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Diese 7 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine erneute Verkaufswelle an der technologielastigen US-Börse Nasdaq stimmt die Anleger hierzulande am Freitag wohl vorsichtig. Am Freitagmorgen wurde der DAX +0,75% zeitweise 0,6 Prozent schwächer bei 15.940 Punkten gesehen. Damit dürfte der Index weiter um die 16.000-Punkte-Marke ringen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,59% wird ebenfalls schwächer erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Die jüngste Erholung im US-Technologiesektor hat am Donnerstag ihr vorzeitiges Ende gefunden. Der Nasdaq 100 -1,39% verlor rund 2,6 Prozent auf 15.495 Punkte. Damit sind seine Kursgewinne seit dem späten Montagshandel wieder dahin. Der größte Druck für Techwerte kommt gegenwärtig von der strafferen Geldpolitik der US-Notenbank.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens haben auch am Freitag nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem Minus von 1,3 Prozent. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland fiel zuletzt um gut ein halbes Prozent, ebenso wie der Hang-Seng-Index -1,80% in der Sonderverwaltungsregion Hongkong.

3. Ölpreise stabilisieren sich

Die Ölpreise haben sich nach ihren Vortagesverlusten stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Freitagmorgen 84,61 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 9 Cent auf 82,03 Dollar nach.

Am Donnerstag hatten am Ölmarkt Gewinnmitnahmen das Bild geprägt, nachdem die Ölpreise seit Jahresanfang deutlich von der aufgebesserten Stimmung an den Finanzmärkten profitiert hatten. Nun jedoch sorgte der erneute Ausverkauf bei den US-Technologiewerten wieder für Nervosität. Gestützt aber wurden die Ölpreise von der Hoffnung, dass die weltweite Rohstoffnachfrage den Auswirkungen der neuen Coronavirus-Variante Omikron trotzen dürfte.

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag dürften zahlreiche Konjunkturdaten für neue Impulse sorgen. So werden am Freitag in Japan die Erzeugerpreise für den Dezember vorgelegt. In Großbritannien werden derweil Zahlen für die Industrieproduktion im vergangenen November sowie die Handelsbilanz und das Bruttoinlandsprodukt präsentiert. Hierzulande wird derweil das Bruttoinlandsprodukt für das abgelaufene Jahr in Rahmen einer Online-Präsentation vorgestellt. Am Nachmittag werden in den USA der Einzelhandelsumsatz, die Im- und Exportpreise sowie die Zahlen zur Industrieproduktion, der Kapazitätsauslastung und den Lagerbeständen veröffentlicht.

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt rückt Europas größer Softwarehersteller SAP -0,63% in den Fokus, denn er legte am Vorabend Eckzahlen vor und gab einen ersten Ausblick auf das neue Jahr. Ein Händler sprach von "durchwachsenen Zahlen". Die Walldorfer übertrafen zwar die Unternehmensziele für die Cloud- und Software-Erlöse, die operative Gewinnmarge (Ebit-Marge) jedoch habe mit dem Umsatzwachstum nicht mithalten können, erklärte der Börsianer. Zudem sei der Ausblick eher zurückhaltend, da die Markterwartungen bereits am oberen Ende der vom Unternehmen angegebenen Zielspannen für die Cloud- und Softwareerlöse sowie das Betriebsergebnis lägen. Die Aktien von SAP legten auf Tradegate vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um knapp ein Prozent zu. Die Nachhaltigkeit dieses Kursplus ist laut dem Händler aber offen.

Erste Zahlen zum vierten Quartal gab es auch von Wacker Chemie -3,28% am Vorabend. Wegen hoher Preise und einer guten Nachfrage im vergangenen Geschäftsjahr verdiente der Spezialchemiekonzern operativ mehr als erwartet. Mehrere Analysten äußerten sich bereits positiv. Die Aktien stiegen auf Tradegate kräftig.

Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS -1,94% äußerte sich ebenfalls zu ihrem Schlussquartal, was vorbörslich zu einem deutlichen Kursanstieg auf Tradegate führte. Sie rechnet wegen höherer Gebühreneinnahmen mit einem überraschend guten Jahresabschluss. Zudem will die DWS für das abgelaufene Jahr eine Dividende von zwei Euro je Aktie vorgeschlagen. Laut einem Händler haben sich einige Investoren bei der Dividenden aber wohl mehr erhofft.

Auch eine Umstufung dürfte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, denn die US-Investmentbank Goldman Sachs senkte ihren Daumen über der Software AG +0,13%, was auf Tradegate zu Kurseinbußen führte. Goldman strich die Kaufempfehlung und kappte zudem das Kursziel von 50 auf 39 Euro. Aktuell kostet das Papier rund 33 Euro. Analyst Gautam Pillai begründete sein "Neutral"-Urteil mit einer gesunkenen Berechenbarkeit der kurz- bis mittelfristigen Geschäftsentwicklung. Er rechnet mit einer erneuten Wachstumsinitiative des Konzerns, was aber zunächst Geld kosten werde.

6. Start der Berichtssaison 

Ins Blickfeld der Anleger rückt nun auch die Berichtssaison, die am Freitag im US-Bankensektor eingeläutet wird. Da am kommenden Montag in den USA ein Feiertag ist, dürften sich die Investoren zudem schon für ein verlängertes Wochenende positionieren. Zum Auftakt präsentieren die Citigroup sowie die J.P. Morgan Chase ihr Zahlenwerk. 

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 90.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Freitagmorgen 92.223 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben. Am Mittwoch war die Zahl erstmals größer als 80.000 gewesen. Vor genau einer Woche waren es 56.335 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. 

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 427,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0). Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 286 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle (Mit Material von dpa-AFX).

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