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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Dem zaghaften Stabilisierungsversuch am deutschen Aktienmarkt gestern folgt heute der Blues. Vor dem Wochenende deutet sich ein neuerlicher Rutsch der Indizes an. Kurz vor dem Xetra-Start wurde der DAX +0,87% nur noch bei 11.430 Punkten gesehen - fast eineinhalb Prozent unter dem Vortags-Xetra-Schluss.

Dass die Europäische Zentralbank (EZB), wie am Vortag angekündigt, angesichts der Verschärfung der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen vorbereitet und eine Neuausrichtung der geldpolitischen Instrumente vornehmen will, hatte den Markt nur kurzzeitig stabilisiert.

An der zuvor erholten Wall Street seien die Futures nach den Quartalsberichten von Apple, Amazon, Alphabet und Twitter sofort wieder auf Tauchgang gegangen, sagte ein Börsianer. Vor allem der Kurzmitteilungsdienst enttäuschte mit geringem Nutzerzuwachs massiv. Nachbörslich brachen die Papiere daraufhin um bis zu etwa 18 Prozent ein. Der DAX erlebt im Zuge der verschärften Corona-Krise ohnehin eine rabenschwarze Woche.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Nach einer mehrtägigen Talfahrt an den US-Börsen ist am Donnerstag etwas Beruhigung eingekehrt. Rückenwind gab es von der Konjunktur sowie von optimistischen Anlegern, die nach Handelsschluss auf positive Überraschungen von Börsenschwergewichten wie Apple, Alphabet oder auch Amazon hofften. Zudem fiel ein Teil der bereits vorgelegten Quartalsberichte besser als erwartet aus. Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial +1,12% legte letztlich um 0,5 Prozent auf 26.659 Punkte zu und wurde dabei von den Apple-Aktien angeführt.

Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag merklich schwächer tendiert. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +1,29% schloss 1,5 Prozent tiefer bei 22.977 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen büßte zuletzt 1,5 Prozent ein und der Hang-Seng-Index +0,11% in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gab um 1,9 Prozent nach. Vor allem der Kurzmitteilungsdienst Twitter enttäuschte am Donnerstagabend mit geringem Nutzerzuwachs in den USA massiv. Technologiewerte waren entsprechend schwach.
Monatsultimo

Konjunkturdaten

Japans Industrieproduktion zieht nach den schweren Einbrüchen in Folge der Corona-Pandemie weiter an. Der Ausstoß der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt stieg im September um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Um 8 Uhr folgten die BIP-Daten aus Deutschland für das dritte Quartal.

Wie sich die Verbraucherpreise in der Eurozone entwickelt haben, erfahren Anleger um 11 Uhr. Um 13.30 Uhr kommen aus den USA die Zahlen zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben. Gleichzeitig wird der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, der Personal Consumption Expenditures Preisindex (PCE) bekanntgegeben. Der Chicago Einkaufsmanager-Index folgt um 14.45 Uhr und um 15 Uhr veröffentlich die Universität Michigan die Daten zum US-Verbrauchervertrauen.

Corona-Lage

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen.

Die EU-Staaten wollen nun enger zusammenarbeiten, um die zweite Corona-Welle zu brechen. Dies vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen bei einer Videokonferenz. Kurzfristig sehen sich aber immer mehr Länder gezwungen, Kontakte im Alltag auszubremsen: Heute geht Frankreich in einen neuen weitgehenden Lockdown.

Herbstprognose der Bundesregierung

Um 10 Uhr legt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die von Mittwoch auf heute verschobene Herbstprognose vor. Einem Bericht des Handelsblatt zufolge will die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr trotz der hohen Corona-Neuinfektionszahlen leicht anheben. Das Wirtschaftsministerium erwartet in der neuen Herbstprognose einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts von 5,5 Prozent. Anfang September hatte das Haus ein Minus von 5,8 Prozent vorhergesagt.

Nach Einschätzung von Prognos-Forschern könnte die Verschärfung der Corona-Krise die deutsche Wirtschaft über Jahre zurückwerfen. "Das aktuelle Pandemie-Geschehen gibt großen Anlass zur Sorge, dass die akuten, aber auch dauerhaften wirtschaftlichen Folgen deutlich gravierender ausfallen als in den vergangenen Monaten erwartet", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Krisenszenario des Berliner Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmens.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten stehen im DAX am Freitag Continental +3,87% im Blick nach dem angekündigten Rücktritt von Vorstandschef Elmar Degenhart. Auch wenn der Rücktritt wohl aus eigenem Entschluss geschehe, dränge der Aufsichtsrat von Conti auf schnelle Veränderungen, sagte ein Händler. Davon sollten die Papiere des Autozulieferers und Reifenherstellers profitieren. Vorbörslich auf Tradegate war davon am Freitag gleichwohl noch nichts zu spüren, die Papiere verloren im schwachen Gesamtmarkt 1,6 Prozent zum Xetra-Schluss.

Das Analysehaus Jefferies sprach für die Aktien von RWE -0,29% eine Kaufempfehlung aus und wird optimistischer für Windkraft. Dem schwachen Markt konnten sich die Titel des Energiekonzerns nicht entziehen, sie verloren auf Tradegate 1,5 Prozent zum Xetra-Schluss.

Quartalszahlen

SNP Schneider-Neureither +0,93% aus dem Nebenwerteindex SDAX +0,78% veröffentlichte Zahlen für das dritte Quartal und bestätigte die Jahresprognose. Auf Tradegate legten die Titel des Software-Spezialisten um mehr als fünf Prozent zu.

Ihre Quartalszahlen legen heute unter anderem auch folgende Konzerne vor: Air France-KLM, Chevron, ExxonMobil, Honeywell, IAG, Novo Nordisk, RIB Software, Total, Under Armour und Villeroy & Boch. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 13.240,95 +0,87%
PKT +113,98
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
MTU Aero Engines AG 206,50 +4,88%
Continental 116,65 +3,83%
BMW St. 75,70 +2,45%
BASF 59,66 +2,19%
Daimler 57,17 +2,09%
Flops
Merck KGaA 129,20 -0,54%
Beiersdorf 94,64 -0,88%
adidas AG 277,50 -0,89%
Vonovia SE 55,24 -1,57%
Deutsche Wohnen SE 40,22 -2,09%
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