DAX®15.320,52+0,82%TecDAX®3.531,88+1,47%Dow Jones 3033.815,90-0,94%Nasdaq 10013.762,36-1,24%
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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Dienstag dürfte der deutsche Aktienmarkt weiter zulegen. Nach dem Sprung auf ein Rekordhoch dürfte sich der Dax +0,82% am Dienstag zunächst etwas unter diesem Niveau einpendeln. Rund eine halbe Stunde vor dem Xetra-Handelsstart wurde der Leitindex nahezu unverändert bei 14.367 Punkten gesehen. Zu Wochenbeginn hatte der Dax mit 14.402 Punkten eine Bestmarke aufgestellt und nur wenig darunter geschlossen. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 +0,97% steuert am Dienstag auf eine leicht schwächere Eröffnung zu.

Für Rückenwind habe am Montag die Zustimmung des US-Senats zu einem billionenschweren Hilfsprogramm für die weltgrößte Volkswirtschaft gesorgt, schrieben die Experten der Helaba. Zudem hätten die Konjunkturoptimisten das Zepter übernommen. "Die zuletzt vorhandenen Sorgen über den Anstieg der Anleiherenditen und der Inflation spielten, zumindest kurzfristig, keine Rolle. Folgende Themen könnten am Dienstag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Am US-Aktienmarkt sind die Anleger am Montag weiter vom hoch bewerteten Technologiesektor abgerückt. Standardwerte liefen erneut besser. Der Dow Jones Industrial -0,94% kletterte auf ein Rekordhoch bei 32.148 Punkten, danach ließ der Schwung nach und der Leitindex beendete den Handel knapp einen Prozent höher bei 31.802 Punkten. Der marktbreite S&P 500 -0,90% gab indes belastet von Tech-Werten um 0,5 Prozent auf 3.821 Punkte nach.

2. Vorgaben aus Asien

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Die Kursverluste bei US-Technologieaktien belasteten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,12% schloss dennoch ein Prozent höher. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, büßte zuletzt hingegen 0,6 Prozent ein, während es in Hongkong für den Hang Seng +0,41% um rund ein Prozent nach oben ging. In China stemmten sich laut Kreisen Staatsfonds mit Käufen gegen einen Abverkauf.

3. Ölpreise verharren auf hohem Niveau

Die Ölpreise haben sich am Dienstag wenig verändert. Nach starken Kursbewegungen in den vergangenen Handelstagen hat sich die Lage am Ölmarkt vorerst etwas beruhigt. Am Morgen wurde Rohöl aus der Nordsee der Sorte Brent bei 68,37 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt und damit 13 Cent höher als am Montag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) verharrte auf 65,05 Dollar.

Zum Wochenauftakt waren die Ölpreise zunächst stark gestiegen und der Preis für US-Öl hatte zeitweise den höchsten Stand seit 2018 erreicht. Im Verlauf setzte dann aber eine deutliche Gegenbewegung ein und die Notierungen konnten sich erst am Dienstagmorgen wieder stabilisieren. Die Gegenbewegung am Ölmarkt erklärten Marktbeobachter mit einem festeren Dollar, der Rohöl in Ländern außerhalb des Dollar-Raums verteuerte und somit die Nachfrage bremste.

4. Unternehmensnews 

Am Dienstag stehen die detaillierten Geschäftszahlen mehrerer Unternehmen im Fokus. Die Deutsche Post -0,20% hob zudem ihre Jahresziele erneut an, da sie auch 2021 mit einem wachsenden Online-Handel und damit weiter steigenden Paketmengen rechnet. Der operative Ergebnisausblick (Ebit) liege über der Konsensschätzung, kommentierte ein Händler. Dies sollte der Aktie zusammen mit den angehobenen Zielen für den Barmittelzufluss der Jahre bis 2023 helfen.

Die endgültigen Jahreszahlen des Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub -0,50% liegen laut Börsianern ergebnisseitig knapp über den bereits veröffentlichten Eckdaten. Dazu falle der Dividendenvorschlag ein wenig höher als erwartet aus. Der Ergebnisausblick auf das laufende Jahr sei aber enttäuschend. Entsprechend verloren die Aktien auf der Handelsplattform Tradegate schon vorbörslich fast drei Prozent. 

Beim Halbleiterzulieferer Siltronic +2,42% lägen sowohl die endgültigen Zahlen für 2020 als auch der Dividendenvorschlag unter den Schätzungen, hieß es aus dem Markt. Angesichts der bevorstehenden Übernahme durch den taiwanischen Konzern Globalwafers sollte den enttäuschenden Zahlen aber keine allzu große Bedeutung eingeräumt werden.

5. Konjunkturdaten 

Während am heutigen Dienstag in Deutschland die Handels- und Leistungsbilanz für den Monat Januar veröffentlicht wird, legt in den USA das American Petroleum Institute (API) Daten zu den US-Öllagerbeständen vor. In Ungarn stehen derweil die Verbraucherpreise für den Monat Februar auf dem Plan und Italien gibt die Industrieproduktion im Januar bekannt. 

6. Australien will den Druck auf EU erhöhen 

Nach dem Lieferstopp von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union will Australien gemeinsam mit anderen Ländern Druck auf Brüssel ausüben, um abgesprochene Dosen doch noch zu erhalten. Handelsminister Dan Tehan sagte am Dienstag dem Sender ABC, es handele sich um "Impf-Protektionismus" seitens der EU. Er sei "unglaublich enttäuscht" über die Entscheidung Italiens, den Export von 250 000 Dosen des Vakzins von Astrazeneca zu blockieren. Es bestehe die Sorge, dass die EU auch künftige Lieferungen zurückhalten könne.

Australien plane, mit Kanada, Japan, Norwegen und Neuseeland zusammenzuarbeiten, um die EU zu drängen, ihre Meinung zu ändern, sagte Tehan. "Je mehr wir kollektiven Druck auf sie ausüben können, desto mehr werden sie erkennen, dass das, was sie tun, falsch ist." 

7. Corona-Lage in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4.252 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 255 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3.943 Neuinfektionen und 358 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04:40 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 67,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (68,0). Vor vier Wochen, am 9. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 72,8 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte. 

Sechs-Monats-Chart DAX (in Punkten)
Mit Material von dpaAFX.
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