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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt starten die meisten Werte eher vorsichtig in den Handelstag. Immerhin wird der Leitindex DAX -0,95% etwa eine halbe Sunde vor Xetra-Start auf Vortagsschluss gesehen bei nun 15.565 Punkten. Laut den Experten der Commerzbank ist derzeit unter den Anlegern wieder erhöhte Vorsicht angesagt. Sie führen dies auf die Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus zurück, die nun in einigen Städten Chinas wieder für Lockdown-Maßnahmen sorge.

Dass die Pandemie der globalen Wirtschaft wieder Gegenwind gibt, hätten die jüngsten Einkaufsmanagerindizes aus den USA und China gezeigt, die am Vortag unter den Erwartungen ausgefallen waren.

Folgende Themen können heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Den Schwung aus dem frühen Handel hat am Montag der New Yorker Aktienmarkt schnell eingebüßt. Zunächst auf neuem Rekordhoch bei 35.192, beendete der Dow Jones Industrial +0,21% den ersten Handelstag im August mit minus 0,3 Prozent auf 34.838 Punkten. Konjunkturdaten enttäuschten: So hatte sich die Stimmung in der US-Industrie im Juli überraschend eingetrübt. Am Anleihemarkt sanken daraufhin die Renditen, Marktbeobachter sprachen von Wachstumssorgen. Positiv werteten sie indes die Beratungen des US-Senats über ein neues billionenschweres Infrastrukturprogramm, die offenbar kurz vor dem Abschluss stehen.

Handel in Fernost

Die wichtigsten Aktienmärkte Asiens haben am Dienstag geschwächelt. Steigende Corona-Infektionszahlen machen die Anleger ein Stück weit nervös. So sind in China einmal mehr viele Menschen in Quarantäne. Zudem fürchten Investoren weiteres Vorgehen der chinesischen Regierung gegen Teile der Privatwirtschaft. So fielen die Tencent-Aktien deutlich, nachdem China Online-Spiele als spirituelles Opium bezeichnet hatte. Der Hang Seng in Honkong +1,33% sank zuletzt um rund 0,3 Prozent und der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, drehte zuletzt ins Minus. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,90% fiel um rund 0,6 Prozent.

Konjunkturdaten

An der Konjunkturdatenfront ist es recht ruhig heute.  Um 11 Uhr werden die Erzeugerpreise aus der Eurozone für Juni veröffentlicht, um 16 Uhr folgenn die Auftragseingänge für die Industrie aus den USA.

Ölpreise

Die Ölpreise haben sich nach kräftigen Kursverlusten am Vortag nun stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 72,94 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls geringfügig auf 71,29 Dollar.

Gestern hatten enttäuschende Konjunkturdaten aus führenden Volkswirtschaften der Welt die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. In den USA und in China waren Indikatoren für die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie jeweils gesunken. Schwache Konjunkturdaten aus den beiden größten Volkswirtschaften der Welt schüren am Ölmarkt die Sorge vor einer schwächeren Nachfrage nach dem Rohstoff.

Quartalszahlen

Der Halbleiterkonzern Infineon -4,33% profitiert weiter vom anhaltenden Chipboom. Im abgelaufenen Quartal belasteten allerdings Corona-Probleme und die Folgen eines Wintersturms. Infineon blieb beim Umsatz etwas hinter den Erwartungen der Experten zurück. Das operative Ergebnis fiel dagegen so hoch wie prognostiziert aus. Auf der Handelsplattform Tradegate zeigten sich die Aktien zunächst kaum verändert.

Der Autobauer BMW +0,41% warnt indes nach einem unerwartet starken zweiten Quartal vor Belastungen durch höhere Rohmaterialpreise und knappe Chipversorgung in der zweiten Jahreshälfte. Bei der von Anlegern stark beachteten Jahresprognose für die Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern in der Autosparte geht das Management wie bisher von einem Wert am oberen Ende der Bandbreite von 7 bis 9 Prozent aus. Analysten rechnen bereits mit rund 10 Prozent. Auf Tradegate stiegen die Aktien um 0,7 Prozent.

Der Software-Anbieter TeamViewer -1,94% verdiente im abgelaufenen Quartal wegen deutlich gestiegener Kosten nur noch halb so viel verdient wie ein Jahr zuvor. Vor einem Jahr hatte das auf Fernwartungs- und Videokonferenzsoftware spezialisierte Unternehmen von einer starken Sondernachfrage nach Homeoffice-Lösungen in der Corona-Krise profitiert. Seitdem hat Teamviewer viel Geld ins Wachstum gesteckt, was die Kosten nach oben trieb. Auf Tradegate sanken die Teamviewer-Titel um 0,1 Prozent.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport +0,03% ist im zweiten Quartal dank einer staatlichen Ausgleichszahlung in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Vorstandschef Stefan Schulte hält deshalb jetzt auch im Gesamtjahr einen kleinen Gewinn für möglich. Die Aussichten für das Passagiergeschäft an Deutschlands größtem Airport haben sich nach seiner Einschätzung aber nicht verbessert. Fraport-Papiere gewannen auf Tradegate um gut zwei Prozent.

Ein einmaliger Steuereffekt im Zusammenhang mit einem aufgegebenen Fondsprodukt wird das Ergebnis der Aareal Bank -1,15% im laufenden Jahr belasten. Dafür seien im zweiten Quartal Rückstellungen gebildet worden, teilte das Unternehmen mit. Trotz der Sonderbelastung hält Aareal an seinen Jahreszielen fest. Allerdings steigt die erwartete Steuerquote. Die Anteilsscheine fielen auf Tradegate um 0,2 Prozent.

Unternehmens-News

Die Expansion von Royal Dutch Shell +2,60% bei Erneuerbaren Energien geht weiter. So hat der britisch-niederländische Öl- und Gasproduzent gestern auch von den Kartellbehörden die Erlaubnis für einen weiteren Zukauf erhalten. Demnach darf sich Shell die Next Kraftwerke einverleiben. Mit dem Direktvermarkter von Erneuerbaren Energien stärkt der Energieriese seine Position in dieser Sparte weiter. Die A-Anteile der Shell-Aktie legen am Morgen leicht zu.

Außerdem bleibt die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus nach wie vor eine Belastung für die Märkte. Zuletzt wurden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verstärkt, was unter anderem auch die Mobilität einschränkt. Als Reaktion auf die Maßnahmen hat beispielsweise die australische Fluggesellschaft Qantas -1,71% rund 2.500 Mitarbeiter vorübergehend freigestellt.

Corona-Lage

Die Corona-Inzidenz ist in Deutschland erneut leicht angestiegen: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Morgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,9. Am Vortag betrug der Wert 17,8, am Dienstag der Vorwoche 14,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1.766 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1.545 Neuansteckungen gelegen, in den Tagen danach war er jedoch deutlich über 2.000, am Donnerstag sogar über 3.000 gestiegen. (Mit Material von dpa-AFX) 

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