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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem leichteren Wochenstart dürfte es auch am Dienstag am deutschen Aktienmarkt zunächst etwas abwärts weitergehen. Etwa 30 Minunten vorm Xetra-Start wird der DAX -0,79% nun bei 15.568 Punkten etwa 50 Punkte unter Vortagsschluss gesehen. Die Commerzbank-Experten sprechen von angespannter Ruhe in einer hektischen Woche - gespickt mit Daten, der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch und vielen Quartalsberichten.

Mehr als ein Drittel der im S&P 500 gelisteten Unternehmen legen in dieser Woche Ergebnisse vor. Auch in Deutschland kommt die Berichtssaison ins Laufen.

Folgende Themen könnten heute noch Einfluss auf die Kurse nehmen.

Vorgaben aus den USA

Die US-Aktienmärkte haben die neue Woche mit weiteren Rekordhochs eingeläutet. Unerwartet schwache US-Konjunkturdaten hielten die Gewinne am Montag jedoch in engen Grenzen. So waren die Verkäufe neuer Häuser im Juni um 6,6 Prozent gefallen und damit zum dritten Mal in Folge. Analysten hatten mit einem Anstieg um 3,5 Prozent gerechnet.

Der Dow Jones Industrial +0,21% erklomm eine weitere Höchstmarke bei 35.150 Punkten und schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 35.144 Zählern. Auch der S&P 500 -0,66% schwang sich zu einem weiteren Höchststand empor und gewann letztlich 0,2 Prozent auf 4.422 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es ebenfalls auf ein Rekordhoch. Das technologielastige Marktbarometer endete 0,1 Prozent höher bei knapp 15.126 Zählern.

Handel in Fernost

Die Börsen Asiens haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Vortags hatten Chinas Börsen auf neue Sorgen vor staatlichen Eingriffen in den Privatsektor mit heftigen Kursverlusten reagiert, die sich nun teilweise fortsetzten. Der Hang Seng in Honkong +1,33% fiel zuletzt um eineinhalb Prozent. Für den CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, sank um 0,7 Prozent. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -1,02% hingegen stieg um 0,5 Prozent auf 27.970 Punkten.

Wachstumsprognose des IWF

Der Internationale Währungsfonds (IWF) legt heute eine neue Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft vor. Experten rechnen angesichts der Erholung von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in Industrieländern weiter mit einem positiven Ausblick. Bei der letzten Aktualisierung der Berechnungen im April hatte der IWF seine globale Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 6 Prozent und für das kommende Jahr auf 4,4 Prozent angehoben.

Konjunkturdaten

Ungeachtet der andauernden Corona-Krise und des Chipmangels gehen die meisten Branchen der deutschen Industrie von weiter steigenden Exporten in den nächsten Monaten aus. Zwar hat sich laut Münchner Ifo-Institut die Stimmung unter den ausführenden Unternehmen im Juli etwas verschlechtert, doch insgesamt laufe die Exportwirtschaft nach wie vor sehr gut. Der Ifo-Index der Exporterwartungen sank von 25 auf 24,5 Punkte, einen nach wie vor hohen Wert. Vor einem Jahr war der Index noch im Minus gewesen.

Um 10 Uhr veröffentlicht die Europäische Zentralbank neue Daten zur Geldmenge M3.  

Quartalszahlen

Am deutschen Markt stehen der Maschinen- und Anlagenhersteller Dürr -1,71% und der Staplerbauer Kion -1,05% mit Zahlen im Fokus. Kion blickt nach einem guten ersten Halbjahr optimistischer auf 2021. Trotz Anhebung der Ziele bestünden im wirtschaftlichen Umfeld Unsicherheiten, hieß es einschränkend. Im Handel auf Tradegate verteuerten sich die Titel bei allerdings geringem Umsatz um fast drei Prozent zum Xetra-Schluss. Die Titel des Konkurrenten Jungheinrich -2,48% zogen nach einer Hochstufung von "Hold" auf "Buy" durch die Berenberg Bank um 1,8 Prozent an.

Dürr hob dank eines stark anziehenden Geschäfts die Prognosen für das laufende Jahr ebenfalls an. Auftragseingang, Umsatz und operatives Ergebnis sollen besser ausfallen als bisher angenommen. Auf Tradegate reagierten die Papiere mit plus 3,1 Prozent verglichen mit dem Xetra-Schluss.

Heute um 19 Uhr meldet noch die Deutsche Börse DE0005810055> ihren Quartalsabschluss. Konzernchef Theodor Weimer, der die Geschicke des Börsenbetreibers seit Anfang 2018 lenkt, will die Nettoerlöse im laufenden Jahr auf rund 3,5 Milliarden Euro steigern. Das entspräche einem Plus von zehn Prozent.

Aus den USA kommen nachbörslich noch Quartalszahlen unter anderem von Alphabet, AMD, Apple, Starbucks und Visa.

Der US-Elektroautobauer Tesla -1,17% hat ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen geschafft und erstmals mehr als eine Milliarde Dollar in einem Vierteljahr verdient. Das Unternehmen von Elon Musk verzehnfachte den Überschuss in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich auf 1,14 Milliarden Dollar (rund 970 Mio Euro). Das gab Tesla am Montag nach US-Börsenschluss in Palo Alto bekannt. Die Erlöse wuchsen um 98 Prozent auf insgesamt zwölf Milliarden Dollar.

Unternehmens-News

Das Mainzer Unternehmen BioNTech -6,43% will in den kommenden Jahren einen mRNA-Impfstoff gegen Malaria entwickeln. Man plane den Start einer klinischen Studie bis Ende 2022, teilte das Unternehmen mit. Man wolle einen sicheren und hochwirksamen mRNA-Impfstoff mit länger anhaltender Immunität zur Vorbeugung von Malaria entwickeln, kündigte BioNTech an.

Corona-Lage

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1.545 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit knapp drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 14,5 - am Vortag betrug der Wert 14,3, beim Tiefststand vom 6. Juli 4,9.

Spanien und die Niederlande sind seit Mitternacht als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. Damit gelten bei der Einreise von dort nach Deutschland zusätzliche Auflagen. Mit der Entscheidung vom Freitag hatte die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern reagiert. Die USA kündigten unterdessen am Montag an, die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufzuheben. (Mit Material von dpa-AFX)

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