DAX ®12.716,15+0,44%TecDAX ®3.031,97+0,49%S&P 5003.333,38+0,17%NASDAQ11.130,23+0,05%
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Diese 7 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Vortagessprung der deutschen Standardwerte-Indizes deutet sich am Donnerstag eine leichtere Eröffnung an. Kurz vor Xetra-Start wurde der DAX +0,44% bei 12.850 Punkten gesehen und damit 0,6 Prozent unter dem Vortagesschluss. Zur Wochenmitte hatte der deutsche Leitindex den Widerstand bei gut 12.840 Punkten überwunden und war nur haarscharf an der Marke von 13.000 Punkten gescheitert.

Heute muss sich nun zeigen, ob der ehemalige Widerstand als Unterstützung dienen kann. Die Vorgaben aus Übersee belasten aber erst einmal. An der Wall Street fiel der Dow-Future seit dem Handelsschluss an den US-Börsen noch etwas weiter zurück und an den wichtigsten Börsen Asiens ging es am Donnerstag abwärts.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Charttechnik DAX

Charttechnisch könnte sich der DAX in den vergangenen Tagen Luft nach oben beschafft haben. "Der positive chart- und markttechnische Grundtenor bleibt auch vor der heutigen EZB-Sitzung kurz- bis mittelfristig erhalten", sagte der Chartexperte Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Als getrieben gilt dies von einer beispiellosen Geldflut der Notenbanken, aber auch robusten Unternehmenszahlen.

Vorgaben aus den USA

Neu aufkeimende Hoffnung auf einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 hat der Wall Street weiteren Auftrieb gegeben. Wie schon am Vortag zogen auch am Mittwoch die Standardwerte stärker an als die Technologieaktien. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +1,39%, der am Vortag bereits um mehr als 2 Prozent gestiegen war, überwand erstmals seit mehr als einem Monat wieder die Marke von 27.000 Punkten und schloss 0,9 Prozent höher bei 26.870 Punkten.

Ein experimenteller Coronavirus-Impfstoff der Biotech-Firma Moderna zeigt einer Studie zufolge nach ersten Tests ermutigende Ergebnisse. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten die Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt, teilte das an der Studie beteiligte Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten mit. Der Impfstoff soll bereits ab Ende Juli an rund 30.000 Probanden getestet werden.

Handel in Fernost

Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Donnerstag nachgegeben. Auf der Stimmung lasteten die Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und China sowie eher durchwachsene chinesische Konjunkturdaten. So hatte sich zwar die chinesische Wirtschaft im zweiten Qartal stärker von der Corona-Krise erholt als gedacht, die jüngsten Einzelhandelsdaten aus dem Land fielen indes schwächer aus als gedacht.

In China sank der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen um 1,78 Prozent. Der Hang Seng +0,74% in Hongkong gab um 1,25 Prozent nach. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,09% schloss 0,8 Prozent tiefer bei 22.770 Punkten.

Streit um Hongkong

Aus Protest gegen das Sanktionsgesetz der USA im Streit um Hongkong hat Chinas Außenministerium den amerikanischen Botschafter in Peking, Terry Branstad, einbestellt. Vizeaußenminister Zheng Zeguang warf der US-Regierung bei dem Treffen am Mittwoch eine Einmischung in innere Angelegenheiten vor. Das Vorgehen der USA "verunglimpft böswillig" das neue Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in der chinesischen Sonderverwaltungsregion.

Konjunkturdaten

Erneut richtete sich der Fokus zunächst Richtung China, wo die Zahlen zur Industrieproduktion, der Einzelhandelsumsatz und die BIP-Daten bekanntgegeben wurden. Erstmals seit dem Ausbruch des Coronavirus ist Chinas Wirtschaft wieder gewachsen. Wie das Pekinger Statistikamt mitteilte, legte die Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Kurz nach den Quartalszahlen der Bank of America folgt um 13.45 Uhr die Zinsentscheidung der EZB. Um 14.30 Uhr geht es mit der Pressekonferenz weiter, zeitgleich erscheinen in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philly Fed Index, also das Geschäftsklima in der Region Philadelphia, sowie neue Daten zum Einzelhandelsumsatz.

Autoabsatz in Europa gesunken

Der europäische Automarkt hat auch im Juni unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie gelitten. In der Europäischen Union (EU) wurden insgesamt 949.722 Pkw neu zugelassen, das waren 22,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der zuständige Branchenverband Acea am Morgen in Brüssel mitteilte. Aufgrund der Lockerungen in vielen Ländern und der Wiederöffnung der Autohäuser nach dem Lockdown fiel das Minus nun deutlich geringer als noch im Mai aus. Wegen der Corona-Krise verzeichneten alle EU-Märkte mit Ausnahme Frankreichs den Angaben zufolge weiterhin klare Rückgänge.

Unternehmens-News

Baumaschinen-Hersteller Wacker Neuson +8,49% musste im zweiten Quartal weniger Minus beim Umsatz und operativen Ergebnis verkraften als von Analysten erwartet. Vorbörslich zog die höher tendierende Aktie insgesamt aber nur wenig Aufmerksamkeit auf sich.

Bei den ohnehin als Krisengewinner geltenden Unternehmen wie dem Laborausrüster Sartorius +3,51% und dem Online-Modehändler Zalando +1,14% läuft es derweil weiter rund. Beide hoben ihre Jahresprognosen an und beide Aktien legten vorbörslich zu. Bei den zeitweise noch auf Allzeithoch gehandelten Zalando-Aktien ließ der Rückenwind aber stetig nach.

Einen deutlichen MDAX-Verlierer +0,30% gab es vorbörslich mit den vier Prozent tieferen CTS-Eventim-Aktien -1,02%. Hier sorgen sich Anleger um die Tatsache, dass eine Tochter des Konzernveranstalters und Ticketverkäufers Millioneneinlagen bei der Commerzialbank Mattersburg im Burgenland hält. Dieser wurde mit sofortiger Wirkung die Fortführung des gesamten Geschäftsbetriebs untersagt.

Der Autobauer Fiat Chrysler +0,98% und die Opel-Mutter PSA +0,82% wollen fusionieren und danach "Stellantis" heißen. "Die lateinischen Ursprünge des Namens sind eine Hommage an die reiche Geschichte der Gründungsunternehmen", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung am Mittwochabend. "Stella" ist das lateinische Wort für Stern. Die Verbindung zur Astronomie fange den wahren Geist des Optimismus, der Energie und der Erneuerung ein, der dieser Fusion zugrunde liege. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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