DAX®15.123,87+0,75%TecDAX®3.355,16+0,33%Dow Jones 3034.297,73-0,19%Nasdaq 10014.149,12-2,48%
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Diese 6 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Ausverkauf wegen einer neuen Coronavirus-Variante dürfte sich der DAX +0,75% am Montag zunächst stabilisieren. Am Morgen wurde der deutsche Leitindex zeitweise 1,2 Prozent höher bei 15.432 Zählern gesehen. Am Freitag hatten Meldungen zu der als besorgniserregend eingestuften Variante Omikron der Jahresendrally im DAX ein jähes Ende bereitet. 

Mit im Tief bei fast 15.244 Punkten wurden die Kursgewinne seit Mitte Oktober ausradiert. Der als Indikator länger gehandelte X-Dax hatte sich am Freitagabend sogar bis auf 26 Punkte der 15.000-Punkte-Marke genähert, in der einige technisch orientierte Börsianer jetzt eine wichtige Schwelle sehen. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Montag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Am Schnäppchentag "Black Friday" hat es am Freitag auch an der Wall Street einen Ausverkauf gegeben. Die Angst vor einer neuen Coronavirus-Variante ließ den Dow Jones Industrial -0,19% zeitweise um fast drei Prozent auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen absacken. 

Mit 34.899 Punkten konnte das Kursbarometer seine Verluste zum vorgezogenen Handelsschluss nur wenig auf rund 2,5 Prozent reduzieren. Auf Wochensicht hat der US-Leitindex damit rund zwei Prozent eingebüßt. Am Tag nach Thanksgiving endete der Handel drei Stunden früher als üblich. 

Der marktbreite S&P 500 -1,28% verlor knapp 2,3 Prozent auf 4.594 Zähler. An der Nasdaq gerieten die Technologiewerte ebenfalls unter Druck. Der Auswahlindex Nasdaq 100 -2,48% konnte sich dem Abwärtsstrudel mit einem Abschlag von rund 2,1 Prozent auf 16.025 Punkte nicht entziehen.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben nach den kräftigen Kursverlusten vom Wochenschluss in Folge der Coronavirus-Variante Omikron auch zum Start der neuen Woche geschwächelt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 büßte 1,6 Prozent ein. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland umfasst, fiel zuletzt um 0,4 Prozent und der Hang-Seng-Index -1,80% in der Sonderverwaltungszone Hongkong gab um 0,9 Prozent nach.

3. Ölpreise schnellen hoch

Die Ölpreise sind am Montag stark gestiegen. Sie haben dennoch nur einen Teil der massiven Verluste vom vergangenen Freitag wettmachen können, als die Sorge vor der Ausbreitung einer als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus einen massiven Einbruch der Notierungen am Ölmarkt ausgelöst hatte.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 75,50 US-Dollar. Das waren 2,78 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 3,22 Dollar auf 71,37 Dollar.

Am Freitag waren die Ölpreise noch zeitweise fast zehn Dollar je Barrel eingebrochen, nachdem eine hohe Unsicherheit der Anleger wegen einer neuen und möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus einen Ausverkauf an den Finanzmärkten ausgelöst hatte. Rohstoffexperte Daniel Hynes von der Australia & New Zealand Banking Group bezeichnete den Kurssturz der Ölpreise vom vergangenen Freitag als "komplette Überreaktion" des Marktes.

4. Konjunkturdaten 

Zum Wochenauftakt dürfte die Veröffentlichung der Verbraucherpreise in einigen Bundesländern für frische Impulse am deutschen Aktienmarkt sorgen. Erzeugerpreise für den vergangenen Monat werden hingegen in Italien veröffentlicht und Japan gibt Zahlen zum Einzelhandelsumsatz im vergangenen Oktober bekannt. In den USA werden am Nachmittag zudem Zahlen zum dortigen Immobilienmarkt veröffentlicht, obendrein steht der Dallas Fed Index für das verarbeitende Gewerbe auf dem Programm. 

5. Unternehmensnews 

Mit Blick auf Einzelaktien waren mögliche Profiteure einer wieder verschärften Corona-Lage weiter gefragt. Allerdings erholten sich nun auch zyklische Branchen ein Stück weit, nachdem sie am Freitag besonders stark in den Ausverkauf verwickelt waren. Dazu zählten etwa die Auto- und Reisewerte. Die Volkswagen-Aktie -1,75% zum Beispiel stieg im Tradegate-Handel um ein halbes Prozent, obwohl mit der Citigroup ein weiteres Analysehaus skeptischer wurde. Die Experten gaben ihre bisherige Kaufempfehlung auf.

Telekom-Werte könnten Börsianern zufolge einen besonderen Blick wert sein wegen eines Berichts in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", wonach die Bundesnetzagentur eine Verlängerung der Mobilfunklizenzen ohne neue Auktionen prüfen soll. Die Papiere der Deutschen Telekom -0,47% zum Beispiel waren vorbörslich in dem erholten Umfeld aber nicht besonders positiv auffällig. Von Knorr-Bremse -0,14% gab es ferner noch Mittelfristziele.

6. Corona-Lage in Deutschland 

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 452,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 446,7 gelegen, vor einer Woche bei 386,5 (Vormonat: 64,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 29.364 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.34 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 30.643 Ansteckungen gewesen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,97 an (Donnerstag: 5,79). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Er spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden (Mit Material von dpa-AFX).

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