DAX®14.069,61+0,44%TecDAX®3.067,19+0,36%S&P 500 I3.973,80+0,22%Nasdaq 10011.943,93+1,48%
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Diese 7 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es wird wohl kein besonders guter Börsentag in Deutschland. Während in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt heute die heiligen drei Könige gefeiert werden, geht es mit den Aktienindizes vorbörslich abwärts. Nach dem um Haaresbreite verpassten Rekordhoch des DAX +0,44% am Vortag wird der Leitindex etwa 30 Minuten vor dem Xetra-Start 1,x Prozent unter seinem Rekord-Schlussstand bei 16.271 Punkten gesehen. 16.095 Zähler bedeuten einen Abschlag von einem Prozent.

Die Sorge vor einer strafferen Geldpolitik in den USA lässt neue DAX-Rekorde erst einmal in weitere Ferne rücken. Der DAX, der am Mittwoch ein Rekordhoch nur um fünf Punkte verfehlt hatte, rutschte vorbörslich zeitweise sogar unter die 16.000-Punkte-Marke. Wie aus dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll der US-Notenbank Fed hervorgeht, sprachen sich einige ihrer Mitglieder dafür aus, schon kurz nach der ersten Zinserhöhung mit der Verringerung der Bilanzsumme der Notenbank zu beginnen.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen:

Protokoll der US-Notenbank

Die Wirtschafts- und Inflationsentwicklung spricht nach Einschätzung der US-Notenbank Fed für einen rascheren Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses hätten festgestellt, dass die Inflationsentwicklung höher und hartnäckiger gewesen sei als zuvor angenommen, heißt es in dem am Mittwoch-Abend veröffentlichten Protokoll (Minutes) der Sitzung der US-Notenbank vom 14. bis 15. Dezember. Angesichts der Entwicklung der Wirtschaft, des Arbeitsmarkt und der Inflation, könne eine schnellere Anhebung der Zinsen gerechtfertigt sein, als dies zuvor erwartet wurde.

Vorgaben aus den USA

Einige Details aus den Dezember-Protokollen der US-Notenbank (Fed) haben am Mittwoch die US-Börsen unter Druck gebracht. Der Dow Jones Industrial +0,60%, der vor der Veröffentlichung der Minutes noch auf ein Rekordhoch knapp unter 37.000 Punkten gestiegen war, schloss 1,1 Prozent schwächer auf 36.407 Punkten.

Handel in Fernost

Die wichtigsten Aktienmärkten in Asien haben am Donnerstag schwächer tendiert. Die Kursverluste in den USA dämpften auch die Stimmung auch in Fernost. Insbesondere Technologiewerte standen unter Druck.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,46% schloss mit einem kräftigen Abschlag von 2,9 Prozent bei 28.487 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland fiel zuletzt um 0,9 Prozent auf 4.822 Punkte und der Hang-Seng-Index -0,38% in der Sonderverwaltungsregion Hongkong büßte fast ein halbes Prozent auf 22.813 Punkte ein. Auch in Australien, Südkorea und Indien fielen die Kurse teils deutlich.

Konjunkturdaten

Destatis veröffentlicht den Harmonisierten Verbraucherpreis-Index für Deutschland. Rasant gestiegene Energiepreise, Lieferengpässe und die Rücknahme der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung haben die Inflation in Deutschland im vergangenen Jahr kräftig angeheizt. Ökonomen rechnen mit einer Drei vor dem Komma bei der Jahresteuerungsrate 2021. Das wäre der höchste Stand seit Anfang der 1990er Jahre. Wie sich die Verbraucherpreise im Dezember und im Gesamtjahr 2021 entwickelt haben, gibt die Wiesbadener Behörde in einer ersten Schätzung am Nachmittag bekannt.

Unterdessen haben die deutschen Industriebetriebe dank einer starken Nachfrage aus dem Ausland im November wieder mehr Aufträge erhalten. Im Vergleich zum Vormonat seien die Bestellungen um 3,7 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 2,3 Prozent erwartet.

Ölpreise

Die Ölpreise fallen. Die allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten zog auch die Notierungen am Ölmarkt mit nach unten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am frühen Morgen am Terminmarkt 80,13 US-Dollar. Das waren 67 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 63 Cent auf 77,22 Dollar.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten stehen im DAX hierzulande die Papiere von Delivery Hero ±0,00% überdurchschnittlich unter Druck. An der DAX-Spitze glänzen Deutsche Bank -0,33%, im MDAX steigen auch Commerzbank-Papiere +1,90%. Bank-Aktien gelten als Gewinner steigender Zinsen. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für die Deutsche vor der kommenden Saison der Quartalsberichte auf "Overweight" mit einem Kursziel von 15 Euro belassen. Das vierte Quartal dürfte für globale Investmentbanken solide verlaufen sein, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer aktuellen Studie.

Im SDAX sind die Aktien von flatexDegiro +0,51% einen Blick wert. Der Frankfurter Online-Broker peilt nach einem kräftigen Geschäftswachstum 2021 im neuen Jahr weitere Rekorde an. Die Transaktionsziele für 2022 könnten aber die Anleger enttäuschen, sagten Börsianer. Die Aktien notierten auf der Handelsplattform Tradegate im schwach erwarteten Markt 1,7 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag.

Für die Anteilsscheine von RTL +1,36% ging es auf Tradegate um 0,3 Prozent nach oben. Der Medienkonzern verkaufte seine Beteiligung an dem Daten-und Software-Unternehmen Videoamp. Ein Börsianer sprach von einem "schönen Buchgewinn".

Corona-Lage

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 285,9 an. Er steigt seit Ende Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 258,6 gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64.340 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 42 770 Ansteckungen.

Vor den Beratungen von Bund und Ländern über die Corona-Lage wird angesichts der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante der Ruf nach weiteren Kontaktbeschränkungen lauter. "Wir werden wahrscheinlich noch einmal zulegen müssen", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Mittwochabend im ZDF-heute journal. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann rief dazu auf, berufliche Kontakte einzuschränken und Homeoffice auszuweiten. Auch die Kommunen erwarten verschärfte Kontaktbeschränkungen. (Mit Material von dpa-AFX)

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