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Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem stabilen Wochenstart zeichnen sich am deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder leichte Verluste ab. Der DAX +1,89% sucht seine Richtung. Am Dienstagmorgen wurde der deutsche Leitindex knapp 0,2 Prozent schwächer bei 15.898 Punkte taxiert. Damit entfernte sich der DAX ein gutes Stück von der wichtigen 16.000-Punkte-Marke. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +1,68% wird ein halbes Prozent schwächer erwartet.

Am Nachmittag richten sich die Blicke auf den Bankensektor, denn in den USA veröffentlicht Goldman Sachs Quartalszahlen. Die anhaltende Sorge vor einem rasanteren Tempo an Zinsschritten gegen die hohe Inflation, vor allem in den USA, prägt weiterhin das Geschehen am Markt. Die Rendite von US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg zuletzt über 1,8 Prozent. Für den DAX sei es dabei ein Vorteil, dass er von werthaltigen Aktien dominiert werde, sagte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Denn höher verschuldete Wachstumswerte aus dem Technologiesektor litten unter einem Zinsanstieg deutlich stärker. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem leichten Abschlag von 0,3 Prozent. Japans Notenbank rechnet mit einem Anziehen der Preise und der Konjunktur, behält die geldpolitischen Zügel angesichts eines rasanten Wiederanstiegs der Corona-Infektionen aber gelockert. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland legte zuletzt hingegen um 0,75 Prozent zu, während der Hang-Seng-Index +3,05% in der Sonderverwaltungsregion Hongkong um rund 0,6 Prozent nachgab.

2. Vorgaben aus den USA 

Die US-Aktienbörsen waren am Montag wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" geschlossen. Die Wall Street startet daher erst am heutigen Dienstag in die neue Handelswoche und dürfte sich daher an den Vorgaben aus Europa und Asien orientieren. 

3. Ölpreise erklimmen Mehrjahreshoch 

Die Ölpreise haben am Dienstag ihre jüngste Rally fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg dabei auf den höchsten Stand seit 2014. Ein Fass der Nordseesorte kostete zuletzt 87,34 Dollar und damit knapp ein Prozent oder 86 Cent mehr als am Montag. In der Nacht war der Kurs bis auf 87,55 Dollar gestiegen. Auch die amerikanische Sorte Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich weiter. Die Ölpreise befinden sich seit einiger Zeit auf einem Höhenflug. So stieg der Brent-Preis alleine in den ersten Wochen in diesem Jahr um rund zwölf Prozent, nachdem der Kurs im vergangenen Jahr um rund die Hälfte angezogen hatte. Seit dem Tief im Corona-Crash im Frühjahr 2020 summiert sich das Plus auf fast 450 Prozent.

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag gibt die Bank of Japan ihren Zinsentscheid bekannt. Zudem werden in Japan endgültige Zahlen zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung im vergangenen November veröffentlicht. In Europa dürften derweil die Zahl der Kfz-Erstzulassungen im vergangenen Dezember für neue Impulse bei den Auto-Aktien sorgen. Hierzulande werden zudem die ZEW-Konjunkturerwartungen für den laufenden Monat vorgelegt und in den USA stehen am Nachmittag der Empire State Index sowie der NAHB-Index auf dem Programm.

5. Unternehmensnews 

Mit Quartalszahlen hierzulande steht der Modehändler Hugo Boss -1,94% im Blick, dessen Aktien sich vorbörslich auf Tradegate um 2,8 Prozent verteuerten verglichen mit dem Xetra-Schluss. Die Metzinger übertrafen dank eines Schlussspurts ihre Jahresziele.

Umstufungen betreffen die Aktien des Medienkonzerns RTL +2,76%, für die die UBS eine Kaufempfehlung aussprach und die vorbörslich auf Tradegate um 1,7 Prozent zum Xetra-Schluss anzogen. Für Lufthansa +1,65% strich Bernstein Research das "Outperform"-Votum, die Aktien verloren auf Tradegate 0,9 Prozent. Die Anteile des Funkmastenkonzerns Vantage Towers +1,63% sanken auf Tradegate um 1,6 Prozent, nachdem Goldman Sachs die Kaufempfehlung gestrichen hatte.

Der Hamburger Wirkstoffforscher Evotec +2,46% und der US-Pharmakonzern Eli Lilly +0,46% kündigten eine Zusammenarbeit bei Wirkstoffen zu Stoffwechselerkrankungen an. Evotec rückten auf Tradegate um 1,4 Prozent zum Xetra-Schluss vor.

6. Bank of Japan hält an ihrer Geldpolitik fest 

Japans Notenbank rechnet mit einem Anziehen der Preise und der Konjunktur, behält die geldpolitischen Zügel angesichts eines rasanten Wiederanstiegs der Corona-Infektionen aber gelockert. Wie die Bank of Japan (BoJ) am Dienstag nach Abschluss zweitägiger Beratungen bekanntgab, dürfte die Wirtschaft des Landes im kommenden Fiskaljahr, das am 1. April beginnt, um 3,8 Prozent statt wie bisher geschätzt 2,9 Prozent wachsen. Die Wirtschaft ziehe nach den schweren Einbrüchen infolge der Corona-Krise offensichtlich an, hieß es.

Die Preise dürften demnach angesichts höherer Energie- und Rohstoffkosten bei einem zugleich schwachen Yen um 1,1 Prozent statt 0,9 Prozent anziehen. Von ihrem Inflationsziel von zwei Prozent ist die Bank of Japan jedoch weiterhin weit entfernt. In Marktkreisen war vor diesem Hintergrund denn auch erwartet worden, dass die BoJ an ihrem Kurs einer aggressiv gelockerten Geldpolitik festhalten dürfte.

Japanische Geschäftsbanken können sich mit dieser Entscheidung weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen weiter billig bleiben. Die BoJ ist eine der letzten Notenbanken, die noch nicht auf den Weg zur Normalisierung der Geldpolitik eingeschwenkt ist.

7. Corona-Lage in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit einen neuen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 553,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 528,2 gelegen, vor einer Woche bei 387,9 (Vormonat: 306,4). 

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.405 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.06 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 45.690 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 193 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 322 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

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