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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt fehlt am Freitag-Morgen ein wenig der Schwung. Der DAX dürfte am Freitag so gut wie unverändert starten. Kurz vor dem Xetra-Auftakt wird der Leitindex bei gut 13.000 Punkten gesehen und damit leicht über dem Schlusskurs vom Vortag.

Bereits im Laufe der Woche hat der DAX -0,70% den Kampf um die Marke von 13.000 Punkten wieder aufgenommen, nun mangelt es ihm aber an Impulsen, um diese nachhaltig zu überwinden. Laut Marktbeobachter Jeffrey Halley vom Broker Oanda konnten aktuelle Wirtschaftsdaten aus China die Anleger schon an den asiatischen Börsen nicht so richtig zum Zugreifen ermutigen.

"Um wirklich neues Aufwärtspotential zu eröffnen, müsste der DAX zunächst die 13.000 und dann sein Juli-Hoch bei 13.313 Punkten überwinden", sagte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die Anleger an der Wall Street haben sich am Donnerstag nach Gewinnen zur Wochenmitte mit Investments zurückhalten. Zugleich nahmen die technologielastigen Nasdaq-Börsen ihren Lauf in Richtung weiterer historischer Hochs erneut auf. Daten vom Arbeitsmarkt zeigten, dass sich in der vergangen Woche die Lage etwas deutlicher als erwartet entspannt hat. Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe sanken erstmals seit Mitte März wieder unter eine Million. Mit Blick auf die Verhandlungen über ein weiteres Corona-Hilfspaket zwischen Republikanern und Demokraten gab es indes immer noch keine offensichtlichen Fortschritte.

Das US-Börsenbarometer Dow Jones Industrial -0,88% verlor 0,3 Prozent auf 27.896 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 -1,30% gewann hingegen 0,2 Prozent auf 11.178 Punkte.

Handel in Fernost

Die Anleger an den Börsen Asiens haben sich zum Wochenschluss überwiegend zurückgehalten. So zeichneten chinesische Konjunkturdaten ein gemischtes Bild von der fortgesetzten Erholung des Landes vom Corona-Schock.

Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen stieg am Freitag zuletzt um 0,11 Prozent, während der Hang Seng +3,06% in Hongkong 0,19 Prozent einbüßte. In Japan ging der Leitindex Nikkei 225 -0,45% mit einem Tagesplus von 0,2 Prozent bei 23.289 Punkten ins Wochenende.

Konjunkturdaten

Für die chinesische Industrieproduktion ging es zwar auch im Juli weiter aufwärts, aber nicht ganz so stark wie von Experten erwartet. Die Industrieproduktion legte nach Angaben des Statistikamts im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent zu. Volkswirte hatten allerdings mit einem Plus von 5,2 Prozent gerechnet. Im Juni war die Industrieproduktion um 4,8 Prozent gestiegen.

Auch der von der Corona-Krise teils schwer getroffene chinesische Einzelhandel erholt sich nur langsam. Der Einzelhandelsumsatz fiel im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent, wie das Statistikamt am Freitag in Peking mitteilte. Experten hatten sich bereits für Juli eine Rückkehr zu Wachstum erhofft und im Durchschnitt ein Miniplus von 0,1 Prozent erwartet.

Impulse sind auch von den BIP-Daten der Euro-Zone zu erwarten, die um 11 Uhr bekanntgegeben werden. Ab 14.30 Uhr geht es in den USA weiter mit den Einzelhandelsumsätzen, um 15.15 Uhr deutscher Zeit laufen die Kapazitätsauslastung und Industrieproduktion über die Ticker. Das Uni Michigan Verbrauchervertrauen sowie die Lagerbestände erscheinen dann noch um 16 Uhr.

Quartalszahlen

Unternehmenszahlen liefern zum Wochenschluss weniger Impulse als an den Tagen zuvor. Mit dem Batteriehersteller Varta, dem Scheinwerfer-Produzenten Hella +0,77%, dem Einkaufszentren-Investor Deutsche Euroshop oder dem Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) stehen nur noch wenige Unternehme aus dem MDAX -0,40% und SDAX -0,51% auf der Agenda.

Varta -0,17% hatte am Vorabend nach Börsenschluss die Prognose erhöht. Bereits im späten Xetra-Handel waren die Papiere auf ein Rekordhoch geklettert und hatten damit ihren bisherigen Spitzenwert aus dem Dezember 2019 übersprungen. Im vorbörslichen Freitagshandel gaben die Aktien auf Tradegate moderat zum Xetra-Schluss nach. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen.

Die KlöCo-Papiere +2,16% verteuerten sich auf Tradegate um 2,5 Prozent zum Xetra-Schluss. Die bereits positiven Vorab-Daten habe das Unternehmen nochmals übertroffen, kommentierte ein Börsianer.

Deutsche Euroshop -4,47% rückten im vorbörslichen Geschäft um 3,2 Prozent vor, die Mietumsätze hatten im Juni weiter zugelegt.

Unternehmens-News

Positiv reagierten die Anleger auf die Meldung der Aareal Bank -0,06%, wonach der Immobilienfinanzierer einen Anteil an seiner IT-Tochter Aareon an den Finanzinvestor Advent veräußert. Die Aareal-Aktien gewannen auf Tradegate 2,3 Prozent zum Vortagesschluss auf Xetra.

Im Bilanzskandal um Wirecard -4,788% gerät die Finanzaufsicht BaFin weiter in den Fokus: Mitarbeiter der Behörde sollen in den Monaten vor dessen Pleite verstärkt mit Papieren des DAX-Konzerns gehandelt haben. Das Bundesfinanzministerium, dem die BaFin unterstell ist, sieht darin offenbar kein Problem. Die Wirecard-Aktie war bereits gestern erneut unter Druck geraten, vorbörslich schwächelt sie weiter.

Corona-Krise

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erneut gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Donnerstagabend 1.449 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Noch höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1.639 registrierten Neuinfektionen.

Paris will auf die britische Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich reagieren und eine gleichwertige Maßnahme für Reisende aus Großbritannien einführen. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekrektär Clément Beaune am Freitag via Twitter mit.

US-Präsident Donald Trump nutzt den von ihm in der Corona-Pandemie verhängten Einreisestopp aus Europa und China im Wahlkampf gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden. Hätte er auf Biden gehört, der gegen die Maßnahmen gewesen sei, wären in Amerika Hunderttausende Menschen mehr gestorben, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Weißen Haus. Biden wolle die US-Grenzen öffnen, was dazu führen würde, dass die Pandemie die USA durchdringe.

Erdgas-Konflikt zwischen Türkei und Griechenland

Die Zuspitzung des Streits um Erdgasfelder im östlichen Mittelmeer sorgt in der EU zunehmend für Besorgnis. Bei Gesprächen der EU-Außenminister soll heut Nachmittag beraten werden, wie die EU den betroffenen Mitgliedstaaten Griechenland und Zypern in ihrem Konflikt mit der Türkei noch stärker unter die Arme greifen könnte. Zur Debatte stehen diplomatische Initiativen, aber auch eine Verschärfung von Sanktionen.

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