommers wiederholen, erst über besseren Schutz nachzudenken, wenn die Urlauber zurück seien. In den ersten Ländern naht das Ende der Sommerferien, zugleich steigen auch im Inland die derzeit niedrigen Infektionszahlen weiter. (Mit Material von dpa-AFX)

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