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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Freitag vorerst wenig Bewegung ab. Dies könnte sich im Tagesverlauf ändern, denn es ist großer Verfallstag. Kontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen laufen an diesem Tag aus. Die Umsätze sind dann oft sehr hoch, und die Kurse können stärker ausschlagen als üblich.

Der DAX wird am Freitagmorgen knapp eine halbe Stunde vor dem Xetra-Handelsstart mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 15.708 Punkten erwartet. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,34% könnte ebenfalls mit leichten Verlusten in den Tag starten. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Eine näher rückende geldpolitische Straffung hat die Standardwerte an der Wall Street am Donnerstag ins Minus befördert. Die Technologieaktien an der Nasdaq zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und legten mehrheitlich deutlich zu. Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. Der Dow Jones Industrial +0,49% schloss 0,6 Prozent tiefer bei 33.823 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,39% verbuchte hingegen ein weiteres Rekordhoch und endete mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 14.163 Punkten.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Freitag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,23% trat zuletzt auf der Stelle. Die japanische Notenbank hatte wie erwartet an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festgehalten. Der Hang Seng +3,17% in Hongkong legte hingegen um 0,6 Prozent zu, während der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, rund 0,6 Prozent einbüßte.

3. Ölpreise geben weiter nach 

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel ihre deutlichen Abschläge vom Vortag ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 72,51 US-Dollar. Das waren 57 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 51 Cent auf 70,53 Dollar.

Noch zur Wochenmitte hatten die Erdölpreise mehrjährige Höchststände erreicht. Seither lastet jedoch der stärkere Dollar auf den Preisen. Unterstützung erhält die amerikanische Währung durch Hinweise aus den Reihen der US-Notenbank auf eine perspektivisch weniger lockere Geldpolitik. Da Rohöl international in Dollar gehandelt wird, verteuert ein steigender Dollarkurs den Rohstoff für viele Interessenten und lastet auf deren Nachfrage.

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag legt Japan die Mai-Verbraucherpreise vor, in Deutschland werden hingegen die Erzeugerpreise für den Vormonat erwartet. Die EZB legt zudem ihre Leistungsbilanz für den Monat April vor. 

5. Unternehmensnews

Im MDax +0,08% der mittelgroßen Werte dürften die Aktien von Brenntag -0,40% gefragt sein. Der Chemikalienhändler rechnet für das laufende Jahr mit mehr Gewinn als bisher. Die Anhebung der Prognose geschah vor dem Hintergrund der starken Ergebnisse im ersten Quartal, der Fortsetzung des positiven Ergebnistrends im zweiten Quartal und unter Berücksichtigung der Aussichten für den weiteren Jahresverlauf. Zudem laden am Freitag die Deutsche Euroshop -1,93% und Freenet -0,10% zur Hauptversammlung ein.

6. Nordkorea zu Konfrontation und Dialog mit den USA bereit

Nordkorea muss sich nach den Worten von Machthaber Kim Jong Un zugleich zum Dialog und zur Konfrontation mit den USA bereithalten. Kim betonte jedoch am dritten Tag eines Treffens des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei am Donnerstag in Pjöngjang, dass es nötig sei, "sich besonders auf Konfrontation vollständig vorzubereiten". Es gelte, die Würde des Staats und seine Interessen für eine unabhängige Entwicklung zu schützen, wurde Kim am Freitag von den Staatsmedien zitiert. Kim ist auch Parteichef.

Die international isolierte Führung in Pjöngjang hatte sich bisher mit Blick auf die neue Nordkorea-Politik Washingtons abwartend verhalten. US-Regierungsvertreter beschrieben den neuen Ansatz als "abgestufte praktische Herangehensweise", um im Streit um Nordkoreas Atomwaffenprogramm eine Verhandlungslösung zu finden. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt. Die Verhandlungen zwischen beiden Ländern kommen seit dem gescheiterten Gipfeltreffen Kims mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran. 

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2.440 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 102 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.270 angegeben. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71). Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen (Mit Material von dpa-AFX).

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