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Diese 6 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach zwei starken Tagen lassen es die Anleger am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt augenscheinlich zunächst ruhiger angehen. Am Morgen wurde der DAX -1,94%  rund 0,2 Prozent schwächer bei 15.783 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -1,63% wird mit diesem Abschlag erwartet. Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets UK rechnet nach dem starken Wochenbeginn nun mit einer Verschnaufpause. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Die schwungvolle Erholung der Aktienkurse an der Wall Street vom Wochenbeginn hat sich am Dienstag fortgesetzt. Die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen einer Ausbreitung der neuen Corona-Variante Omikron ließen weiter nach. Der Leitindex Dow Jones Industrial -1,30% stieg um 1,4 Prozent auf 35.719 Punkte. Die Papiere von Apple -0,64% markierten ein neuerliches Rekordhoch.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens haben am Mittwoch mehrheitlich an ihre jüngste Erholung angeknüpft. Die Krise um den hochverschuldeten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande schwelt derweil weiter. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland umfasst, gewann zuletzt 1,2 Prozent, während der Hang-Seng-Index -0,14% in der Sonderverwaltungszone Hongkong nahezu auf der Stelle trat. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -1,00% schloss 1,4 Prozent im Plus.

3. Ölpreise geben leicht nach 

Die Ölpreise haben am Mittwoch einen kleinen Teil ihrer deutlichen Aufschläge der vergangenen Tage abgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 75,22 US-Dollar. Das waren 22 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 32 Cent auf 71,73 Dollar.

Am Markt war die Rede von einer kleinen Gegenbewegung auf die zuletzt deutlichen Gewinne. Solche Gegenreaktionen können etwa aufgrund von Gewinnmitnahmen vorkommen. Ansonsten fielen die Marktimpulse am Morgen gering aus. Prinzipiell Unterstützung erhalten die Erdölpreise durch die etwas abnehmende Corona-Angst. Erste Studien und Erfahrungswerte deuten darauf hin, dass die neue Omikron-Variante nicht ganz so gefährlich ist wie zunächst befürchtet.

4. Konjunkturdaten 

Der Mittwoch steht im Zeichen der Geldpolitik: In Polen und Kanada veröffentlichen die jeweiligen Zentralbanken den Zinsentscheid. Zudem stehen in Russland die Verbraucherpreise und in den USA der wöchentliche EIA Ölbericht auf dem Programm.

5. Unternehmensnews

Am deutschen Aktienmarkt stehen am Mittwoch nur wenige Aktien im Zuge einer Prognoseveränderung oder Analystenumstufung im Vordergrund. So dämpfte der Kochboxenlieferant HelloFresh -0,21% die Erwartungen an das operative Ergebnis im kommenden Jahr. Die Enttäuschung darüber dürfte größer sein als die Freude über die gleichzeitig erhöhte Umsatzprognose, sagte ein Händler. Nach ihrem Vortagesgewinn von mehr als fünf Prozent rutschten die Titel auf Tradegate am Morgen um fast acht Prozent ab verglichen mit ihrem Xetra-Schlusskurs.

Angetrieben von einer robusten Nachfrage wird der Baumarktkonzern Hornbach Holding -4,28% für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 hingen erneut etwas optimistischer. Im vorbörslichen Handel auf Tradegate gewannen die Aktien zweieinhalb Prozent zum Xetra-Schluss.

Infineon -0,61% sanken vorbörslich auf Tradegate um 2,3 Prozent zum Xetra-Schluss. Am Vortag hatten sie mehr als sechs Prozent höher geschlossen. Mit JPMorgan und Morgan Stanley stuften nun gleich zwei Banken die Papiere ab auf "Neutral" beziehungsweise "Equal-weight". Langfristig bleibt Analyst Sandeep Deshpande von JPMorgan zwar optimistisch für den Chipkonzern aufgrund seiner guten Positionierung in Elektrifizierung und Automatisierung. Kurzfristig deuteten Branchendaten aber auf eine Normalisierung des Marktes hin, und die Lagerbestände bei den Autozulieferern seien auf Rekordniveau, schrieb er.

Umstufungen betreffen zudem erneut Chemiewerte. So strich die UBS ihre Kaufempfehlung für BASF -0,15% und votiert nun mit "Neutral". Dafür stufte sie die Papiere von Evonik -0,38% gleich doppelt hoch von "Sell" auf "Buy". BASF gaben auf Tradegate um 0,4 Prozent zum Xetra-Schluss nach, Evonik gewannen ein Prozent.

6. Corona-Lage in Deutschland 

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat den höchsten Stand seit Februar erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 527 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. Momentan ist die Zahl der täglich übermittelten Corona-Toten noch deutlich kleiner als zum Höhepunkt der zweiten Corona-Welle Ende vergangenen Jahres - und das, obwohl es momentan wesentlich mehr Ansteckungen gibt als damals. Experten führen das auf den positiven Effekt der Impfung zurück, die wirksam vor schweren Krankheitsverläufen schützt.

Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 432,2 gelegen - allerdings gab es dabei technische Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Zahlen aus Sachsen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 442,9 (Vormonat: 201,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 69.601 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.28 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67.186 Ansteckungen (Mit Material von dpa-AFX).

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