DAX®15.542,98+0,46%TecDAX®3.796,46+0,43%Dow Jones 3035.677,02+0,21%Nasdaq 10015.355,06-0,87%
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Diese 6 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Kurz vor dem Wochenende scheint sich die Lage am deutschen Aktienmarkt etwas zu beruhigen. Der DAX +0,46% gönnt sich dabei nach seinem bislang starken Wochenverlauf zunächst eine Ruhepause. Knapp eine halbe Stunde vor Beginn des Xetra-Handels wurde der deutsche Leitindex nahezu unverändert bei 15.631 Punkten gesehen. Der EuroStoxx 50 +0,80% als Leitbarometer der Eurozone wird mit minus 0,1 Prozent erwartet.  Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

An der Wall Street haben sich die Anleger am Donnerstag erneut risikofreudig gezeigt. Die wichtigsten Aktienindizes bauten ihre Vortagesgewinne deutlich aus. Hierzu trug unter anderem bei, dass sich die Lage rund um den von Finanzproblemen geplagten chinesischen Immobilienriesen Evergrande zuletzt etwas beruhigt hat. Zudem reagierten die Investoren weiterhin erleichtert darauf, dass die US-Notenbank Fed vorerst an ihrer sehr lockeren Geldpolitik festhält. Der Leitindex Dow Jones Industrial +0,21% stieg um rund 1,5 Prozent auf 34.764 Punkte und steuert damit nun auf ein Wochenplus zu. Am Montag hatten die Sorgen um Evergrande noch die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Für den breiter gefassten S&P 500 -0,12% ging es am Donnerstag um knapp 1,2 Prozent auf 4.448 Zähler nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 -0,87% gewann gut 0,9 Prozent auf 15.316 Punkte.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien legten die wichtigsten Aktienmärkte am Freitag zu. Besonders hoch fallen die Gewinne in Japan aus, nachdem dort am Donnerstag wegen eines Feiertags nicht gehandelt wurde. Der Tokioter Leitindex Nikkei-225 +0,38% stieg kurz vor Handelsende um zwei Prozent auf 30.249 Punkte zu. Damit bügelte der Nikkei die bisherigen Verluste der Handelswoche fast wieder aus. In China zog der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, zuletzt um rund 0,3 Prozent an und steuert damit auf ein leichtes Wochenplus zu. Leicht nach unten ging es am Aktienmarkt der Sonderverwaltungszone Hongkong. Der Hang-Seng-Index +0,37% büßte rund 0,1 Prozent ein – auf Wochensicht liegt der Index damit knapp zwei Prozent im Minus. 

3. Ölpreise erneut fester

 Die Ölpreise haben am Freitag ihre Aufschläge der vergangenen Tage leicht ausgebaut. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 77,42 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um acht Cent auf 73,38 Dollar.

Nordseeöl kostet derzeit so viel wie letztmalig vor etwa zwei Monaten, US-Erdöl rangiert auf einem einmonatigen Höchststand. In den vergangenen Wochen haben die Preise in der Tendenz zugelegt. Hauptgrund ist das derzeit knappe Angebot, das unter anderem auf Förderprobleme im Golf von Mexiko zurückgeht. Dort machen sich immer noch die Nachwirkungen des schweren Hurrikans Ida bemerkbar.

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag steht in Deutschland der Ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat September im Fokus der Anleger. In Japan werden zudem die August-Verbraucherpreise veröffentlicht und in Großbritannien steht das GfK-Verbrauchervertrauen für den Monat September auf dem Programm. 

5. Unternehmensnews

Aktienseitig stehen vor dem Wochenausklang Sportartikelhersteller im Fokus nach den am Vorabend vorgelegten Geschäftszahlen und einer gesenkten Jahresumsatzprognose von Nike -0,62%. Analyst James Grzinic von Jefferies verwies auf die anhaltenden Lieferkettenunterbrechungen, die den Nordamerikanern zu schaffen machten.

Die Probleme dürften bis ins späte Frühjahr 2022 nicht gelöst sein, schrieb er in einer aktuellen Studie und geht davon aus, dass dies auch die Aktienkurse der europäischen Konkurrenz an diesem Freitag belasten wird. Adidas -0,50% und die inzwischen ebenfalls im Dax notierten Titel von Puma +1,37% verloren vorbörslich auf Tradegate jeweils 1,6 Prozent zum Xetra-Schluss.

6. EU-Nutzfahrzeugmarkt schrumpft 

Der Nutzfahrzeugmarkt in der Europäischen Union (EU) hat im Sommer einen Dämpfer erhalten. Die Erholung vom schweren Einbruch in der Corona-Krise vor einem Jahr setzte sich im Juli und August nicht in allen Bereichen fort. Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht schwächte sich ab – sie machen den Großteil der zugelassen Nutzfahrzeuge aus. Bei Bussen und schweren Lastwagen lief es unterdessen besser.

Im Juli wurden mit insgesamt 148.178 Fahrzeugen 11,9 Prozent weniger Nutzfahrzeuge neu zugelassen als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Im August betrug der Rückgang noch 5,4 Prozent auf 119.525 Fahrzeuge. In den ersten acht Monaten steht nach dem starken Jahresstart aber noch ein Plus von 24 Prozent auf 1,29 Millionen leichte und schwere Nutzfahrzeuge zu Buche.

Vergangenes Jahr war der Markt über Monate nahezu zusammengebrochen, weil Speditionen, Kommunen und Handwerker wegen unklarer Wirtschaftsaussichten zurückhaltend beim Kauf waren (Mit Material von dpa-AFX).

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