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Diese 7 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Anleger bleiben auch am Mittwoch in der Defensive. Etwa eine halbe Stunde vor dem Xetra-Start wurde der Leitindex bei 13.937 Punkten und damit 0,1 Prozent über Vortagsschluss gesehen. Damit bleiben für den DAX -1,44% die 14.000 Punkte vorerst in Sichtweite und das Tief zum Wochenstart bei gut 13.800 Punkten auf Abstand.

"Derzeit ist Konsolidierung an den Börsen das Hauptthema", schrieben die Experten der Commerzbank in einem Kommentar. In Europa wägten die Anleger derzeit Wachstumsbedenken wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen ab mit der Aussicht auf weitere Hilfsmaßnahmen unter Führung von Joe Biden, der in einer Woche das Amt des US-Präsidenten übernehmen soll. Außerdem blicken Anleger gespannt auf die zum Wochenende hin anlaufende US-Berichtssaison.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Die Wall Street hat sich nach dem schwachen Wochenauftakt auch am Dienstag schwer getan. Angesichts der nahenden Berichtssaison der US-Unternehmen und bereits hoher Bewertungen wollten sich die Anleger offenbar nicht zu klar positionieren. Der Hoffnung auf milliardenschwere Konjunkturhilfen des designierten US-Präsidenten Joe Biden sowie eine weiter lockere Geldpolitik der Notenbank steht die weiter grassierende Corona-Pandemie gegenüber. Der Leitindex Dow Jones Industrial -0,57% verabschiedete sich 0,19 Prozent höher bei 31 068,69 Punkten aus dem Handel.

2. Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump

Nach den Krawallen seiner Anhänger am Kapitol steuert der abgewählte US-Präsident Donald Trump auf sein zweites Amtsenthebungsverfahren zu. Eine sofortige Absetzung über einen Zusatzartikel der Verfassung lehnte Vizepräsident Mike Pence offiziell ab. Im US-Repräsentantenhaus wird nun am späten Mittwochabend deutscher Zeit die Abstimmung über die offizielle Eröffnung eines solchen Impeachment-Verfahrens gegen Trump erwartet. Eine Mehrheit gilt als sicher. Auch einzelne Abgeordnete der Republikaner kündigten an, dafür zu stimmen, ihren Parteikollegen aus dem Amt zu entfernen. Die Demokraten werfen Trump "Anstiftung zum Aufruhr" vor.

Rund um Bidens Amtsübernahme werden nach den jüngsten Krawallen von Anhängern des abgewählten Amtsinhabers Donald Trump weitere Unruhen befürchtet. 

3. Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben zur Wochenmitte keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -1,85% schloss ein Prozent höher. An den Börsen Chinas zeigte sich ein schwächeres Bild. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen büßte zuletzt 0,68 Prozent ein und der Hang Seng +0,43% in der Sonderverwaltungszone Hongkong sank um 0,23 Prozent.

4. Ölpreise

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren Höhenflug der vergangenen Handelstage fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent stieg am Morgen bis auf 57,42 US-Dollar und ein Fass US-Öl der Sorte WTI erreichte 53,93 Dollar. Das sind jeweils die höchsten Stände seit Februar 2020. In den vergangenen Handelstagen waren immer wieder neue Höchststände erreicht worden. Nach dem Hoch am frühen Morgen fielen die Preise zuletzt wieder etwas zurück.

5. Konjunkturdaten

Um 11 Uhr wird vom Eurostat das Produktionsvolumen der Eurozonen Industrie veröffentlicht. Der monatliche und jährliche Verbraucherpreisindex ohne Lebensmittel und Energie für die USA wird dann um 14.30 Uhr deutscher Zeit bekannt gegeben. Am Abend berichtet die Fed mit ihrem Beige Book über die aktuelle US-Wirtschaftslage.

6. Unternehmens-News

Unternehmensseitig sah die Nachrichtenlage in Deutschland zunächst übersichtlich aus. Die Südzucker +1,25%-Tochter Cropenergies -1,43% legte vollständige Zahlen für die ersten neun Monate des vergangenen Geschäftsjahres vor, die Händlern zufolge den bereits Mitte Dezember vorgelegten Eckdaten entsprachen. Bei dieser Gelegenheit hatte der Biosprit-Hersteller zudem die Jahresziele auch aufgrund der Corona-Pandemie deutlich zusammengestrichen.

Die Aktien des Essenslieferanten Delivery Hero +0,44% könnten nach Aussagen des Konkurrenten Just Eat Takeaway -4,46% zur jüngsten Geschäftsentwicklung einen Blick wert sein.

Den gut gelaufenen Anteilsscheinen von ProSiebenSat.1 +0,72% drohen derweil laut Börsianern Gewinnmitnahmen. Am Dienstag nach Handelsschluss hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf ihr vorliegende Angebotsunterlagen vom Verkauf von elf Millionen Aktien durch den Finanzinvestor KKR berichtet. Für die Papiere verlange KKR mindestens 13,42 Euro, was rund fünf Prozent Abschlag zum Xetra-Schlusskurs von 14,14 Euro wären. Mit dem Verkauf könnte der Finanzinvestor somit um die 150 Millionen Euro erlösen.

Die zuletzt unter Gewinnmitnahmen leidenden Nordex-Aktien ±0,00% erhalten heute viel frischen Rückenwind von einem Großauftrag. Auf der Handelsplattform Tradegate zogen die Papiere verglichen mit ihrem Xetra-Schlusskurs um 4,1 Prozent an, nachdem vermeldet wurde, dass der Hersteller von Windkraftanlagen in dem südamerikanischen Land bei einem 518,7-MW-Projekt der norwegischen Statkraft-Gruppe an Bord ist.

Kursverluste deuten sich auch beim Autozulieferer Schaeffler -0,16%, beim Doc-Morris-Konkurrenten Shop Apotheke -0,77% und beim Solarkonzern SMA Solar -0,81% an - hier belasteten Abstufungen von Analystenhäusern.

7. Corona-Lage

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Der Höchststand von 1.188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden.

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion derweil einen neuen Höchststand erreicht. Am Dienstag meldeten die Behörden 4.327 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Die Zahl der Neuinfektionen war am selben Tag mit 215.805 vergleichsweise niedrig. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 302.506 neuen Fällen verzeichnet. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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