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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Kurz vor dem Wochenende dürfte der deutsche Aktienmarkt dank guter Vorgaben von den US-Börsen weiter zulegen. Der DAX dürfte den US-Börsen dabei eher mit gedrosseltem Tempo nach oben folgen. An der Wall Street sind ihm die Technologie-Indizes der Nasdaq und nun auch der marktbreite S&P 500 +0,99% mit neuen Höchstständen eine Nase voraus. 

Allerdings rückt auch der deutsche Leitindex seinem Rekord von 15.802 Punkten, der am Montag zwei Wochen alt wird, aber näher. Knapp eine halbe Stunde vor dem Xetra-Handelsstart wurde der DAX rund 0,1 Prozent höher bei 15.602 Punkte gesehen. "Der Dax kann einem bisweilen wie ein Stehaufmännchen vorkommen", kommentierten die Experten der Helaba. "Einerseits zeigt sich seit geraumer Zeit, dass der Spielraum auf der Oberseite ausgereizt zu sein scheint, andererseits werden zwischenzeitliche Rücksetzer zügig wieder aufgeholt", hieß es in einem Kommentar der Landesbank. In diesem Modus bewegte er sich in den vergangenen Tagen zwischen 15.309 und 15.675 Punkten. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Die Rekordjagd an der Wall Street ist am Donnerstag in eine neue Runde gegangen. Sowohl die wichtigsten Technologiewerte-Indizes als auch der den breiten Markt abbildende S&P 500 +0,99% legten zu und erreichten im Handelsverlauf Höchststände. Als Antrieb erwies sich unter anderem, dass US-Präsident Joe Biden im Ringen um billionenschwere Investitionen in die Infrastruktur eine Hürde genommen hatte. "Wir haben eine Vereinbarung getroffen", schrieb Biden auf Twitter nach Gesprächen mit einer Gruppe demokratischer und republikanischer Senatoren. Trotz des Deals ist aber nicht gesagt, dass eine reibungslose Passage im Kongress bevorsteht. Der technologielastige Nasdaq 100 +1,15% zog um 0,6 Prozent auf 14.365 Punkte an. Der umfassendere Nasdaq Composite +1,04% gewann 0,7 Prozent auf 14.369 Punkte. Für den S&P 500 ging es um 0,6 Prozent auf 4.266 Punkte nach oben. Der Dow Jones Industrial +0,68% verzeichnete ebenfalls Gewinne, ist aber noch etwas von seiner Anfang Mai erreichten Bestmarke entfernt. Der US-Leitindex stieg am Ende um fast ein Prozent auf 34.196 Punkte.

2. Vorgaben aus Asien 

Mit Rückenwind von der Wall Street haben die Börsen Asiens am Freitag zugelegt. Der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, und Hang Seng -1,55% in Hongkong stiegen zuletzt um mehr als ein Prozent. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,84% zog um 0,7 Prozent an.

3. Ölpreise stagnieren auf hohem Niveau 

Die Ölpreise haben sich am Freitag im frühen Handel zunächst kaum von der Stelle bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 75,57 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag ebenfalls nahezu unverändert auf 73,31 Dollar.

Die Erdölpreise rangieren derzeit in der Nähe ihrer höchsten Stände seit gut zweieinhalb Jahren. Stärkster Treiber ist die Hoffnung auf eine starke konjunkturelle Erholung in großen Verbrauchsländern wie den USA. Vom Ölverbund Opec+ wird daher erwartet, dass er in der kommenden Woche eine zusätzliche Ausweitung seiner Förderung beschließen wird. Der Verbund, der von den Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland angeführt wird, berät am Donnerstag (1. Juli) über seine kurzfristige Förderpolitik.

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag legt das Statistische Bundesamt (Destatis) den Auftragseingangsindex im Bauhauptgewerbe für den Monat April sowie die Preisindizes für Wohnimmobilien im ersten Quartal 2021 vor. In Großbritannien steht derweil das GfK Verbrauchervertrauen für den Monat Juni vor und in den USA werden Zahlen zu den privaten Einkommen und Ausgaben im Mai erwartet. 

5. Unternehmensnews

Anklang bei den Anlegern finden Fortschritte des US-Präsidenten Joe Biden im Ringen um billionenschwere Investitionen in die Infrastruktur, auch wenn trotz eines Deals eine Zustimmung im Kongress nicht gewiss ist. So verkündete der US-Präsident eine Einigung mit einer kleinen Gruppe von demokratischen und republikanischen Senatoren auf ein Paket für Investitionen in Straßen, Brücken, Verkehrs- und Energienetze.  

Außerdem erhielten die US-Banken im Rahmen eines Stresstests positives Feedback: Die US-Notenbank hob die Einschränkungen von Aktienrückkäufen und Dividenden auf. Dies könnte am Freitag auch hierzulande bei den Sektorwerten gut ankommen. Für die Aktien der Deutschen Bank +0,97% etwa ging es vorbörslich um 1,1 Prozent hoch. 

Mit einem Anstieg um 2,2 Prozent sind vorbörslich aber vor allem die Adidas-Papiere +1,84% einen Blick wert. Hier verwiesen Börsianer auf einen Kurssprung um 14 Prozent bei den Anteilen des Wettbewerbers Nike +1,88% im nachbörslichen US-Handel. Der US-Sportartikel-Hersteller übertraf mit seinen Zahlen für das vergangene Quartal die Markterwartungen deutlich, aber auch die neue Jahresprognose überzeugte die Börsianer.

Auf der Verliererseite steht dagegen vorbörslich die zuletzt rekordhohe Aktie der Deutschen Post +0,82%, die auf der Plattform Tradegate um ein halbes Prozent fiel. Auch hier waren die Blicke auf einen US-Wettbewerber gerichtet: Fedex +0,95% verfehlte mit seinem Ausblick die Erwartungen und so war die Aktie des Logistikers im nachbörslichen US-Handel mit mehr als vier Prozent unter Druck geraten, obwohl es für die Quartalszahlen positives Feedback gab. 

Auch die Aktien von Hornbach könnten einen Blick wert sein. Beflügelt von einer anhaltend hohen Nachfrage wurde der Baumarktkonzern Hornbach Holding +2,95% für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 (bis Ende Februar) etwas optimistischer. Ansonsten beschäftigt am Freitag auch ein Börsengang die Anleger: Der Fahrrad- und Fahrradzubehörhändler Bike24 +1,19% wagt den Sprung auf das Börsenparkett.

6. EU-Staaten beschließen härteren Kurs gegen Russland

Die EU-Staaten wollen künftig deutlich härter auf böswillige Handlungen Russlands reagieren. Nach einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs aus der Nacht zum Freitag soll dafür ein Plan für Strafmaßnahmen erstellt werden, der auch Wirtschaftssanktionen umfasst.

Es gebe "die Notwendigkeit einer entschlossenen und koordinierten Reaktion der EU und ihrer Mitgliedstaaten auf jede weitere böswillige, rechtswidrige und disruptive Aktivität Russlands", heißt es in der Gipfelerklärung. Die EU müsse deswegen die ihr zur Verfügung stehenden Instrumente in vollem Umfang nutzen.

Nicht verständigen konnten sich die Staats- und Regierungschefs hingegen darauf, neben den Sanktionsdrohungen auch neue Gesprächsangebote an Kremlchef Wladimir Putin zu senden, um zum Beispiel bei Themen wie dem Klimaschutz Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit auszuloten. Für ein solches Vorgehen hatten sich vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stark gemacht. "Ich persönlich hätte hier mir einen mutigeren Schritt gewünscht", sagte Merkel am frühen Freitagmorgen nach den Beratungen. Auf ein sofortiges Treffen auf Chefebene habe man sich aber nicht einigen können. 

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 774 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.12 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1076 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,2 an (Vortag: 6,6; Vorwoche: 10,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 62 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 91 Tote. Den Sieben-Tage-R-Wert gab das RKI am Donnerstagabend mit 0,75 (Vortag: 0,72) an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 75 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen (Mit Material von dpa-AFX).

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