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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Neue China-Sorgen dürften am Freitag auch den Anlegern am deutschen Aktienmarkt auf das Gemüt schlagen. Kurz vor Xetra-Handelsstart notiert der deutsche Leitindex DAX -0,45% deutlich unterhalb der 11.000-Punkte-Marke. 

Vorgaben aus den USA

Die wieder zunehmenden Spannungen zwischen den zwei weltgrößten Volkswirtschaften USA und China haben die Wall Street am Donnerstag in die Verlustzone gedrückt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +0,05% verzeichnete leichte Einbußen, nachdem er im frühen Handel noch an seine deutlichen Vortagesgewinne angeknüpft und das Niveau von Ende April erreicht hatte.

Vorgaben aus Asien

Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag schwächer tendiert. Die Ankündigung von Chinas Regierungschef Li Keqiang, mit einer massiven Erhöhung der Staatsausgaben gegen die Abschwächung der Konjunktur durch die Corona-Pandemie anzukämpfen, sorgte nicht für eine Stabilisierung. 

Der Markt wurde dadurch belastet, dass China ein eigenes Sicherheitsgesetz für Hongkong erlassen will und kein Wachstumsziel ausgab. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen fiel deutlich. Noch deutlicher rutsche der Hang Seng -0,05% in Hongkong ins Minus. In Tokio ging es für den japanischen Leitindex Nikkei-225 leicht abwärts.

China ohne Ziel für Wirtschaftswachstum 

Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten hatte die Führung in Peking kein Ziel für das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt vorgegeben. Regierungschef Li Keqiang verwies auf die "großen Unsicherheiten" hinsichtlich der Corona-Pandemie und der weltweiten Wirtschaftskrise. China sehe sich Faktoren gegenüber, "die schwer vorherzusagen sind".

Ölpreise geben deutlich nach

Die Ölpreise sind am Freitag wegen Konjunktursorgen stark gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 33,90 US-Dollar. Das waren 2,16 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,48 Dollar auf 31,44 Dollar. 

Kurz vor dem Wochenende setzten Zweifel an der Erholung der Wirtschaft in China nach dem Einbruch durch die Corona-Krise die Ölpreise stark unter Druck. 

Eurokurs unter Druck

Der Kurs des Euro ist am Freitag gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0922 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend bei 1,0950 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag noch deutlich höher auf 1,1000 Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern haben Konjunktursorgen Währungen gestützt, die am Devisenmarkt als vergleichsweise sicher gelten. So konnte der japanische Yen am Morgen zulegen. Japans Notenbank hatte zudem neue Hilfen für eher kleinere Unternehmen des Landes auf den Weg gebracht. Auch der US-Dollar wurde stärker nachgefragt, während der Euro im Gegenzug etwas unter Druck geriet.

Hauptversammlung und Quartalszahlen

Am heutigen Freitag findet die virtuelle Hauptversammlung des Immobilien-Konzerns TAG Immobilien statt, zudem präsentieren der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba und der amerikanische Agrar-Fahrzeughersteller Deere & Company ihre Quartalszahlen. 

Steinkohle-Betreiber fordern Unterstützung

Betreiber von Steinkohlekraftwerken haben Pläne der Bundesregierung zum Kohleausstieg kritisiert und mehr Hilfen für eine klimafreundlichere Umrüstung gefordert. "Wir wollen und werden den Weg in eine sauberere Energiezukunft gerne weitergehen. Doch dafür benötigen wir eine faire Transformationsregelung für die getätigten Investitionen", heißt es in einem Brief an Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

In dem Brief fordert die "Allianz Junger Steinkohlekraftwerke" separate Regelungen für Kraftwerke, die erst 2013 oder später in Betrieb genommen worden sind. "Wir sind aufgrund unserer Investitionen in Steinkohlekraftwerke, die erst zwischen 2013 und 2015 ans Netz gegangen sind, besonders vom Kohleausstieg betroffen." Die Allianz stehe für rund 20 Prozent der deutschen Steinkohlekapazitäten. 

Außerdem werden Vorschläge gemacht, damit der Transformationsprozess gelingt - etwa der Aufbau einer Sicherheitsreserve, in die junge Steinkohlekraftwerke aufgenommen werden und die über die Netzentgelte finanziert wird. Diese Reserve diene auch der Versorgungssicherheit. 

Eine andere Option sei die Umrüstung von Steinkohlekraftwerken auf Biomasse, gegebenenfalls auch mit späterer Ergänzung um Wasserstofflösungen. Dies böte den Vorteil, dass gesicherte Leistung vor allem auch CO2-neutral bereitgestellt würde. Der Förderbedarf für den erzeugten Strom liege unterhalb der heutigen Biomasseförderung nach dem EEG-Gesetz (Mit Material von dpa-AFX).

Sechs-Monats-Chart DAX (in Euro)
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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.430,56 -0,45%
PKT -56,80
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
VONOVIA 55,02 +3,93%
HEID. CEMENT 50,54 +3,37%
DT. BANK 8,32 +2,02%
ADIDAS 254,80 +1,84%
WIRECARD 95,65 +1,27%
Flops
MERCK 103,10 -2,14%
DAIMLER 37,00 -2,46%
MTU AERO 168,85 -3,04%
BAYER 62,70 -4,01%
CONTINENTAL 91,64 -4,06%
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