DAX®13.920,69-0,96%TecDAX®3.220,26-1,54%Dow Jones 3031.496,30+1,85%Nasdaq 10012.668,51+1,64%
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Diese 7 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem wechselhaften Wochenauftakt bleiben die Aktionäre am deutschen Aktienmarkt in Lauerstellung. Der Leitindex DAX wird etwa 30 Minuten vor dem Xetra-Start 0,1 Prozent tiefer gesehen bei 13.860 Punkte. Am Montag war der DAX zeitweise bis auf 13.600 Punkte abgerutscht, hatte sich am Dienstag aber kräftig erholt. Er pendelt damit um seine 21-Tage-Linie.

Experten gehen davon aus, dass die US-Notenbank am Abend ihren lockeren Geldkurs bestätigt. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sagte mit Blick auf den "Fed-Tag": "Nach dem relativ starken Anstieg der Zinsen für US-Staatsanleihen wird heute sicherlich jedes Wort von Fed-Präsident Jerome Powell auf die Goldwaage gelegt." Er werde wohl alles daran setzen, den zuletzt recht nervösen Anleihemarkt zu beruhigen, so Altmann.

Im DAX -0,96% sieht der Börsianer zwischen 13.500 und 14.000 Punkten "die aktuelle Heimat". "Um aus dieser Range auszubrechen, braucht es deutlich mehr Investoren, die sich stärker auf der einen oder anderen Seite positionieren. Im Moment lautet das Motto der Stunde Abwarten."

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Der US-Aktienmarkt hat am Dienstag weiter vor sich hin gedümpelt. Es kam letztlich keine große Freude auf, denn bei den jüngsten Quartalszahlen hielt sich Positives und Negatives in etwa die Waage. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +1,85% ging am Ende 0,1 Prozent tiefer bei 30.937 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 fiel am Dienstag um 0,2 Prozent auf 3.849 Punkte, nachdem er im frühen Handel bei knapp 3871 Punkten einen Höchststand erreicht hatte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 +1,64% ging es um 0,05 Prozent auf 13.490 Punkte nach oben.

2. Handel in Fernost

Die Börse in Tokio hat sich am Mittwoch moderat erholt. Der Leitindex Nikkei 225 +0,90% schloss 0,3 Prozent höher. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen fiel hingegen zuletzt leicht, während der Hang Seng -0,35% in der Sonderverwaltungszone Hongkong nahezu auf der Stelle trat.

3. GfK-Konsumklima

Heute kommt Einiges auf die Anleger zu. Um 8 Uhr wurde zunächst die Gfk Verbrauchervertrauens-Umfrage für Deutschland veröffentlicht. Das Konsumklima für Februar hat sich demnach mit -15,6 Punkten deutlich stärker eingetrübt als erwartet. Experten hatten vorab einen Rückgang von -7,5 auf -7,9 Prozent prognostiziert. Inmitten des im Dezember verhängten harten Lockdowns sei "die Anschaffungsneigung regelrecht zusammen gebrochen", heißt es in einer Mitteilung der GfK.

4. Konjunkturprognose gesenkt

Die Bundesregierung rechnet mit einem schwierigeren und längeren Weg aus der coronabedingten Wirtschaftskrise. Sie schraubt die Konjunkturprognose für dieses Jahr herunter. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung werde weiter maßgeblich vom Pandemieverlauf und den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht. Dieser liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt den Bericht am Mittwochmittag vor.

5. Konjunkturdaten

Gegen 14.30 Uhr richtet sich der Blick auf die Auftragseingänge langlebiger Güter in den USA und zwei Stunden später auf den EIA Rohöl Lagerbestand. Mit Spannung wird um 20 Uhr deutscher Zeit die Fed-Zinsentscheidung erwartet. Anschließend folgt die FOMC Pressekonferenz mit einer Fragerunde. Die Antworten auf die gestellten Fragen führen häufig zu volatilen Kursbewegungen an den Börsen.

6. Unternehmens-News

Am Aktienmarkt stehen zur Wochenmitte einige Unternehmen aus der zweiten Reihe mit Quartalszahlen und mit Eckdaten für das letzte Jahr im Fokus, darunter das Medizintechnik-Unternehmen Siemens Healthineers +2,71%, der Pharma- und Laborausrüster Sartorius +0,91%, der Aromen- und Duftstoffproduzent Symrise -0,63% sowie die Software AG -1,02%.

Siemens Healthineeers und Sartorius erhöhten jeweils ihre Prognosen. Die Aktien gewannen vorbörslich auf Tradegate rund fünf beziehungsweise fast drei Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss. Symrise hingegen verfehlte wegen eines Hackerangriffs das Umsatzziel für 2020. Vorbörslich ging es auf Tradegate um knapp ein Prozent nach unten.

Die tags zuvor bereits um fast zehn Prozent gestiegenen Papiere von Evotec -0,57% setzten ihren Höhenflug vorbörslich fort. Das Plus belief sich auf Tradegate auf annähernd drei Prozent zum Xetra-Schluss. Auftrieb gab diesmal ein vom US-Verteidigungsministerium erteilter Auftrag für Antikörper gegen die Covid-19-Erkrankung.

Eine hohe Nachfrage nach Container-Transporten und günstiger Treibstoff haben der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd -2,99% im Corona-Jahr 2020 einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Weil das Unternehmen zudem seine Kosten deutlich drückte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Jahresvergleich nach vorläufigen Zahlen um etwa 60 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro, wie Hapag-Lloyd am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Damit lag das Ergebnis in der Mitte der erst Anfang Dezember erneut erhöhten Zielspanne. Die Hapag-Lloyd-Aktie legt vorbörslich spürbar zu.

Mehrere US-Konzerne legen ihre Quartalszahlen vor, so unter anderem AT&T und Boeing. Nach US-Börsenschluss gewähren noch die US-Tech-Konzerne Apple, Facebook und Tesla Einblick in ihre Bücher.

7. Corona-Lage

Im Streit über knappe Corona-Impfstoffe versucht die Europäische Union an diesem Mittwoch erneut, den Hersteller AstraZeneca +1,83% zur raschen Lieferung vertraglich zugesicherter Mengen zu bewegen. Die EU-Kommission hat Vertreter des britisch-schwedischen Konzerns (für 18.30 Uhr) zur Krisensitzung mit Experten der EU-Staaten geladen.

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Vergangenen Mittwoch hatte das RKI 15 974 Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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