DAX®13.335,68+0,37%TecDAX®3.128,52+1,39%Dow Jones 3029.910,37+0,13%Nasdaq 10012.258,21+0,87%
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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem letztlich abgeschwächten Wochenstart geht es für die meisten Kurse auch am Dienstag wohl weiter abwärts: Vor dem Xetra-Start wurde den DAX +0,37% etwa 0,4 Prozent tiefer gehandelt bei 12.800 Punkten. Tags zuvor hatte sich der Leitindex im frühen Handel an der Marke von 13.000 Punkten versucht, es gingen ihm jedoch schnell die Kräfte aus.

Für Verunsicherung sorgen weiterhin die weiter steigenden Corona-Zahlen und die Furcht vor erneuten Lockdowns. "Bis heute Abend entscheidet es sich, ob der US-Kongress noch vor der US-Wahl ein zweites Fiskalpaket verabschieden wird oder nicht. Der Rückgang der US-Aktienkurse lässt mich vermuten, dass mittlerweile die wenigstens noch auf einen Durchbruch hoffen", erklärt die Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank in ihrem Morgenkommentar.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die schwindenden Hoffnungen auf ein rasches Corona-Hilfspaket in den USA haben die Wall Street am Montag belastet. Hinzu kommt die global wieder zunehmende Corona-Unsicherheit. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen nach einem verhaltenen Handelsstart deutlich im Minus. Der Dow Jones Industrial +0,13% stand am Ende 1,4 Prozent tiefer bei 28.195 Punkten. Der marktbreite S&P 500 fiel um 1,6 Prozent auf 3.426 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 +0,87% büßte 1,8 Prozent auf 11.634 Zähler ein.

Handel in Fernost

Die Anleger an den Börsen Asiens haben sich am Dienstag zurückgehalten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +1,07% schloss 0,4 Prozent leichter bei 23.567 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen notierte leicht im Plus, während der Hang-Seng-Index +0,39% in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong moderat nachgab.

Konjunkturdaten

Der Erzeugerpreisindex aus Deutschland erschien um 8 Uhr. Demnach schwächt sich der Preisdruck auf Produzentenebene weiter ab. Die Erzeugerpreise sanken im September zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im August hatte der Preisrückgang noch 1,2 Prozent betragen. Analysten hatten für September mit einer Rate von minus 1,4 Prozent gerechnet. Verantwortlich für den allgemeinen Preisrückgang waren zum wiederholten Mal die Energiepreise.

Wie sich der amerikanische Immobilienmarkt zuletzt entwickelt hat, erfahren Anleger um 14.30 Uhr mit den Baubeginnen und Baugenehmigungen.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten dürften Jenoptik erheblich unter Druck geraten. Der Technologiekonzern reduzierte sein Umsatzziel für 2020. Im dritten Quartal hätten die Erlöse unter dem Vorjahreswert, aber über dem zweiten Jahresviertel gelegen, hieß es. Der Auftragseingang sei auf Vorjahreshöhe gewesen. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten die Aktien um gut 10 Prozent ab.

Der Autobauer BMW -1,44% verzeichnete im abgelaufenen Quartal wie auch der Rivale Daimler +0,73% eine überraschend gute Entwicklung der finanziellen Mittel. Zwischen Juli und Ende September habe der Konzern im Kerngeschäft mit dem Autobau einen Zufluss von 3,07 Milliarden Euro verzeichnet, teilte BMW überraschend am Montagabend mit. Damit übertreffe der Konzern nach vorläufigen Daten die aktuelle Markterwartung, hieß es. BMW-Papiere fielen auf Tradegate um 1,0 Prozent.

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius -0,06% profitiert in der Corona-Pandemie weiter von guten Geschäften. Nach einem starken Wachstum in den ersten neun Monaten werden die Niedersachsen in puncto Umsatz und Profitabilität nun auch optimistischer für das Gesamtjahr. Auf Tradegate verteuerten sich die Aktien um 1,9 Prozent.

Im Laufe des Tages wollen auch noch folgende Unternehmen ihre Quartalszahlen vorlegen: Danone, Husqvarna, Lockheed Martin, Netflix, Philip Morris, Procter & Gamble, Reckitt Benckiser, Sartorius, Snap, Texas Instruments, UBS, Villeroy & Boch, Vivendi und Volvo AB.

Unternehmens-News

Der rasante Kursanstieg des Corona-Gewinners TeamViewer -0,26% hat seinen Großaktionär zum weiteren Kasssemachen inspiriert. Das vom Finanzinvestor Permira beratene Anlagevehikel TigerLuxOne gab den Verkauf von mehr als elf Prozent des Aktienkapitals des Anbieters von Fernwartungs- und Videosoftware bekannt. Die 22 Millionen Anteilscheine seien für 42,25 Euro je Stück veräußert worden. Der Schlusskurs des Softwaren-Unternehmens hatte im Xetra-Hauptgeschäft bei 46,09 Euro gelegen. Die Aktien von TeamViewer sanken auf Tradegate um 6,7 Prozent auf 43 Euro. Allerdings ist der Kurs seit Jahresanfang auch um fast 50 Prozent gestiegen.

Corona-Lage in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6.868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4.122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Neuinfektionen hatte vor dem Wochenende mit 7.830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Wegen der ungebremsten Ausbreitung des Coronavirus gelten im bayerischen Kreis Berchtesgadener Land ab 14 Uhr die ersten Ausgangsbeschränkungen seit dem Lockdown im Frühjahr. Die Menschen dürfen die eigene Wohnung dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

Die Leitende Oberärztin Carola Holzner vom Uni-Klinikum Essen ist wütend über das Corona-Verhalten vieler Menschen und befürchtet, dass Deutschland einen Fehler macht. "Es ist nicht mehr aufzuhalten", ist ihre Aussage in einem Welt-Interview.

Streit um Brexit-Handelspakt

Im heftigen Streit um den geplanten Brexit-Handelspakt pochen Großbritannien und die Europäische Union auf Bewegung der jeweils anderen Seite. Der britische Staatsminister Michael Gove forderte die EU gestern nochmals auf, ihre Haltung beim Abkommen "fundamental" zu ändern. So wie die Dinge derzeit stünden, sei aber nicht mehr mit einem solchen Abkommen vor Ende der Brexit-Übergangsphase zu rechnen. Brüssel habe sich geweigert, die Verhandlungen zu beschleunigen, und Kompromisse von britischer Seite gefordert.

Der britische Premier Boris Johnson hatte der EU vorgeworfen, keinen Handelspakt mit Großbritannien zu wollen, weshalb man nun von einem Bruch ohne Vertrag zum Jahreswechsel ausgehe. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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