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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor dem Wochenende dürften sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt nach dem jüngsten DAX-Rekord weiter zurückhalten. Etwa eine halbe Stunde vor dem Handelsauftakt auf Xetra wird der Leitindex bei knapp 15.200 Punkten gesehen und damit etwa 0,1 Prozent leichter. Am Dienstag war der deutsche Leitindex erstmals über die Marke von 15.300 Punkten geklettert, seither lassen es die Investoren ruhiger angehen.

Zuletzt hatten neben Fortschritten im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor allem das billionenschwere US-Konjunkturprogramm sowie die Aussicht auf eine noch lange ultralockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank für gute Stimmung gesorgt.

Ohnehin sehen Experten nach der jüngsten DAX-Rallye zunehmend Risiken für den Index. Die Konsolidierung sei noch nicht vorbei, schreibt etwa der charttechnische Analyst David Lusow von DailyFX. Und auch Charttechniker Andreas Büchler von Index-Radar spricht von einem kurz- und mittelfristig leicht überhitzten Markt, wobei spätestens im Bereich um die 15.500 Punkte mit verstärktem Abgabedruck zu rechnen sei. Angesichts des insgesamt immer noch positiven Grundtrends müssten Anleger voraussichtlich aber nicht mehr als eine kleine Korrektur fürchten.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Die Aussicht auf eine weiterhin lockere US-Geldpolitik hat am Donnerstag am New Yorker Aktienmarkt insbesondere die konjunktursensiblen Technologiewerte weiter nach oben getrieben. So zog der Nasdaq 100 +0,78% um ein Prozent auf 13.758 Punkte an. Er nähert sich allmählich wieder seinem Rekordhoch von Mitte Februar. Der breit gefasste Aktienindex S&P 500 +0,67%, in dem auch viele Tech-Werte enthalten sind, erklomm erneut ein Rekordhoch. Knapp darunter beendete er den Handel mit plus 0,4 Prozent auf 4.097 Punkten.

2. Handel in Fernost

Die Börsen Asiens haben am Freitag keine gemeinsame Richtung gefunden. In Japan stieg der Leitindex Nikkei 225 +0,15% zuletzt um knapp ein halbes Prozent. In China gerieten die Kurse indes unter Druck, nachdem Daten zu den Erzeugerpreisen erneut Inflationssorgen aufkommen ließen. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, fiel um mehr als ein Prozent und der Hongkonger Hang-Seng-Index -0,13% sank um mehr als ein halbes Prozent.

3. Konjunkturdaten

Zum Ende der Handelswoche erreichten um 3.30 Uhr deutscher Zeit die Daten zum Verbraucherpreisindex auf Jahresbasis aus China die Marktteilnehmer. Der Anstieg der Erzeugerpreise in China setzt sich fort. Die Preise, die Hersteller für ihre Produkte verlangen, zogen im März im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent an, wie das Statistikamt am Freitag in Peking mitteilte. Das ist der deutlichste Anstieg seit fast drei Jahren und mehr als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Der Anstieg ist einerseits ein positives Signal für die Stärke der chinesischen Wirtschaft, andererseits könnten die Daten die zu zuletzt etwas abgeebbten Inflationssorgen wieder größer werden lassen.

Die deutsche Industrie hat im Februar überraschend einen weiteren Dämpfer erlitten. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie waren im Schnitt von einem Anstieg um 1,5 Prozent ausgegangen.

4. Unternehmens-News

Der Luftfahrt- und Raumfahrt-Konzern Airbus +0,09% lieferte im März mit 72 neuen Maschinen mehr als doppelt so viele Flugzeuge aus als im Februar. Auch die Zahl der Aufträge stieg weiter, während die Zahl der Stornierungen deutlich zurückging. Zu Jahresbeginn allerdings fallen die Auslieferungen typischerweise schwach aus, weil der Hersteller erst wieder mehr Flugzeuge fertigstellen muss. Auf Tradegate reagierte die Aktie des Flugzeugbauers im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag mit einem kleinen Kursplus von 0,2 Prozent.

Süss Microtec +0,75% gaben vorbörslich auf Tradegate dagegen kräftig um etwas mehr als sechs Prozent nach. Der Zulieferer von Halbleiter-Technik gab sein detailliertes Zahlenwerk für 2020 bekannt und machte Aussagen zum laufenden Jahr. Umsatz und Profitabilität sollen weiter gesteigert werden, hieß es.

Der Windkraftanlagenbauer Nordex -0,77% hat einen Auftrag aus Deutschland erhalten, was vorbörslich jedoch kaum bewegte. Der Wirkstoffforscher Evotec +1,68% gab den Start einer klinischen Studie mit einem neuartigen Immunonkologie-Wirkstoff bekannt. Auch das bewegte vor dem Handelsstart kaum.

In den Blick könnte auch der Börsenneuling Auto1 +2,71% rücken, denn nun hat die US-Bank JPMorgan die Bewertung der Aktie aufgenommen. Ein Kurstreiber ist das Anlageurteil allerdings nicht, denn es lautet "Neutral" mit einem Kursziel von 52 Euro. Der Online-Gebrauchtwagenhändler ist laut Analyst Marcus Diebel ein starker Akteur in einem Markt mit großem Potenzial. Vieles sei aber bereits in den Aktienkurs eingepreist.

5. Hauptversammlungen

Am Nachmittag bittet der britische Hersteller von anwendungsspezifischen Mixed-Signal-Schaltungen Dialog Semiconductor seine Aktionäre zur jährlichen Hauptversammlung. Auch Rio Tinto hat die Anteilseigner zum jährlichen Treffen geladen - virtuell.

6. Corona-Lage

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 25.464 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 296 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich in den Ferien meist weniger Menschen testen lassen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe.

7. Termin für MPK wackelt

Die Spitzen der Regierungsfraktionen von Union und SPD dringen vor der nächsten Bund-Länder-Runde auf eine breite Debatte im Bundestag über die Corona-Lage - damit wird eine Verschiebung des für Montag geplanten Treffens immer wahrscheinlicher. Auch eine Regierungserklärung könne ein geeigneter Rahmen für die Diskussion über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie sein, schrieben die Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU), Rolf Mützenich (SPD) und der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). (Mit Material von dpa-AFX)

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