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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum Ende einer Woche der Stagnation könnten sich viele Anleger am Freitag für Gewinnmitnahmen entscheiden. Auch ein billionenschweres Hilfspaket in den USA scheint heute die Anleger nicht mehr zu Aktienkäufen bewegen. Etwa 20 Minuten vor Xetra-Start wurde der DAX ein halbes Prozent im Minus gesehen bei 13.925 Punkten. Auf Wochensicht hätte der DAX -0,96% somit etwa ein Prozent verloren. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 -0,95% dürfte an diesem Freitag nachgeben.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Wirtschaftskrise in den USA will der künftige Präsident Joe Biden wie erwartet ein neues billionenschweres Konjunkturpaket durchsetzen. Biden stellte am Donnerstagabend (Ortszeit) die Pläne für die Hilfen im Umfang von 1,9 Billionen Dollar vor. Mit einer Summe in dieser Größenordnung hatten die Anleger zuletzt bereits gerechnet.

Für Zurückhaltung an den Börsen dürften auch die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen und -Todesfälle sorgen. Die politische Diskussion in Deutschland über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen nimmt Fahrt auf, inklusive der Forderung nach einem kompletten Lockdown.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Die Anleger haben am Donnerstag die anfänglichen Rekorde an der Wall Street zu Gewinnmitnahmen genutzt. Der Dow Jones Industrial +1,85% erreichte schon im frühen Handel eine Bestmarke, von der aus dann die Gewinne sukzessive abbröckelten. Auf der Schlussgeraden drehte der US-Leitindex noch ins Minus und schloss 0,22 Prozent tiefer bei 30 991,52 Punkten.

2. Neues Corona-Hilfspaket

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Wirtschaftskrise in den USA will der künftige Präsident Joe Biden ein neues billionenschweres Konjunkturpaket durchsetzen. Biden stellte am Donnerstagabend (Ortszeit) Pläne für ein Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) vor. Vorgesehen sind darin unter anderem Direktzahlungen an Bürger in Höhe von 1.400 Dollar (rund 1.150 Euro) pro Kopf. Biden schlägt auch vor, Arbeitslosenhilfen auszuweiten und erneut zu verlängern. Außerdem will er die Impfungen im Land vorantreiben und mehr Corona-Tests ermöglichen.

3. Handel in Fernost

Die Börsen Asiens haben am Freitag nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,90% schloss 0,6 Prozent tiefer und ging bei 28.519 Punkten ins Wochenende. Für den chinesischen CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen ging es zuletzt um rund ein Prozent abwärts und der Hang Seng -0,35% in der Sonderverwaltungszone Hongkong sank um rund ein halbes Prozent.

Die scheidende US-Regierung geht weiter gegen chinesische Unternehmen vor und setzte nun unter anderem den Smartphone-Hersteller Xiaomi auf eine schwarze Liste. Die Aktien fielen um mehr als zehn Prozent.

4. Konjunkturdaten

Die Bauämter in Deutschland haben im November deutlich mehr Wohnungen genehmigt. Die Zahl wuchs um 8,9 Prozent zum Vorjahresmonat auf 32 531 Einheiten, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Für den Zeitraum Januar bis November ergab sich damit ein Anstieg um 3,9 Prozent. In den Zahlen sind sowohl Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten.

Gegen Nachmittag wird der Blick der Welt nach Amerika gehen, da die Daten des Reuters/Michigan Verbraucherstimmungs-Index veröffentlicht werden. Dieser zeigt an, ob die Verbraucher in den USA bereit sind, Geld auszugeben. 

5. Quartalszahlen

Die Saison der Quartalsberichte beginnt heute in den USA mit den Zahlen der  Großbanken JPMorgan +0,54% und Citigroup -1,52% sowie Wells Fargo +1,60%. Sie könnten Impulse auch für den deutschen Markt setzen.

Hierzulande hatte der Softwarekonzern SAP ±0,00% bereits am Vorabend überraschend vorläufige Zahlen veröffentlicht. Auf der Handelsplattform Tradegate legten die Papiere um ein Prozent zu.

6. Analysten-Stimmen

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Deutsche Wohnen -1,09% auf "Overweight" mit einem Kursziel von 43 Euro belassen. Eine neue Variante des Corona-Virus sowie verlängerte Lockdowns gefährdeten die erwartete wirtschaftliche Erholung im Jahr 2021 und damit auch jene europäischer Immobilienkonzerne, schrieb Analyst Neil Green in einer Branchenstudie. Die begonnenen Impfungen ließen aber - sofern keine neuen Probleme auftreten - Raum für Optimismus in der zweiten Jahreshälfte.

NordLB hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 -1,03% auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen. Den Mediensektor stuft die Bank mit "Positiv" ein. Die Aussichten nach der Covid-19-Krise würden vor dem Hintergrund der weiterhin guten Branchenbedingungen unverändert positiv bewertet, so Analyst Holger Fechner.

Und die Baader Bank hat das Kursziel für die Aktie des Online-Modehändlers Global Fashion Group -8,81% von 11 auf 15 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Gestiegene Bewertungen für E-Commerce-Unternehmen seien der Grund für das höhere Kursziel, schrieb Analyst Volker Bosse in einer Studie.

7. Corona-Lage

In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits über zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.000.958 (Stand: 15.01., 00.00 Uhr). Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Außerdem wurden 1.113 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen und großer Sorge um die aufgetauchten Coronavirus-Mutationen hat die Diskussion über zeitnahe Verschärfungen des Lockdowns gewaltig an Fahrt aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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