DAX®13.782,89-0,69%TecDAX®3.347,85-0,60%S&P 500 I3.826,42-0,12%Nasdaq 10012.828,31-3,56%
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Diese 6 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die meisten Kurse am deutschen Aktienmarkt dürften mit kleinen Kursaufschlägen in die neue Woche starten. Etwa eine halbe Stunde vor dem Xetra-Start wurde der DAX -0,69% fast ein halbes Prozent höher gesehen bei 13.945 Punkten. Von der 14.000-Punkte-Marke war der DAX zuletzt bis auf 13.744 Punkte zurück geprallt, konnte seine 21-Tage-Linie jedoch verteidigen. Sie gilt als Gradmesser für den kurzfristigen Trend und steigt leicht an.

Insgesamt stehen für den Markt neben der weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie insbesondere die ersten Schritte unter der neuen US-Präsidentschaft Joe Bidens im Fokus (siehe auch Wochenausblick). Seine Amtseinführung und das von ihm angestrebte billionenschwere Konjunkturpaket hatten am vergangenen Donnerstag nochmals vielen Indizes zu neuen Rekorden verholfen - wie hierzulande dem MDAX -0,96%.

Die Erwartungen an das Konjunkturprogramm zur Wiederbelebung der US-Wirtschaft drängten die Sorgen über steigende Covid-19-Fälle und Verzögerungen bei der Impfstofflieferung in den Hintergrund, kommentierten die Experten der LBBW.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1.Vorgaben aus den USA

Hohe Kursverluste von Intel -2,36% und IBM -0,84% nach den Geschäftszahlen der beiden Tech-Giganten haben am Freitag den Aufwärtsdrang an der Wall Street abgewürgt. Während IBM die Anleger mit einem schwachen Cloud-Geschäft enttäuschte, nahmen die Investoren bei Intel nach den starken Zahlen des Chip-Herstellers Kursgewinne mit. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial -1,75%, in dem beide Titel enthalten sind, verlor 0,6 Prozent auf 30.997 Punkte. Auf Wochensicht stand ein Plus von 0,6 Prozent zu Buche.

2. Handel in Fernost

Nach dem jüngsten Rücksetzer tendieren die Börsen Asiens zum Wochenstart freundlicher. In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 225 -0,88% mit Kursgewinnen von 0,7 Prozent bei 28.822 Punkten. Der Hang Seng -3,43% in der Sonderverwaltungszone Hongkong legte zuletzt um fast zwei Prozent zu und der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen notierte 1,15 Prozent fester.

3. Konjunkturdaten

Um 10 Uhr wird der ifo-Geschäftsklimaindex und die Geschäftsaussichten veröffentlicht. Als ein anerkannter Frühindikator liefert der ifo-Geschäftsklimaindex wichtige Erkenntnisse über die aktuellen Bedingungen und die Geschäftserwartungen der nächsten 6 Monaten in Deutschland. Am Nachmittag gibt die Federal Reserve Bank of Chicago den nationalen Aktivitätsindex (CFNAI) bekannt. Dieser ist ein monatlicher Index, der die gesamtwirtschaftliche Aktivität und den damit verbundenen inflationären Druck misst.

Die Konjunktur hat ihre Achterbahnfahrt aus dem Jahr 2020 beim Start in das Jahr 2021 fortgesetzt. Volkswirte führender Finanz- und Wirtschaftsinstitute befürchten eine weitere Durststrecke im ersten Quartal, bevor eine Erholung einsetzen könnte, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. "2021 dürfte zwar ein Jahr der wirtschaftlichen Erholung werden, allerdings wird sich die Lage auf kurze Sicht erst noch einmal deutlich verschlechtern, bevor die Wirtschaft auf einen nachhaltigen Erholungspfad zurückkehrt", sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe.

4. Weltwirtschaftsforum

Erstmals hält das Weltwirtschaftsforum sein traditionelles Jahrestreffen im Internet ab. Wegen der Corona-Krise kann die Tagung nicht wie sonst im Schweizer Alpenort Davos stattfinden. Die "Davos Agenda" getaufte Veranstaltung beginnt heute. Bis zu diesem Freitag sollen dabei Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Online-Runden über aktuelle Herausforderungen wie die Pandemie und den Klimawandel diskutieren.

Angekündigt sind auch Reden ranghoher Politiker. Am Montag sollen der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping sowie UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprechen. Ein echtes Treffen will das Weltwirtschaftsforum in diesem Jahr aber auch noch ausrichten. Ende Mai sollen Wirtschaftslenker, Spitzenpolitiker und Gesellschaftsvertreter in Singapur zusammenkommen.

5. Unternehmens-News

Die Berichtssaison nimmt in dieser Woche weiter Fahrt auf, wenngleich es an diesem Montag unternehmensseitig in Deutschland noch etwas ruhiger zugeht. Vorläufige Quartalszahlen kamen aber bereits von Siemens Energy +0,62%. Der Siemens-Abspaltung halfen operative Verbesserungen bei sinkenden Kosten zu einer Rückkehr in die Gewinnzone. Ein Händler sprach von einem sehr soliden Zahlenwerk, das den starken Trend bestätige. Vorbörslich auf Tradegate stieg der Kurs um 3,6 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss.

Der taiwanesische Chip-Zulieferer GlobalWafers bangt offenbar um den Erfolg der angestrebten Übernahme des deutschen Waferherstellers Siltronic -0,32%. Erst hatte der Konzern in den vergangenen Tagen den gebotenen Preis gleich zweimal aufgestockt auf nun 145 Euro je Aktie. Am Montag senkte er laut einer Mitteilung die Mindestannahmeschwelle auf 50 Prozent und verlängerte die Annahmefrist um zwei Wochen bis zum 10. Februar. Die Siltronic-Anteile hatten sich am Freitag bereits um mehr als dreieinhalb Prozent auf 145,20 Euro verteuert. Gemessen daran gaben die Titel nun an diesem Montag auf Tradegate vorbörslich leicht nach.

Aktienumstufungen mit Bewegungspotenzial betreffen unter anderen Salzgitter -4,71%. Die US-Bank JPMorgan votiert für den Stahlkonzern nun mit "Neutral" statt bisher "Underweight". Zudem erhöhte Analyst Luke Nelson sein Kursziel auf 21,50 Euro. Die Stahlbranche komme in der Corona-Krise allmählich aus ihrer Kluft, schrieb er in einer aktuellen Branchenstudie. Salzgitter gewannen auf Tradegate 1,3 Prozent.

6. Corona-Lage

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6.729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Vergangenen Montag hatte das RKI 7.141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings waren die Daten aus Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig übermittelt worden. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen zudem meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die aktuellen Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen sind nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut nicht abzusehen gewesen. "Das ist sehr unerfreulich, gar keine Frage, aber das sind Dinge, die nicht in unserer Macht stehen", sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Herstellungsprobleme seien "letztlich nicht vorhersehbar" gewesen. (Mit Material von dpa-AFX)

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