DAX®14.007,93+0,63%TecDAX®3.056,16-0,12%Dow Jones 3032.062,07+0,42%Nasdaq 10011.934,16+1,40%
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Diese 6 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am letzten Handelstag der Woche dürfte sich die Schaukelbörse am deutschen Aktienmarkt fortsetzen. Der DAX +0,63% wurde am Freitagmorgen zeitweise rund 0,6 Prozent tiefer bei 15.426 Punkte taxiert. Damit deutet sich für das Börsenbarometer ein Wochenverlust von rund einem Prozent an. Der EuroStoxx 50 +0,81% wird am Freitag zur Eröffnung mit einem Minus von rund 0,4 Prozent erwartet.

Die Sorge mit Blick auf die nahe Zinswende in den USA und ihr Tempo hatte den Dax tags zuvor zunächst bis knapp unter 15.200 Punkte zurückgeworfen. Dann übernahmen die Käufer wieder das Regiment und sorgten dafür, dass der Leitindex zweitweise die Marke von 15.500 Punkten zurückeroberte. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Das Hin und Her der US-Börsen wegen der geldpolitischen Perspektiven ist am Donnerstag weiter gegangen. Wie schon die ganze Woche schwankten die Indizes deutlich zwischen Gewinnen und Verlusten. Nach einem Spitzenanstieg von 1,8 Prozent lag der Dow Jones Industrial +0,42% zeitweise auch wieder im Minus. Aus dem Handel ging er 0,02 Prozent tiefer bei 34.160 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 +1,40% verlor sogar 1,2 Prozent auf 14.003 Punkte. Dabei waren Zahlenvorlagen von Tesla +5,96% und Intel +0,46% nicht gut angekommen.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens haben am Freitag keine gemeinsame Richtung gefunden. Damit setzte sich der jüngste Schlingerkurs infolge der Ungewissheit über das Tempo der geldpolitischen Straffung in den USA fort. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,58% schloss mit 26.717 Punkten gut zwei Prozent im Plus. Der chinesische CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland fiel zuletzt leicht und in der Sonderverwaltungsregion Hongkong büßte der Hang-Seng-Index +0,58% 0,9 Prozent ein.

3. Ölpreise ziehen leicht an

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel moderat gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 89,91 US-Dollar. Das waren 57 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 63 Cent auf 87,24 Dollar.

Die Rohölpreise notieren gegenwärtig in der Nähe ihrer unlängst markierten Höchststände seit Oktober 2014. Unterstützung kommt vor allem von einem tendenziell knappen Angebot. Zudem stellt sich die Nachfrage trotz der aktuellen Corona-Welle robust dar.

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag steht das Bruttoinlandsprodukt in Belgien Deutschland, Frankreich, und Spanien auf dem Programm. Zudem veröffentlicht Japan die Verbraucherpreise in Tokio und Schweden den Einzelhandelsumsatz im vergangenen Dezember. Die Erzeugerpreise stehen derweil in Frankreich und Italien im Fokus der Anleger. In den USA dürfte derweil der Beschäftigungskostenindex und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan sowie Zahlen zu den privaten Einkommen und Ausgaben für neue Impulse sorgen.

5. Unternehmensnews 

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien der Gabelstapler-Produzenten Kion -0,05% und Jungheinrich +2,22% nach positiven Analystenstudien für Aufmerksamkeit sorgen. Die britische Großbank HSBC sprach für beide Papiere eine Kaufempfehlung aus und erhöhte ihre Kursziele. Auch die Baader Bank stufte die Kion-Aktie von "Add" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 103 auf 108 Euro an. Die mittelfristigen Wachstumsaussichten für den Hersteller von Lagertechnik seien exzellent, lobte Analyst Peter Rothenaicher. Die jüngste Kursschwäche biete eine gute Kaufgelegenheit. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate gewannen beide Werte zuletzt jeweils 2,4 Prozent.

Der Keramikhersteller Villeroy und Boch -1,74% hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben den höchsten operativen Gewinn (Ebit) seit dem Börsengang 1990 erzielt. Das Betriebsergebnis stieg auf rund 92 Millionen Euro und der Nettoumsatz inklusive Lizenzerlöse legte um 18 Prozent auf 945 Millionen Euro zu. Beide Werte lagen über den im September vorgelegten Unternehmensprognosen. Auf Tradegate rückten die Aktien um 1,5 Prozent vor.

6. Corona-Lage in Deutschland 

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1.073 an. 

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.017 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 706 (Vormonat: 215,6). 

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 190.148 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 140.160 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 170 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 170 Todesfälle (Mit Material von dpa-AFX). 

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