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Diese 6 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der DAX dürfte am Montag zunächst an seine Ende letzter Woche erzielten Verluste anknüpfen. Es sind insbesondere schwache Vorgaben aus den USA, die den deutschen Leitindex belasten.

Knapp eine halbe Stunde vor Handelsbeginn lag der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex bei 13.037 Punkten und indizierte ein Minus von 0,6 Prozent. Unter dem Strich befindet sich der DAX -1,41% damit weiter auf Schlingerkurs. Nachdem vor zwei Wochen die 21-Tage-Linie verteidigt wurde, zeichnet sich nun ein erneuter Test ab.

Vorgaben aus den USA

Die politische Hängepartie im Streit um das Corona-Konjunkturpaket hat der Wall Street bereits am Freitag Verluste eingebrockt. Zudem belastete die wieder aufgeflammten Sorgen vor einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und China. Die wichtigsten Indizes gingen jeweils rund ein Prozent tiefer aus den Handel. Der Dow Jones Industrial -0,35% gab um 0,88 Prozent auf 27 657,42 Punkte nach. In den Technologiewerten setzte sich der Rückschlag mit neuen Nasdaq-Tiefs seit Ende Juli fort.

Vorgaben aus Asien

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien folgen am Montag dem US-Trend. Der volatile CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen gab zuletzt rund ein halbes Prozent nach. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sackte der Hang-Seng-Index +0,82% zuletzt um knapp ein Prozent ab. Hier belasteten vor allem Kursverluste der HSBC-Aktie, die unter Berichten über Geldwäsche-Vorwürfe zeitweise mehr als vier Prozent verloren.

Euro wieder leichten Aufwind

Der Euro -0,1492% hat zu Wochenbeginn etwas zugelegt. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1870 US-Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend. Der Euro profitierte von einer breitangelegten Schwäche des Dollar.

Marktteilnehmer erklärten dies mit der grundsätzlichen Zustimmung von US-Präsident Donald Trump zu einer Lösung des Streits über den chinesischen Videodienst Tiktok. Damit könnte zumindest ein Streitpunkt zwischen den USA und China künftig entfallen, argumentierte Analyst Jeffrey Halley vom Handelshaus Oanda. Der Dollar profitiert meist von Verunsicherung, während ihn Entspannung oft belastet.

Kaum Konjunkturdaten zum Wochenstart

Zum Wochenstart stehen kaum Konjunkturdaten mit großer Marktbedeutung an. Allerdings äußern sich einige ranghohe Notenbanker, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Mobilfunkbranche im Fokus

Unter den Einzelwerten steht die Mobilfunkbranche zum Wochenbeginn im Fokus. Der Streit über die Kosten zur Nutzung des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland (O2) +0,54% durch den Konkurrenten 1&1 Drillisch -2,49% verschärft sich. 1&1 wirft Telefónica vor, die Kosten für die Nutzung des Mobilfunknetzes bereits vor Abschluss der laufenden Verhandlungen erheblich erhöht zu haben.

Da 1&1 und die Konzernmutter United Internet offenbar nicht mit der Preiserhöhung gerechnet haben, mussten beide Unternehmen am Samstag die Prognose für das operative Ergebnis im laufenden Jahr senken. Sie sehen zudem die Gefahr weiterer Gewinnrückgänge in den kommenden Jahren. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Aktien von United Internet rund 10 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag. Die im SDAX notierten Papiere von 1&1 Drillisch knickten auf Tradegate um fast 17 Prozent ein.

Deutsche Bank mit Defiziten

Einen Blick wert sind auch die Aktien der Deutschen Bank -1,91%, die auf Tradegate um rund ein Prozent nachgaben. Im Kampf gegen internationale Geldwäsche gibt es nach Recherchen des internationalen Journalisten-Netzwerks ICIJ nach wie vor erhebliche Defizite.

Demnach offenbaren die am Sonntagabend bekannt gemachten Informationen aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums, dass Banken aus aller Welt über Jahre hinweg Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt und trotz strenger Regularien mutmaßliche Kriminelle als Kunden akzeptiert und für diese Überweisungen in Milliardenhöhe ausgeführt hätten. In dem Datenleck geht es nach Angaben des Recherche-Netzwerks auch um Fälle bei der Deutschen Bank.

Bei Deutschlands größtem Geldhaus hieß es am Sonntag auf Anfrage, das ICIJ habe über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie die Deutsche Bank beträfen, seien diese den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen seien untersucht, es habe Einigungen mit Behörden gegeben.



Mit Material von dpaAFX.

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.557,64 -1,41%
PKT -179,31
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
Merck KGaA 125,05 +0,36%
Linde plc 196,05 +0,33%
Covestro AG 43,34 +0,21%
Fresenius Medical Care 67,00 -0,09%
Continental 101,75 -0,34%
Flops
Deutsche Bank 7,96 -2,39%
adidas AG 274,50 -2,52%
Bayer AG 42,50 -2,57%
MTU Aero Engines AG 154,95 -3,10%
Delivery Hero SE 94,50 -3,98%
Nachrichten
21.10. NACHBÖRSE/XDAX -0,1% auf 12.547 Pkt - Traton fester Continental 101,20 -1,17%
21.10. LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte DAX ® 12.557,64 -1,41%
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