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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die gute Laune an den US-Börsen mit Rekorden an der technologielastigen Nasdaq und im S&P 500 +0,61% dürfte sich am Dienstag auf den deutschen Aktienmarkt übertragen. Mit Einzelhandelsumsätzen, Erzeugerpreisen und Industrieproduktion kommen am Nachmittag beachtenswerte Konjunkturdaten aus den USA. Marktteilnehmer dürften die Daten auch mit Blick auf die an diesem Dienstag beginnende Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) betrachten. Am Mittwoch werden die Resultate der Beratungen erwartet.

Für den DAX zeichnet sich knapp eine halbe Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,4 Prozent auf 15.750 Zähler ab. Somit hält der Dax Kontakt zu seiner am Vortag aufgestellten Bestmarke bei fast 15.803 Punkten. Auch der MDAX +0,13% der mittelgroßen Werte und der Nebenwerteindex SDAX +0,53% hatten sich zu Wochenbeginn zu Rekordhöhen aufgeschwungen. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen: 

1. Vorgaben aus den USA

Ohne klaren Trend sind die US-Aktienmärkte in die neue Börsenwoche gestartet. Während sich die Standardwerte an der Wall Street mehrheitlich moderat im Minus bewegten, setzten die Technologietitel an der Nasdaq ihre jüngste Bergfahrt fort. Im Anlegerfokus standen die für Mittwoch avisierten geldpolitischen Kommentare und Beschlüsse der US-Notenbank. Nach Einschätzung der meisten Analysten wird die Fed trotz eines zuletzt starken Anstiegs der Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten. Der Dow Jones Industrial +0,60% schloss am Montag 0,3 Prozent tiefer mit 34.393 Punkten. Der S&P 500 +0,61% gewann hingegen 0,2 Prozent auf 4.255 Zähler. Für den Nasdaq 100 +0,32% ging es um 0,9 Prozent auf 14.128 Punkte nach oben.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg zuletzt um rund ein Prozent, während der Hang Seng +3,17% in Hongkong um 0,9 Prozent fiel. Der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, sank zuletzt um gut 1 Prozent. Die Anleger warten weiterhin auf geldpolitische Signale der US-Notenbank Fed am Mittwoch.

3. Ölpreise weiter im Aufwind

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 73,13 US-Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg in ähnlichem Ausmaß auf 71,15 Dollar.

Die Ölpreise rangieren damit in der Nähe ihrer mehrjährigen Höchststände, die sie zu Wochenbeginn markiert hatten. Gestützt werden die Preise vor allem durch die Aussicht auf eine konjunkturelle Besserung und einen damit einhergehenden Nachfrageanstieg nach Erdöl und Ölprodukten wie Benzin. Das Rohölkartell Opec rechnet für die zweite Jahreshälfte mit einem kräftigen Nachfrageschub.

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag werden zahlreiche Konjunkturdaten aus den USA erwartet: Neben dem Empire State Index für den Monat Juni, sowie dem Einzelhandelsumsatz, den Erzeugerpreisen, der Kapazitätsauslastung und der Industrieproduktion im Vormonat, veröffentlichen die Vereinigten Staaten von Amerika auch die April-Lagerbestände, den wöchentlichen API Ölbericht und den NAHB-Index. 

In Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und der Slowakei werden zudem die endgültigen Verbraucherpreise erwartet und die Eurozone legt ihre Handelsbilanz für den Monat April vor. 

5. Unternehmensnews

An diesem Dienstag stehen hierzulande unter anderem die Aktien der Lufthansa -0,65% im Fokus. Bei der deutschen Fluggesellschaft rückt eine Kapitalerhöhung wie erwartet näher. Positiv aber überraschten die bekanntgegebenen mittelfristigen Ziele des Konzerns. Die Papiere notierten auf der Handelsplattform Tradegate gut ein Prozent über dem Xetra-Schlusskurs am Montag.

Die Anteilsscheine der Adler Group -1,24% könnten von einem positiven Analystenkommentar profitieren. Die Aktien seien eine gute Wahl, um vom knappen Wohnimmobilienmarkt in Deutschland zu profitieren, schrieb der Experte Tim Leckie von der US-Bank JPMorgan. Zudem winkten hier wegen der Geldflüsse in Immobilien Bewertungsgewinne. Der Fachmann verwies ebenso auf die laufende Branchenkonsolidierung. Auf Tradegate stiegen die Papiere um rund ein Prozent.

Zudem veröffentlicht am Dienstag der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) seine Q2-Zahlen. Während der DAX-Konzern SAP eine Online-Konferenz für Finanzanalysten und Investoren abhält, präsentiert der US-Konkurrent Oracle seine Q4-Zahlen und TeamViewer, Evotec, Bechtle und Hawesko laden zur Online-Hauptversammlung ein. 

6. Inflation in Deutschland auf Mehrjahreshoch 

Angeheizt von steigenden Energiepreisen ist die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast zehn Jahren gestiegen. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. So hoch war die jährliche Teuerungsrate in Europas größter Volkswirtschaft zuletzt im September 2011. Die Wiesbadener Behörde bestätigte am Dienstag Angaben von Ende Mai.

Seit Anfang 2021 ist eine Abgabe von 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid (CO2) fällig, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. Das treibt die Energiepreise nach oben. Ein zweiter Preistreiber: Die in der Corona-Krise für ein halbes Jahr gesenkte Mehrwertsteuer ist seit Januar wieder auf ihrem alten Niveau. 

7. Corona-Lage in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1204 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 15,5 an (Vortag: 16,6; Vorwoche: 22,9). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 140 Tote gewesen (Mit Material von dpa-AFX)

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