DAX®15.448,04-1,78%TecDAX®3.489,37-0,53%Dow Jones 3033.290,08-1,58%Nasdaq 10014.049,58-0,81%
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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Steigende Rohstoffpreise und damit wieder größer werdende Inflationsbedenken dürften am Dienstag den Dax -1,78% belasten. Knapp eine halbe Stunde vor dem Auftakt signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,6 Prozent auf 15.218 Punkte. Damit dürfte das Rekordhoch von 15.501 Punkten wieder etwas in die Ferne rücken.

Zuvor waren auch in den USA und Asien die Aktienmärkte auf Talfahrt gegangen, allen voran die Technologiewerte an der New Yorker Nasdaq wegen der mit Inflationssorgen verbundenen Zinsangst. Der Dow Jones Industrial -1,58% war erst spät knapp ins Minus gedreht. Folgende Themen könnten am Dienstag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Im Sog massiver Verluste von Technologiewerten haben die US-Aktienmärkte am Montag an Boden verloren. Steigende Rohstoffpreise hätten Sorgen geschürt, dass die Inflation das Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt zum Erliegen bringen und die jüngste Rekordrallye an den Börsen zunichte machen könnte, hieß es aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial -1,58% kletterte im frühen Handel erstmals über die vielbeachtete Marke von 35.000 Punkten und erreichte den vierten Handelstag in Folge ein Rekordhoch, bröckelte jedoch bald darauf wieder ab. Im späten Handelsverlauf beschleunigte sich die Talfahrt und ließ den US-Leitindex 0,1 Prozent im Minus schließen bei 34.742 Punkten.

2. Vorgaben aus Asien

In Asien haben die Aktienmärkte am Dienstag deutlich schwächer tendiert. Inflationsängste belasteten auch dort insbesondere Technologieaktien. In Tokio sackte der Leitindex Nikkei 225 -2,09% zuletzt um mehr als drei Prozent ab. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen an Chinas Festlandsbörsen büßte 0,05 Prozent ein. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index +0,71% zuletzt um mehr als zwei Prozent nach.

3. Ölpreise geben leicht nach 

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,72 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 55 Cent auf 64,37 Dollar.

Die nach einem Cyberangriff ausgefallene US-Ölpipeline soll nach Angaben des Betreibers bis Ende der Woche wieder weitgehend laufen. Der Ausfall der Pipeline, über den ein großer Teil der Ölversorgung der amerikanischen Ostküste läuft, hat am Erdölmarkt bisher nur zeitweise für steigende Preise gesorgt. Ein längerer Ausfall dürfte jedoch zu Engpässen in der Benzin- und Dieselversorgung führen. Nach Medienberichten klagen Tankstellen bereits über Knappheiten. 

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag stehen zudem die  Erzeuger- und Verbraucherpreise im April in der Volksrepublik China auf dem Programm. Zudem werden in Deutschland ZEW-Konjunkturerwartungen für den Mai veröffentlicht und die USA legen den wöchentlichen API-Ölbericht vor. 

5. Unternehmensnews

In dem schwächeren Börsen-Umfeld verarbeiten die Anleger hierzulande am Dienstag eine große Menge an Quartalszahlen, insbesondere von Unternehmen aus dem MDax -0,58% und SDax -1,02%. Aus dem Dax berichtete am Morgen der Versorger Eon -0,51% . Trotz positiver erster Expertenreaktionen gingen die Aktien hier vorbörslich mit 0,6 Prozent auf Talfahrt.

Im MDax machten K+S -4,85% und Thyssenkrupp -0,12% Schlagzeilen mit jeweils angehobenen Jahreszielen, allerdings gab es hier im schwachen Marktumfeld keine positiven Kursreaktionen. Der Dünger- und Salzkonzern K+S blickt dank eines florierenden Geschäfts mit Auftausalz und der Erholung der globalen Agrarmärkte positiver in die Zukunft, hier dürften die Aktien ihr am Vortag erreichtes Hoch seit Januar 2020 festigen. Vorbörslich verloren die Aktien aber 0,9 Prozent. 

Thyssenkrupp erhöhte nach einem besser als erwartet ausgefallenen Quartal erneut seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Dabei profitiert das Unternehmen von der Erholung der Stahl- und der Autoindustrie sowie von guten Geschäften mit Industriekomponenten. Börsianer fanden aber mit dem nach wie vor deutlich negativen Mittelzufluss ein Haar in der Suppe. Die Aktien fielen vorbörslich um 1,7 Prozent. 

Damit ist die Flut an Quartalsberichten aus der zweiten Börsenliga bei weitem nicht zu Ende. Um nur Kandidaten aus dem MDax zu nennen: Es gab auch von Bechtle -0,59% , Brenntag +1,51% , Dürr, Evotec -0,76%, Fraport -0,70%, Gea , LEG +0,83% , Nordex -1,77% , Ströer +0,72% und United Internet -1,09% Quartalsberichte. 

6. USA erteilen BioNTech-Impfstoff Zulassung für 12- bis 15-Jährige

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des deutschen Impfstoffherstellers Biontech +2,04% und seines US-Partners Pfizer -0,23% auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung für Menschen ab 16 Jahren sei entsprechend angepasst und erweitert worden, teilte die FDA am Montag mit. Anfang April hatten Biontech und Pfizer einen entsprechenden Antrag bei der FDA eingereicht.

FDA-Chefin Janet Woodcock sprach von einem "wichtigen Schritt" im Kampf gegen die Pandemie. "Die heutige Aktion ermöglicht es, eine jüngere Bevölkerung vor Covid-19 zu schützen, was uns der Rückkehr zu einem Gefühl der Normalität und der Beendigung der Pandemie näher bringt." Eltern und Erziehungsberechtigte könnten sicher sein, dass die Behörde eine strenge und gründliche Überprüfung aller verfügbaren Daten vorgenommen habe. 

Zuvor hatte bereits unter anderem Kanada als eines der ersten Länder der Welt den Impfstoff auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Auch bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ein entsprechendes Gesuch, die Prüfung könnte noch bis Anfang oder Mitte Juni dauern. In der EU ist das Mittel von Biontech/Pfizer bislang nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. 

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6.125 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7.534 Neuansteckungen gelegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 115,4 (Vortag: 119,1; Vorwoche: 141,4). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 283 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 315 Tote gewesen (Mit Material von dpa-AFX)

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