DAX ®12.608,46+2,84%TecDAX ®2.999,65+1,25%Dow Jones25.827,36+0,36%NASDAQ 10010.341,89+0,61%
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Diese 7 Themen sind am Donnerstag für Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt geht es auch am Donnerstag weiter aufwärts. Jedenfalls zeichnet sich ein positiver Start ab: Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex DAX kurz vorm Xetra-Start etwa 1,2 Prozent höher bei knapp 11.800 Punkte.

"Aus technischer Sicht sind wir an einem gefährlichen Punkt angekommen", konstatierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Der Aktienmarkt sei massiv überkauft. Ein Rückschlag sei da schon eher der Normalfall als eine Überraschung.

Die jüngste Erholungsrallye hatte den DAX +2,84% tags zuvor bereits bis 11.747 Punkte geführt und damit knapp über die exponentielle 200-Tage-Linie, die als ein Indikator für den längerfristigen Trend gilt. Ab dem frühen Nachmittag waren die DAX-Gewinne dann etwas abgeschmolzen, nachdem er seit dem Tief eines kleineren Rückschlags am Freitag in der Spitze um rund acht Prozent nach oben gerannt war.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die Aufholjagd an den US-Börsen in der Hoffnung auf eine wirtschaftliche Wiederbelebung ist am Mittwoch weitergegangen. Der Leitindex Dow Jones Industrial +0,36% stieg um 2,2 Prozent auf 25.548 Punkte und setzte sich von der 25.000er Marke etwas nach oben ab. Die in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich stark gestiegene technologielastige Börse Nasdaq zeigte leichte Ermüdungserscheinungen.

Corona-Krise

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Corona-Pandemie in den USA an dem Virus gestorben sind,  hat die Grenze von 100.000 überschritten. Das ging gestern Nacht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA lag nach Angaben der Universität bei rund 1,7 Millionen.

Weltweit sind demnach mehr als 5,6 Millionen Fälle registriert worden - bei mehr als 350.000 Toten. Erst am Montag vergangener Woche war in den USA die Zahl von 90.000 Toten überschritten worden.

Spannungen zwischen USA und China

Den USA und China droht eine weitere Verschlechterung ihres angespannten Verhältnisses. Der US-Kongress verabschiedete einen Gesetzesentwurf, in dem US-Präsident Donald Trump zu Sanktionen gegen chinesische Regierungsvertreter wegen der Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren aufgefordert wird. Nach der einstimmigen Annahme durch den Senat stimmte am Mittwochabend (Ortszeit) auch das Repräsentantenhaus dem Entwurf mit nur einer einzigen Gegenstimme zu. Der Republikaner Trump muss das Gesetz noch unterzeichnen, damit es in Kraft tritt.

Handel in Fernost

Asiens Aktienmärkte geben am Donnerstag erneut ein gemischtes Bild ab. Die Märkte in Hongkong und China geben im Zuge der neuen Spannungen zwischen Washington und China nach, der Nikkei-225-Index in Tokio gewann 2,2 Prozent auf 21.884 Punkte.

Konjunkturdaten

Das Münchner Ifo-Institut geht wegen der Corona-Krise für dieses Jahr von einer starken Schrumpfung der deutschen Wirtschaft aus, rechnet für kommendes Jahr aber auch mit einem kräftigen Wachstum. Wie das Institut am Donnerstag in München mitteilte, wird für 2020 eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung (BIP) um 6,6 Prozent erwartet. Dagegen wurde die Wachstumserwartung für kommendes Jahr von bisher 8,5 auf 10,2 Prozent angehoben.

Um 11 Uhr erfahren Anleger, wie es um das Wirtschafts- und Industrievertrauen sowie das Verbrauchervertrauen in der Eurozone bestellt ist. Um 14.30 Uhr erscheint die zweite Veröffentlichung des US-BIP für das erste Quartal. Zeitgleich laufen die Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter, zum privaten Konsum und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe über die Ticker. Nicht nur am Ölmarkt rückt dann um 17 Uhr der Ölbericht des Energieministeriums in den Fokus.

Quartalszahlen

Unternehmensseitig interessieren hierzulande mit Geschäftszahlen der Bremsenspezialist Knorr-Bremse -0,30% aus dem MDAX +2,10% sowie der Ingenieurdienstleister Bertrandt -0,98% aus dem SDAX +1,60%.

Detaillierte Quartalszahlen kamen zudem von der Start-Up-Schmiede Rocket Internet +2,33% und vom Immobilienkonzern Instone Real Estate +5,05%. Rocket gewannen vorbörslich auf Tradegate zwei Prozent verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs.

Klar besser als befürchtet sei das Zahlenwerk von Knorr-Bremse, sagte ein Börsianer. Vorbörslich auf Tradegate ging es für die Papiere zum Xetra-Schluss etwas nach oben. Schlechter als erwartet nannte ein Händler hingegen das Zahlenwerk von Bertrandt. Die Corona-Krise ließ den Gewinn des Unternehmens im ersten Geschäftshalbjahr einbrechen.

Unternehmens-News

Infineon +1,48% legten vorbörslich um gut zwei Prozent zum Xetra-Schluss zu. Morgan Stanley nahm die Bewertung für die Aktien des Chipherstellers mit "Overweight" wieder auf. Ein Händler verwies als Treiber außerdem auf die angehobene Gewinn- und Umsatzprognose des US-Halbleiterkonzerns Micron Technology +0,21% für das laufende Quartal. Für den Halbleitersektor sei dies positiv und als Zeichen einer starken Nachfrage nach Speicherchips zu werten, so der Händler. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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