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Diese 7 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Von Zurückhaltung dürfte das Geschehen am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag geprägt sein angesichts der EZB-Zinssitzung am Mittag. Die hohe Inflation setzt die Euro-Notenbank unter Druck. Präsidentin Christine Lagarde dürfte versuchen, die zuletzt gestiegenen Inflationserwartungen zu dämpfen. Eine hohe Inflation spricht für geldpolitische Straffung, was die Aktienmärkte tendenziell belasten dürfte.

Knapp eine Viertel Stunde vor dem Handelsstart wurde der DAX -4,15% rund 0,1 Prozent schwächer bei 15.681 Punkten gesehen. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -4,74% dürfte leicht nachgeben. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Die jüngste Rekordrally an den US-Börsen ist am Mittwoch im Zuge durchwachsener Quartalszahlen nur an der Nasdaq-Börse weiter gegangen. Bei den Standardwerten im Dow Jones Industrial -2,53% zogen sich die Anleger vor allem im Späthandel zurück. Nachdem sich der Leitindex am Vortag mit knapp 35.893 Punkten zeitweise der 36.000er Marke genähert hatte, ging er nun 0,7 Prozent tiefer bei 35.490 Zählern über die Ziellinie.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag schwächer tendiert. Der japanische Leitindex Nikkei-225 büßte zuletzt 0,8 Prozent ein. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, sank um rund 0,3 Prozent und in Hongkong ging es für den Hang Seng -2,60% um 0,06 Prozent bergab. Die von den Rentenmärkten signalisierten Wachstumssorgen belasteten die Märkte.

3. Ölpreise geben nach 

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel erheblich unter Druck gestanden. Sie entfernten sich damit von ihren unlängst markierten mehrjährigen Höchstständen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 82,98 US-Dollar. Das waren 1,60 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,50 Dollar auf 81,16 Dollar.

Neue Lagerdaten aus den USA belasteten. Die Vorräte sind in der vergangenen Woche laut US-Energieministerium spürbar gestiegen. Hinzu kommt die Aussicht auf neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. In diese Richtung deuten jüngste Äußerungen aus Iran. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnte die Lockerung US-amerikanischer Sanktionen folgen, die unter anderem den Ölexport Irans betreffen.

4. Konjunkturdaten 

Am Donnerstag steht in Japan der Zinsentscheid der Bank of Japan auf dem Programm. Verbraucherpreise kommen derweil aus Deutschland und Spanien. Zudem veröffentlicht Italien Erzeugerpreise für den Monat September und in den USA gibt es neue Daten zum dortigen Arbeitsmarkt sowie dem privaten Konsum im dritten Quartal. 

5. Unternehmensnews

Neben der EZB-Sitzung dominiert eine Flut von Quartalsberichten der Unternehmen das Geschehen. Aus dem DAX haben vorbörslich Airbus -1,28% und Volkswagen -1,41% Geschäftszahlen veröffentlicht. Airbus hat das Gewinnziel für 2021 zum zweiten Mal angehoben. Auf Tradegate legte die Aktie um 2,5 Prozent zu.

Volkswagen-Aktien gaben hingegen um knapp zwei Prozent nach. Die Wolfsburger äußerten sich wegen Lieferengpässen zurückhaltend zu den Auslieferungszahlen in diesem Jahr. In der zweiten Reihe waren Wacker Chemie +0,69% gesucht, das Unternehmen hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet.

6. Bank of Japan senkt Wachstumsprognose

 Japans Wirtschaft wird im laufenden Fiskaljahr nach Einschätzung der Zentralbank geringer wachsen als angenommen. Wie die Bank of Japan (BoJ) am Donnerstag nach Abschluss zweitägiger Beratungen bekanntgab, dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im noch bis 31. März laufenden Steuerjahr um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Zuvor hatte die Notenbank noch ein Wachstum von 3,8 Prozent prognostiziert. Vor diesem Hintergrund entschieden die Währungshüter, die geldpolitischen Zügel extrem gelockert zu lassen.

Japanische Geschäftsbanken können sich mit der Entscheidung der Zentralbank weiterhin so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen weiterhin billig bleiben. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte im Zuge der Corona-Krise einen Rekordeinbruch erlitten. Zwar rappelt sich Japan inzwischen wieder auf. Viele Ökonomen rechnen jedoch damit, dass es noch Jahre dauern wird, bis sich die asiatische Wirtschaftsmacht vollständig von den Auswirkungen der globalen Pandemie erholt haben wird.

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut deutlich angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 130,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 118,0 gelegen, vor einer Woche bei 85,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 28.037 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.39 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.077 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 126 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 67 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

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