DAX®13.335,68+0,37%TecDAX®3.128,52+1,39%Dow Jones 3029.910,37+0,13%Nasdaq 10012.258,21+0,87%
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Diese 7 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem massiven Kursrutsch vom Mittwoch im Zuge der verschärften Corona-Krise zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt vorbörslich eine gewisse Stabilisierung ab. Kurz vor Xetra-Handelsstart wird der DAX +0,37% nur etwa 0,3 Prozent unter dem Vortagsschluss gesehen bei etwa 11.532 Punkten.

Neben der weiter anziehenden Berichtssaison rückt am Nachmittag die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren geldpolitischen Beschlüssen in den Vordergrund. "Angesichts der neuen Dynamik der Covid-19 Pandemie erwarten die Börsianer weitere geldpolitische Lockerungen oder zumindest starke Signale in diese Richtung", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einem Morgenkommentar. Das Mittel der Wahl dürften weitere Aufstockungen der Anleihenkäufe sein, glaubt der Portfolio-Manager.

"Die moderate Reaktion der asiatischen Börsen auf die neue Corona-Panik stoppte den Rutsch der US-Futures", sagte ein Börsianer. Tags zuvor war der DAX unter die runde Marke von 12.000 Punkten zeitweise bis auf 11.457 Punkte abgesackt. Charttechnisch hat sich die Situation mit dem Unterschreiten der 200-Tage-Linie deutlich eingetrübt.

Sechs-Monats-Chart DAX (Xetra, Stand: 28.10.20)


Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Corona-Lage

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Donnerstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen.

Angesichts der Wucht der zweiten Corona-Welle in ganz Europa wollen die EU-Staats- und Regierungschefs heute eine gemeinsame Linie bei Test- und Impfstrategien suchen. Dazu schalten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre EU-Kollegen am Abend (18.30 Uhr) per Video zusammen. Bereits am Vormittag (ab 9 Uhr) will Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag die deutschen Maßnahmen gegen die Pandemie erläutern.

Vorgaben aus den USA

Der wichtigsten US-Standardwerte-Indizes Dow Jones Industrial +0,13% und S&P 500 +0,51% sind am Mittwoch weiter ins Rutschen gekommen. Dabei sackte der Dow auch wieder unter die Marke von 27.000 Punkten. Die technologielastigen Nasdaq-Börsen, die noch am Dienstag in einer Gegenbewegung zugelegt hatten, wurden ebenfalls vom Abwärtssog erfasst.

Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben sich am Donnerstag nicht von den kräftigen Kursverlusten in Europa und den USA anstecken lassen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +1,07% schloss 0,4 Prozent tiefer bei 23.331 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen legte zuletzt hingegen um 0,98 Prozent zu, während der Hang-Seng-Index +0,39% in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong 0,4 Prozent einbüßte.

Japans Wirtschaft wird nach Einschätzung der Zentralbank in diesem Fiskaljahr wegen der Corona-Pandemie etwas stärker schrumpfen als zunächst erwartet. Wie die Bank von Japan (BoJ) am Donnerstag nach zweitägigen Beratungen bekanntgab, dürfte die wirtschaftliche Leistung im noch bis zum 31. März 2021 laufenden Fiskaljahr um 5,5 Prozent rückläufig sein. Zuvor war die BoJ noch von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 4,7 Prozent ausgegangen.

Konjunkturdaten

In der Früh beschäftigten sich Anleger zunächst mit der Zinsentscheidung der Bank of Japan. Die Arbeitsmarktdaten aus Deutschland um 9.55 Uhr sowie das Wirtschafts- und Industrievertrauen in der Eurozone um 11 Uhr stehen am Vormittag zur Veröffentlichung an. Um 13.30 Uhr geht es weiter mit den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA sowie den BIP-Daten für das dritte Quartal.

Weiter geht es mit der EZB-Zinsentscheidung um 13.45 Uhr sowie der Pressekonferenz ab 14.30 Uhr.

Quartalszahlen

Die Bilanzsaison geht am Donnerstag weiter mit Zahlen der DAX-Konzerne Fresenius +0,79% und Fresenius Medical Care (FMC) +0,51%, Volkswagen -1,50% und MTU Aero Engines +0,83%. Auffällig waren auf Tradegate im vorbörslichen Handel Volkswagen und Fresenius mit jeweils plus 2,4 Prozent zum Xetra-Schluss.

Die Deutsche Börse +0,07% meldete gestern Abend neue Geschäftszahlen. Demnach hat der DAX-Konzern im dritten Quartal wegen der ruhigeren Lage an den Finanzmärkten und den anhaltend niedrigen Zinsen weniger umgesetzt und verdient. Die Nettoerlöse seien in den Monaten Juli bis September um knapp vier Prozent auf 707,5 Millionen Euro gefallen, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Mittwochabend mit. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe 431 Millionen Euro betragen - das sind sieben Prozent weniger als vor einem Jahr.

Aus dem MDAX +0,78% berichten heute unter anderem Airbus +1,07%, Symrise +1,69%, Wacker Chemie +3,21% und Grenke -1,99%.

Im Fokus stehen zudem die im MDAX notierten Titel des Bausoftware-Herstellers Nemetschek -0,39%, die nach einer Anhebung der Jahresprognose auf Tradegate um rund drei Prozent zum Xetra-Schluss anzogen.

Spannung versprechen zudem die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Technologieriesen Apple -0,55%, Amazon -1,93%, Alphabet +0,03% und Facebook -0,43%.

Unternehmens-News

Unter den kleineren Werten sorgten einmal mehr ElringKlinger +0,86% mit einem vorbörslichen Kurssprung von neun Prozent für Aufmerksamkeit. Auslöser war eine Meldung über eine Kooperation im Bereich Brennstoffzellen-Technologie.

Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Adyen +2,35% nach Quartalszahlen von 1.608 auf 1.777 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Transaktionsvolumina ex Reiseverkehr belegten die grundsätzliche Stärke des Geschäftsmodells des Zahlungsabwicklers, schrieb Analyst Julian Serafini in einer Studie. Er wertete die Aktien als eine der besten in der Zahlungsbranche. Die starke Stellung im Online-Geschäft sollte dem Unternehmen im Falle weiterer coronavirusbedingter Restriktionen zugute kommen.

Britische Autoproduktion bricht ein

Die britische Autoindustrie ist infolge der Corona-Pandemie eingebrochen. In den ersten neun Monaten des Jahres lag die Produktion mit gut 632.000 Fahrzeugen mehr als ein Drittel (knapp 36 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres, wie aus einer Auswertung des Industrieverbandes Society of Motor Manufacturers and Traders von Donnerstag hervorgeht. (Mit Material von dpa-AFX)

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