DAX®14.462,19+1,62%TecDAX®3.178,93+2,66%Dow Jones 3032.965,56+1,01%Nasdaq 10012.580,64+2,47%
finanztreff.de

Diese 6 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem wechselhaften Handel am Vortag dürfte sich die Lage am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag etwas beruhigen. Der DAX +1,62% wurde am Donnerstagmorgen zeitweise rund 0,2 Prozent fester bei 15.839 Punkte taxiert. Damit dürfte er sich positiv abheben von den am Vorabend erneut abgerutschten US-Börsen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +1,83% wird am Donnerstag ebenfalls solide erwartet.

Zinssorgen hatten den DAX am Vortag deutlich schwanken lassen. Am Donnerstag zeigt sich der Index nun aber zunächst stabiler, auch wenn in New York die Indizes auf dem Tagestief schlossen. Zuvor war dies auch schon in Asien zu beobachten - laut dem Marktbeobachter Michael Hewson vom Broker CMC Markets im Zusammenhang mit weiteren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen in China. Vor allem der Hongkonger Hang Seng +2,72% zog in Fernost sprungartig wieder an. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Auch nach drei schwachen Börsentagen in Folge hat sich der US-Leitindex Dow +1,01% am Mittwoch nicht erholt. Nach vorübergehenden Kursgewinnen verlor der Dow Jones Industrial weitere 0,96 Prozent auf 35.028 Punkte. Er kam im Späthandel zunehmend unter Druck und rutschte auf den niedrigsten Stand seit fast einem Monat.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben sich am Donnerstag nach den deutlichen Kursverlusten der Vortage erholt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,59% schloss mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland legte zuletzt um rund ein Prozent zu und der Hang-Seng-Index +2,72% in der Sonderverwaltungsregion Hongkong gewann 2,5 Prozent. Günstigere Finanzierungsbedingungen der Banken in China sorgten für Rückenwind.

3. Ölpreise unterbrechen Rally

Der jüngste Höhenflug der Ölpreise hat am Donnerstag eine zumindest kurze Pause eingelegt. Im frühen Handel notierten die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI knapp unter ihren unlängst markierten siebenjährigen Höchstständen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 88,37 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg dagegen leicht auf 87,27 Dollar.

Getrieben wurden die Ölpreise in den vergangenen Wochen vor allem durch ein knappes Angebot bei robuster Nachfrage. Laut Beobachtern bleibt der Ölverbund Opec+ teils deutlich hinter seinen selbstgesetzten Produktionszielen zurück. Die Nachfrage entwickelt sich dagegen trotz der Omikron-Welle solide, da der Virus zwar zu vielen Infektionen führt, die Krankheitssymptome aber häufig schwächer ausfallen als bei früheren Corona-Mutanten.

4. Konjunkturdaten 

Am Donnerstag stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. Während Japan seine Handelsbilanz für den vergangenen Dezember präsentiert, legen die Niederlade die aktuelle Arbeitslosenquote vor. In Frankreich werden hingegen das Geschäftsklima und das Produzentenvertrauen veröffentlicht. 

Zinsentscheide gibt es zudem aus der Türkei und Norwegen. Über die zukünftige Geldpolitik in Europa dürfte zudem das heute vorgestellte Sitzungsprotokoll der EZB Aufschluss geben. In den USA stehen zudem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Zahlen vom Immobilienmarkt, der Philly Fed Index und der EIA-Ölbericht im Fokus der Anleger.

5. Unternehmensnews 

Auf Unternehmensseite beschäftigten am Morgen Jahreszahlen des Software-Unternehmens Suse +1,05% die Anleger. Ein Händler sprach in einem ersten Kommentar von einem starken Bericht aber einem konservativen Ausblick. Für die Anleger war letzteres aber kein Hemmnis: Vorbörslich zogen die im SDAX +1,08% gelisteten Papiere um 2,8 Prozent an.

Ansonsten waren einmal mehr Analystenkommentare kursbewegend. Derzeit werden Experten optimistischer für die Commerzbank +0,52%: Nach der Deutschen Bank am Vortag kam nun Exane BNP mit einer Hochstufung. Vorbörslich zogen die Papiere um 1,2 Prozent an.

Im MDAX +1,08% äußerte sich die Berenberg-Bank in einer Neuaufnahme positiv zu Evotec +3,07%, hier gewannen die zuletzt auf ein Tief seit August gerutschten Aktien vorbörslich 1,3 Prozent. Analyst Igor Kim lobte in seiner Studie die Effizienzsteigerungen, die Pharmakonzerne mit den Leistungen des Wirkstoffforschers erzielen können.

Auch Auto1 -5,94% erholten sich vorbörslich kräftig um 2,9 Prozent. Hier nahm Goldman Sachs die Beobachtung mit einer Kaufempfehlung wieder auf. Gleiches gilt für die Medienkonzerne RTL und ProSiebenSat.1 +0,64%, deren Papiere vorbörslich um bis zu ein Prozent stiegen.

6. Corona-Lage in Deutschland 

Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 600 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 638,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 584,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 427,7 (Vormonat: 280,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 133.536 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 81.417 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 234 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 316 Todesfälle (Mit Material von dpa-AFX).

Schlagworte:
, , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.