DAX®15.399,65+1,34%TecDAX®3.427,58+1,26%Dow Jones 3034.777,76+0,66%Nasdaq 10013.719,63+0,78%
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Diese 7 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der DAX +1,34% bewegt sich wohl auch am Donnerstag auf seinem hohen Niveau erst einmal nur wenig. Knapp eine halbe Stunde vor Handelsbeginn wurde der deutsche Leitindex bei nahezu unverändert bei 15.221 Punkten gesehen. Nach dem Erreichen seiner Bestmarke von knapp 15.312 Punkten kurz nach Ostern hält sich der Leitindex nun schon seit Tagen knapp darunter. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,87% wird am Donnerstag prozentual unverändert erwartet.

Marktbeobachter Stephen Innes vom Broker Axi sieht die Märkte derzeit über Anlageklassen hinweg in einem Gleichgewicht. Anleger suchten nach dem nächsten Kurstreiber, während die Kurse schon viel eingepreist hätten. Folgende Themen könnten am Donnerstag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +0,66% ist am Mittwoch auf ein Rekordhoch gestiegen, hat das hohe Niveau am Ende aber nicht ganz halten können. Zur Schlussglocke stand noch ein Plus von rund 0,2 Prozent auf 33.730 Punkte zu Buche. Nach einer Rally des Dow von gut zehn Prozent in diesem Jahr werde die Luft immer dünner, sagten Börsianer. Am Vortag war der Index noch mit leichten Verlusten hinter anderen großen US-Börsenbarometern zurückgeblieben.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens haben auch am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, sank zuletzt um 1,6 Prozent und der Hongkonger Hang-Seng-Index -0,13% büßte rund ein Prozent ein. In Japan legte der Leitindex Nikkei 225 +0,15% hingegen um 0,1 Prozent zu.

3. Ölpreise kaum verändert

Die Ölpreise haben am Donnerstag die starken Gewinne vom Vortag nahezu halten können. Nach einem Kurssprung im Zuge neuer Daten zu den Ölreserven in den USA gaben die Notierungen am Morgen nur leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 66,54 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls leicht um zwölf Cent auf 63,03 Dollar.

Am Mittwoch waren die Ölpreise stark gestiegen, als die US-Regierung für die Vorwoche einen mehr als doppelt so starken Rückgang der von Analysten erwarteten Lagerbestände an Rohöl gemeldet hatte. Der US-Ölpreis war nach den Daten in kurzer Zeit um etwa zwei Dollar nach oben geschossen. Niedrigere Vorräte sorgen in der Regel für steigende Preise. 

4. Konjunkturdaten 

In Deutschland stellen am heutigen Donnerstag das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen in einer Online-Pressekonferenz die Gemeinschaftsdiagnose der Institute ifo, IfW Kiel, IWH, RWI und DIW für das Frühjahr 2021 vor. Zudem stehen in den USA der Empire State Index sowie der Philly Fed Index im Fokus. Die beiden Indizes geben dabei Auskunft über die Lage des produzierenden Gewerbes in den Bundesstaaten New York (Empire State) und Philadelphia. Zusätzlich veröffentlichen die Vereinigten Staaten von Amerika neue Daten zum Arbeitsmarkt sowie die Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung für den Monat März. 

5. Unternehmensnews

Hierzulande werden die Blicke in der Immobilienbranche  am heutigen Handelstag nach Karlsruhe gerichtet, wo die Entscheidung ansteht, ob der Berliner Mietendeckel verfassungsgemäß ist. Vor allem auf die Aktien des DAX-Konzerns Deutsche Wohnen -0,51% mit seinem großen Bestand in Berlin blicken die Anleger deshalb am Vormittag genauer. Am Vortag hatten die im Dax notierten Aktien von Deutsche Wohnen bereits kräftig zugelegt.

Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk +4,13% wird nach einem überraschend guten Start in das neue Geschäftsjahr etwas optimistischer für 2021. Die Wahrscheinlichkeit für das obere Ende der bestehenden Prognose oder sogar ein Übertreffen sei gestiegen. Vorbörslich ging es auf Tradegate um mehr als drei Prozent zum Xetra-Schluss hoch. 

Nach Zahlen zum Auftragseingang im ersten Quartal gewannen die Aktien des Windkraftanlagenherstellers Nordex ±0,00% auf Tradegate 1,4 Prozent verglichen mit dem Schlusskurs auf Xetra. 

Die US-Bank JPMorgan stufte die Aktien der Salzgitter AG +0,84% von "Neutral" auf "Overweight" hoch. Salzgitter sei eine Wette auf den Stahlzyklus und könnte die konservativen Unternehmensziele übertreffen, so die Analysten. Auf Tradegate gewannen Salzgitter 1,7 Prozent zum Xetra-Schluss.

6. Impfmediziner fordern rasches Handel in der Coronakrise

Während die Kritik an der geplanten "Bundes-Notbremse" anhält, fordern Intensivmediziner zur Eindämmung der dritten Corona-Welle schnelles Handeln. "Wir können es uns nicht leisten, noch wochenlang zu diskutieren", warnte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, im "Tagesspiegel" (Donnerstag). Angesichts steigender Corona-Zahlen äußern sich am Donnerstag Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in der Bundespressekonferenz.

Der frühere Präsident der Vereinigung, Uwe Janssens, sagte im Fernsehsender Phoenix: "Wir haben fünf nach zwölf, ihr müsst jetzt handeln, es muss jetzt eine Strategie verfolgt werden, die bundesweit einheitlich gilt." Wären die vor Wochen beschlossenen Maßnahmen flächendeckend umgesetzt worden, hätte man die aktuelle Entwicklung mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen noch abschwächen können. Karagiannidis sagte, den Tod seien Intensivmediziner zwar gewohnt - "aber so etwas hat es noch nicht gegeben". 

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

In seinem aktuellen Lagebericht von Mittwochabend schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort." Rund um die Osterfeiertage war laut RKI weniger getestet und gemeldet worden. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.407 Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle verzeichnet. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,2 an, vor vier Wochen lag sie bei 90,4 (Mit Material von dpa-AFX)

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