DAX®15.199,68+0,33%TecDAX®3.284,58+0,68%Dow Jones 3034.047,75+1,37%Nasdaq 10013.122,50+0,93%
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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach einem freundlichen Wochenauftakt am deutschen Aktienmarkt ist am Dienstag schon wieder die Luft raus. Für den Handelsbeginn zeichnen sich beim DAX +0,33% minimale Abgaben ab: Knapp eine halbe Stunde vor dem Start ein wurde der deutsche Leitindex rund 0,1 Prozent schwächer bei 15.220 Punkten gesehen. 

Mit einem zögerlichen Start dürften sich die moderaten Schwankungen des DAX unterhalb des Rekordhochs von 15.501 Zählern fortsetzen. Zuvor hatte der Dow Jones Industrial +1,37% an der Wall Street nach dem Handelsschluss in Europa einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Folgende Themen könnten am Dienstag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Die US-Börsen haben sich am Montag nach einem freundlichen Start uneinheitlich entwickelt. Die Anleger wägen weiter zwischen den Perspektiven für eine anziehende Wirtschaft und den Risiken einer steigenden Inflation ab. Verhaltene aktuelle Konjunkturdaten schürten derweil keine Ängste vor einer baldigen Straffung der amerikanischen Geldpolitik. Letztlich stieg der Dow Jones Industrial +1,37% um 0,7 Prozent auf 34.113 Punkte. Der marktbreite S&P 500 +1,22% rückte am Montag um 0,3 Prozent auf 4.192 Punkte vor. Dagegen rutschte der technologielastige Nasdaq 100 +0,94% ins Minus und notierte am Ende 0,4 Prozent tiefer bei 13.799 Zählern.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens haben am Dienstag teilweise zugelegt. Sie bleiben im Spannungsfeld von der Aussicht auf eine weitere Konjunkturbelebung auf der einen Seite und einer Ausweitung der Corona-Krise in Ländern wie Indien sowie steigenden Kapitalmarktzinsen auf der anderen Seite. In Hongkong stieg der Hang Seng zuletzt um 0,4 Prozent. Auch in Südkorea, Australien und Indien legten die Kurse zuletzt moderat zu. In Japan und in Festlandchina wurde auch am Dienstag nicht gehandelt.

3. Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel leicht nachgegeben, nachdem die Kurse bereits am Vortag gefallen waren. Starke Impulse waren zunächst nicht zu verzeichnen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,44 US-Dollar. Das waren 12 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 15 Cent auf 64,34 Dollar.

Zurzeit rangieren die Ölpreise knapp unterhalb ihres höchsten Niveaus seit Mitte März. An der grundsätzlichen Lage am Ölmarkt hat sich in den vergangenen Tagen wenig geändert: Unterstützung erhalten die Preise von den Corona-Impfkampagnen in vielen Ländern. Das stärkt die Hoffnung auf weniger Beschränkungen des öffentlichen Lebens, mehr wirtschaftliche Aktivität und eine höhere Erdölnachfrage. 

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag dürften die PMI-Daten zum verarbeitenden Gewerbe in China im April und die Handelsbilanz der USA im März 2021 im Fokus der Anleger stehen. Zudem legen die Vereinigten Staaten von Amerika die Auftragseingänge der Industrie und die Auftragseingänge bei langlebigen Gütern für den Monat März vor. Außerdem steht der wöchentliche API-Ölbericht der USA auf dem Programm.

5. IG Metall warnt vor Existenzkrise des deutschen Schiffsbaus 

Der Schiffbau in Deutschland steckt nach Einschätzung der IG Metall mitten in einer Existenzkrise. "Diese Krise geht an die Substanz des deutschen Schiffbaus. Tausende Arbeitsplätze auf Werften und bei Zulieferern sind in Gefahr", sagte der Bezirksleiter Küste der Gewerkschaft, Daniel Friedrich, der Deutschen Presse-Agentur. "Einzelne Standorte - und damit wichtige industrielle Kerne an der Küste - stehen vor dem Aus", befürchtet er. "Um die Zukunft des Schiffbaus in Deutschland zu sichern, müssen Politik und Unternehmen jetzt handeln."

Inmitten einer der schwersten Krisen berichtet der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) am Dienstag (10.00 Uhr) über die Lage der Branche. Die Werftindustrie ist von der Coronakrise schwer getroffen worden, bei etlichen Betrieben stehen viele Arbeitsplätze auf der Kippe. Die deutschen Werften sind zwar im internationalen Vergleich klein, haben aber nach dem Abschied vom Containerschiffbau eigentlich profitable Nischen gefunden - zum Beispiel beim Bau von Kreuzfahrtschiffen, Luxusjachten und Spezialschiffen. Doch gerade die Kreuzfahrtbranche braucht im Corona-Lockdown keine neuen Schiffe. 

Zwischen Emden im Westen und Wolgast im Osten zählten die 60 größeren Werften 2019 noch 20.300 Beschäftigte. Mit Zulieferern bietet die Branche etwa 200 000 Arbeitsplätze. Neben dem Bau neuer Schiffe zählen Wartung, Reparaturen und Umbauten zum Geschäft.

6. Unternehmensnews

Auf Unternehmensseite gaben einmal mehr Quartalsberichte Impulse - unter anderem für die Infineon-Aktien +0,95% , die infolge des Berichts zum zweiten Geschäftsquartal vorbörslich um 0,8 Prozent zulegten. Die Prognosen des Chipkonzerns für den Umsatz und die operative Marge wurden in diesem Geschäftsjahr erneut leicht angehoben.

Nach oben ging es auch beim Immobilienkonzern Vonovia+0,20% nach dessen Quartalsbericht. Die Aktien legten um 0,7 Prozent zu. Hellofresh +6,47% gilt als DAX-Kandidat, hier sorgte ein starkes Wachstum im ersten Quartal für zufriedene Gesichter. Das vorbörsliche Plus bei den Aktien des Kochboxenlieferanten betrug zwei Prozent. 

Für die Papiere des Diagnostikkonzerns Qiagen +0,21% ging es im MDax +0,18% vorbörslich um 0,9 Prozent hoch. Am Markt hieß es, sowohl der im ersten Quartal erzielte Umsatz als auch der Gewinn je Aktie lägen über den Erwartungen. Einem Händler zufolge ist es aber ein Wermutstropfen, dass der Ausblick nicht angehoben wurde. 

Die Aktien von Teamviewer -2,90% fielen hingegen vorbörslichum ein halbes Prozent. Börsianer sprachen anlässlich des ersten Quartals von gemischten Resultaten: Zwar wurde der operative Gewinn als positive Überraschung angesehen, der Umsatz jedoch habe die Erwartungen nicht erfüllt. 

Für vorbörsliche Kursgewinne bei Siemens Healthineers +1,54%, die auf Tradegate um 0,6 Prozent stiegen, sorgte eine Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank. Analyst Falko Friedrichs sieht die Medizintechniker vor einem starken Gewinnwachstum und glaubt, dass der bereits erhöhte Unternehmensausblick konservativ ist.

7. Corona-Lage in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.534 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden deutschlandweit nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote und 10.976 Corona-Neuinfektionen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). 

Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von Dienstagmorgen 05:08 Uhr wieder. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich (Mit Material von dpa-AFX).

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