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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Aktienmarkt zeichnet sich ein ruhiger Handelsstart ab. Der DAX -0,35% wird kurz vor dem Xetra-Auftakt bei 12.613 Punkten gesehen und damit etwa 0,1 Prozent verbessert. Nach dem Auf und Ab um die Marke von 12.600 Punkten der vergangenen Tage steuert der Leitindex dank des starken Montags auf ein Wochenplus von mehr als zwei Prozent zu.

Neben den Dauerthemen Corona-Infektionen blicken die Anleger heute gespannt in die USA, wo am Nachmittag der offizielle Arbeitsmarktbericht für Juli kommt. - Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Corona-Pandemie

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1.147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

In den USA sieht es ungleich schlimmer aus. Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären nochmals rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle.

Vorgaben aus den USA

Die Wall Street hat am Donnerstag ihre jüngsten Gewinne ausgebaut. Börsianern zufolge wogen gute Konjunkturdaten schwerer als der zuletzt wieder aufgeflammte Konflikt zwischen den USA und China. Damit konnten die technologielastigen Indizes Nasdaq 100 -0,25% und Nasdaq Composite -0,26% ihre jüngste Rekordjagd wieder aufnehmen. Der Leitindex Dow Jones Industrial -0,71% rückte um 0,7 Prozent auf 27.387 Punkte vor und näherte sich damit weiter seinem Anfang Juni erreichten Hoch seit dem Corona-Crash bei gut 27.580 Punkten.

Handel in Fernost

Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Freitag erneut schwächer tendiert. In Japan fiel der Leitindex Nikkei 225 -0,29% ging mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei 22.329 Punkten ins Wochenende. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen gab um 1,5 Prozent nach und in Hongkong ging es für den dortigen Leitindex Hang Seng -0,65% mit rund 1,6 Prozent ähnlich deutlich abwärts. Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China belasten die Märkte weiterhin.

Konjunkturdaten

Chinas Handelsbilanz für Juli sorgte in der Früh für Bewegung. Trotz der globalen Corona-Pandemie sind Chinas Exporte im vergangenen Monat unerwartet stark gestiegen. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten im Juli im Vorjahresvergleich um 7,2 Prozent zu, wie die Pekinger Zollverwaltung am Freitag berichtete. Leicht schwächer fielen dagegen die Importe aus, die um 1,4 Prozent schrumpften. Unterm Strich legte der Außenhandel damit um 3,4 Prozent auf einen Wert von rund 413 Milliarden US-Dollar zu.

Die Daten aus Deutschland waren für 8 Uhr angesetzt. Die Corona-Krise hat tiefe Löcher in die deutsche Exportbilanz des ersten Halbjahres gerissen. Der Wert der Warenausfuhren brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent auf 576,8 Milliarden Euro ein, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Juni setzte sich die im Mai begonnene Erholung fort. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Exporte kräftig um 14,9 Prozent. Es war der stärkste Anstieg im Vormonatsvergleich seit Beginn der Zeitreihe 1990.

Auch die deutsche Industrie hat sich im Juni von dem drastischen Produktionseinbruch in der Corona-Krise erholt. Im verarbeitenden Gewerbes sei die Fertigung im Monatsvergleich um 8,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas schwächeren Zuwachs um 8,2 Prozent gerechnet.

Wichtig für den Wochenausklang dürfte aber erst der offizielle US-Arbeitsmarktbericht werden, der um 14.30 Uhr zur Veröffentlichung vorgesehen ist.

In Corona-Zeiten wird diesem als Indikator für die Wirtschaftslage in den USA ganz besondere Beachtung geschenkt. Nach dem jüngsten Bericht des Dienstleisters ADP sieht Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners keine guten Anzeichen. "Sollte der offizielle Bericht ebenfalls zeigen, dass die US-Wirtschaft im Juli kaum neue Stellen geschaffen hat, wäre das eine herbe Enttäuschung."

Hängepartie bei US-Hilfspaket

Im Blick bleibt in Washington auch die Hängepartie beim Schnüren eines weiteren Hilfspakets. "Es gehen Gerüchte um, wonach es eine Annäherung bei der Anschlussfinanzierung für die staatliche Unterstützung gegeben habe", sagte Marktbeobachter Jochen Stanzl von CMC Markets am Vorabend. Gemeinsam mit guten Jobdaten könnte ein Vollzug der Börse zu Wochenschluss nochmals neuen Schub geben, erwartet er.

Quartalszahlen

Die Berichtssaison der Unternehmen, die dem Markt tags zuvor auch nicht positiv ihren Stempel aufdrücken konnte, klingt zu Wochenschluss vorerst ab. Nur noch deutsche Nebenwerte wie SNP aus dem SDAX +0,09% oder ElringKlinger +0,31% standen am Freitag auf der Agenda.

Die Deutsche Telekom -0,49% könnte derweil bewegt werden von den Zahlen der US-Tochter T-Mobile US +0,88%, vorbörslich rückten sie jedenfalls um 1,4 Prozent vor. Dank der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint sprangen deren Umsätze im Jahresvergleich um 61 Prozent hoch und übertrafen so die Markterwartungen. Die Aktien von T-Mobile US waren in New York nachbörslich auch angezogen.

Unternehmens-News

Einen Blick wert sind ansonsten noch die Aktien von Brenntag +1,58% wegen einer Abstufung auf "Neutral" durch die UBS. Analyst Rory McKenzie begründete das neue Anlagevotum in einer am Freitag vorliegenden Studie mit der Kursrallye von 70 Prozent seit dem jüngsten Zwischentief Mitte März.

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