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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich die Erholung vom Wochenauftakt auch am Dienstag fortsetzen. Der DAX +0,75% wurde am Morgen zeitweise rund 0,8 Prozent höher bei 15.505 Punkte taxiert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,59% wird 0,9 Prozent fester erwartet.

Nach seinem Kursrutsch im Zuge der vierten Corona-Welle nimmt der DAX damit den Widerstand bei 15.500 Punkten erneut ins Visier. Bei aktuell 15.625 Punkten wartet dann die 50-Tage-Durchschnittslinie, die als mittelfristiges Trendbarometer gilt. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

An den US-Börsen haben die Anleger am Montag zugegriffen. Die Coronavirus-Variante Omikron verlor zunächst ihren Schrecken. Gekauft wurden vor allem die Standardwerte im Dow Jones Industrial -0,19%, der um rund1,9 Prozent auf 35.227 Punkte zulegte. Einen Großteil des Kursrutsches seit dem Bekanntwerden der Variante hat der Leitindex mittlerweile aufgeholt. Seit dem zwischenzeitlichen Rutsch an die 34.000 Punkte hat er 3,6 Prozent gewonnen.

2. Vorgaben aus Asien 

Positive Vorgaben der Wall Street und geldpolitische Maßnahmen von Chinas Notenbank zur Stützung der Konjunktur haben den Börsen Asiens am Dienstag Rückenwind verliehen. Auch ließen die Sorgen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus etwas nach. Allerdings schwelt weiterhin die Krise um den hochverschuldeten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland umfasst, gewann zuletzt 0,4 Prozent und der Hang-Seng-Index -1,80% in der Sonderverwaltungszone Hongkong legte um 1,9 Prozent zu. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,56% schloss 1,9 Prozent im Plus.

3. Ölpreise weiter im Aufwind

Die Ölpreise haben am Dienstag ihren Erholungskurs zunächst fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 74,06 US-Dollar. Das waren 98 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,17 Dollar auf 70,66 Dollar.

Seit Wochenbeginn überwiegen am Erdölmarkt die positiven Nachrichten. Unterstützung erhalten die Preise vor allem durch die Hoffnung, dass die Auswirkungen der neuen Corona-Variante Omikron nicht so erheblich sind wie zunächst befürchtet. Die Entwicklung der Pandemie war in den vergangenen zwei Jahren einer der stärksten Einflussfaktoren auf die Rohölpreise, da die Virus-Lage große Auswirkungen auf die Energienachfrage hat.

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag stehen in Deutschland Zahlen zur Industrieproduktion im vergangenen Oktober sowie die ZEW-Konjunkturerwartungen für den Dezember im Fokus der Anleger. Frankreich präsentiert derweil seine Oktober-Handelsbilanz und die Niederlande legen die Verbraucherpreise im Vormonat vor. Am Nachmittag richtet sich der Blick der US-Anleger dann auf die Handelsbilanz der USA sowie den API-Ölbericht und neue Zahlen zu den Konsumentenkrediten. 

5. Unternehmensnews

Analystenkommentare und Aktienumstufungen bewegen am Dienstag einmal mehr die Titel am heimischen Aktienmarkt. Die US-Bank JPMorgan äußerte sich positiv zu den Perspektiven für die Chemiebranche und stufte die Aktien von BASF +0,71% und Covestro -2,60% hoch. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit Corona werde wohl anhalten, doch die Konjunkturaussichten für 2022 seien günstig, schrieb Analyst Chetan Udeshi. Bei etlichen Branchenwerten gebe es zurzeit attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Vorbörslich auf Tradegate gewannen BASF mehr als zwei Prozent zum Xetra-Schluss, Covestro standen fast zwei Prozent höher.

Zudem stufte die französische Bank Exane BNP Paribsas die Papiere des Spezialchemiekonzerns Lanxess -0,34% hoch, worauf diese mit einem vorbörslichen Plus reagierten. Die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex -1,40% rückten auf Tradegate nach einem Auftrag um ein gutes halbes Prozent vor verglichen mit ihrem Xetra-Schluss.

6. Bevölkerung sieht FDP als Ampel-Profiteur 

Die FDP wird in der Bevölkerung am ehesten als Sieger der Verhandlungen über eine Ampel-Koalition gesehen, die Grünen am ehesten als Verlierer. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Danach meinen 27 Prozent, dass die FDP in den Verhandlungen am meisten von ihren eigenen Vorstellungen durchgesetzt hat. 20 Prozent sagen das über die SPD und nur 12 Prozent über die Grünen. 17 Prozent meinen, dass alle drei Ampel-Parteien ihre Interessen gleichermaßen durchgesetzt haben.

Am Dienstag soll der 177-seitige Koalitionsvertrag mit dem Titel "Mehr Fortschritt wagen" unterzeichnet werden. YouGov wollte von den mehr als 2000 Teilnehmern der Umfrage auch wissen, bei welchen drei Themen sie sich die größten Fortschritte erhoffen. Auf Nummer eins landete der Klimaschutz mit 34 Prozent. Dahinter liegen Soziales (31 Prozent) Gesundheit (28), Umwelt und Naturschutz (27) sowie Bauen und Wohnen (19).

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 432,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36.059 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45.753 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 399 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 388 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103.520 (Mit Material von dpa-AFX).

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